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Meldung
München (www.aktiencheck.de) - Facebook-AktienAnalyseder Bank Vontobel Europe AG:

Facebook (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ-Symbol: FB) hat seine Zahlen zum zweiten Quartal 2018 vorgelegt, so die Bank Vontobel Europe AG in einer aktuellen Veröffentlichung.


Das schwache Ergebnis habe Investoren enttäuscht und den Aktienkurs auf Talfahrt geschickt. Eine gerechtfertigte Korrektur? Oder eine Überreaktion des Marktes und attraktive Einstiegschance?

An nur einem Handelstag seien rund 100 Milliarden US-Dollar an Börsenwert "vernichtet" worden. Ein Blick auf den Bloomberg-Kurschart zeige, dass die Marktkapitalisierung am 27. Juli 2018 gegenüber dem Vortag um beträchtliche 19% eingebrochen sei. Nur wenige Monate nach dem Bekanntwerden des Datenskandals in Verbindung mit der Beratungsfirma Cambridge Analytica habe das Social-Media-Unternehmen mit seinem Quartalsumsatz und Nutzerwachstum für herbe Enttäuschung bei seinen Investoren gesorgt. Wie das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt habe, sei der Umsatz zwar um 42% auf 13,23 Milliarden Dollar gestiegen, damit aber knapp 1% unter den Analystenerwartungen von 13,36 Milliarden Dollar geblieben.

Auch beim Nutzerwachstum habe der Tech-Konzern seine Investoren nicht positiv überraschen können. Der Social-Media-Gigant habe über "nur noch" 2,23 Milliarden monatlich aktive Nutzer berichtet. Laut NASDAQ-Erhebung vor dem Kurseinbruch hätten Analysten hingegen mit 2,25 Milliarden Nutzern gerechnet. Auch die Profitabilität dürfte sich laut Finanzchef David Wehner vermindern. Die operativen Margen würden langfristig bei 30% liegen, nachdem sie von 47% auf 42% im zweiten Quartal 2018 gefallen seien. Auf Kostenseite rechne man wegen erhöhter Ausgaben im Datenschutzbereich mit einem Sprung von 50 auf 60% im Vergleich zum Vorjahr. Wehner habe in einer Telefonkonferenz am Mittwoch geäußert, dass die vor kurzem in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) mitverantwortlich für das geringere Umsatzwachstum Europas gewesen sei.

Die Enttäuschung habe sich sofort im Aktienmarkt bemerkbar gemacht - der Titel habe laut Bloomberg am 26. Juli, dem Tag nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen, 19% an Börsenwert eingebüßt. Absolut habe dies einem Wert von rund 100 Milliarden US-Dollar oder knapp dem gesamten Börsenwert des erfolgreichen Online-Bezahldienstes PayPal entsprochen. Gerechtfertigt?

Zwar habe Facebook dieses Quartal unter den Erwartungen gelegen, dennoch sei das erreichte Umsatzwachstum von 42%, isoliert betrachtet, hoch. Der Social-Media-Riese bleibe außerdem weiter und mit großem Vorsprung der Marktführer. Experten von EOnline.com zufolge werde der Internet-Gigant ein zweistelliges Umsatzwachstum für mehrere Jahre aufrechterhalten können - zumal Facebook nicht das erste der so genannten "Faang"-Unternehmen sei (Faang stehe für: Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google), das mit Quartalszahlen negativ überrascht habe. Sicherlich stehe der Aktienkurs momentan stark unter Druck, dennoch weise das Kurs-Gewinn-Verhältnis Bloomberg-Daten zufolge einen Wert von 20 auf. Bezogen auf "Price to Forward Earnings" (Kurs im Verhältnis zum erwarteten Gewinn pro Aktie) könne dieser, Wert im Vergleich zu jenen von Facebooks Konkurrenten, als relativ günstig angesehen werden.

"Insgesamt ist dies ein kritisches Jahr für Facebook. Wir haben Fortschritte bei der Vermeidung von Missbrauch gemacht, sind mit neuen Innovationen vorangekommen und passen unsere Dienste an die neuen Trends von Nachrichten, Storys, Videos und Gruppen an. Mit Blick auf die Zukunft werden wir weiter stark in Sicherheit und Datenschutz investieren, da wir die Verantwortung haben, User zu schützen. Darüber hinaus haben wir aber auch die Verantwortung, neue Services zu entwickeln, die Menschen auch auf neue Weise näher zusammenbringt", Mark Zuckerberg, CEO Facebook (sinngemäßes Zitat aus dem Englischen).

Gemäß dieser Aussage Zuckerbergs gestalte sich 2018 als schwierig. Das Unternehmen werde daher künftig einige Neuerungen einführen. Allem voran wolle man sich schließlich verstärkt auf Datenschutz und Privatsphäre konzentrieren, um Nutzern eine hohe Sicherheit bezüglich ihrer Daten gewährleisten zu können. Des Weiteren solle vermehrt in Datenzentren sowie Artificial-Intelligence-Systeme investiert werden. Durch zahlreiche Features solle darüber hinaus Facebooks Hauptaufgabe, Menschen näher zu bringen und zu verbinden, besser umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür sei Watch Video, bei dem Videos in Facebook-Gruppen von allen Mitgliedern zur gleichen Zeit angesehen und kommentiert werden könnten. Mit Virtual-Reality-Anwendungen hingegen, wolle man dem Nutzer das Gefühl vermitteln, seinen Freunden virtuell nahe zu sein, auch wenn man sich real in weiter Ferne von den engsten Vertrauten befinde. Die Features und ein verbesserter Datenschutz sollten Facebook helfen, auch langfristig bei seinen Usern relevant zu bleiben.

Die Facebook-Aktie werde aktuell bei 175,02 USD (27.07.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei 218,62 USD (25.07.2018), das Jahrestief bei 149,02 USD (26.03.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden 41 Analysten die Aktie auf "kaufen", fünf auf "halten" und zwei Analysten auf "verkaufen" setzen. Bloomberg-Analysten würden aktuell ein Zwölf-Monats-Kursziel von 208,14 USD setzen. (Analyse vom 27.07.2018).

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Facebook-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Facebook-Aktie:
150,00 EUR -0,63% (30.07.2018, 12:39)

Tradegate-Aktienkurs Facebook-Aktie:
149,90 EUR -0,05% (30.07.2018, 12:56)

NASDAQ-Aktienkurs Facebook-Aktie:
174,89 USD -0,78% (27.07.2018, 22:00)

ISIN Facebook-Aktie:
US30303M1027

WKN Facebook-Aktie:
A1JWVX

Ticker-Symbol Facebook-Aktie Deutschland:
FB2A

NASDAQ Ticker-Symbol Facebook-Aktie:
FB

Kurzprofil Facebook Inc.:

Facebook Inc. (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ-Symbol: FB) ist ein US-Unternehmen mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien. Der Gesellschaft gehört das soziale Netzwerk Facebook. Am 18. Mai 2012 ging Facebook an die Börse. Die Facebook-Nutzung ist für Mitglieder kostenlos, die Einnahmen bringt vor allem das Werbegeschäft. In den USA hat Facebook den größten Anteil am Markt für Bannerwerbung. Unternehmensplänen zufolge sollen künftig aber auch neue E-Commerce-Angebote in den Dienst integriert werden. (30.07.2018/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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