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WKN: WAF300 ISIN: DE000WAF3001
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Meldung

Wie Siltronic (WKN: WAF300) gestern Abend in einer Ad-hoc-Meldung bekanntgab, muss das Management ein weiteres Mal die eigenen Umsatz- und Gewinnprognosen zurücknehmen. Aus meiner Sicht ist das eine echte Sauerei, denn noch Ende des vergangenen Jahres erzählte insbesondere Finanzvorstand Rainer Irle jedem wie gut die Geschäfte des Unternehmens laufen würden und das man keine Anzeichen einer Abschwächung sehe.

Dies hielt ich seinerzeit schon für wenig glaubwürdig. Allerdings bleibt einem als Analyst und/oder Aktionär nichts anderes übrig als sich auf die Aussagen des Managements zu verlassen. Denn nur die Vorstände eines Unternehmens haben ja direkten Einblick in die tatsächliche Geschäftsentwicklung. Aus heutiger Sicht muss man daher konstatieren, dass Finanzvorstand Irle entweder dieser Einblick fehlte oder er gelogen hat.

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Sollte ersteres zutreffen, müsste er wegen Unfähigkeit seinen Hut nehmen. Sollte letzteres zutreffen, nun ja, wer vertraut ihm dann noch? Ich bleibe daher bei meiner schon mehrfach geäußerten Einschätzung, dass es für Siltronic besser wäre, wenn man diesen Finanzvorstand schnellstmöglich austauschen würde. Solange er jedenfalls weiter amtiert, gebe ich auf Aussagen des Managements keinen Pfifferling mehr. Wer weiß also, ob das gestern schon die letzte Gewinnwarnung war?

Erneute Prognosesenkung en detail

In der ersten Gewinnwarnung vor wenigen Wochen hatte Siltronic bereits seine zuvor optimistischen Prognosen deutlich abgesenkt. So erwartete man inzwischen schon einen Umsatzrückgang um -5% bis -10% gegenüber 2018. Nun soll dieser sogar zwischen -10% und -15% betragen. Dabei kann man ziemlich sicher von mehr als -10% ausgehen, denn sonst wäre eine erneute Prognosesenkung ja nicht unbedingt notwendig gewesen.

Zugleich soll die EBITDA-Marge nun nur noch zwischen 30-35% anstatt wie zuvor kommuniziert zwischen 33-37% liegen. Hier sollte man also auch von weniger als 33% ausgehen, da auch hier sonst nicht unbedingt eine erneute Prognosesenkung vonnöten gewesen wäre. Zugleich soll der Netto-Cashflow um ca. 180 Mio. Euro (zuvor: ca. 150 Mio. Euro) zurückgehen. Man bleibt aber dabei, dass dieser schon 2020 wieder deutlich steigen wird.

Alles in allem wird das zweite Quartal somit deutlich schlechter ausfallen als das erste. Aber auch für Q3 erwartet man nochmals rückläufige Umsätze. Angesichts der Tatsache, dass sich die Weltkonjunktur derzeit wohl auf dem Weg in eine Rezession befindet und besonders der Chipsektor zuletzt sehr schwach unterwegs war, frage ich mich, woher das Management seinen Optimismus für 2020 nimmt? Zumal man zuletzt ja schon viel zu optimistisch war.

Hat aus meiner Sicht jegliches Vertrauen verspielt und sollte besser seinen Hut nehmen: Siltronic CFO Rainer Irle

Meine Umsatz- und Gewinnprognose für 2019e und 2020e

Auf Basis der erneuten Gewinnwarnung erwarte ich persönlich für 2019e nun einen Jahresumsatz um 1,2 Mrd. Euro bei einem EBITDA um 350 Mio. Euro (was beides unter den Prognosen des Managements liegt!). Ob es in 2020 wirklich schon zu einer deutlichen Erholung des Chipsektors kommt, steht dabei in den Sternen. Ich erwarte diese, sofern sie kommt, jedenfalls erst im zweiten Halbjahr 2020.

Daher gehe ich in 2020 von keinen exorbitant hohen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn aus. Meine (zugegeben vorsichtige) Umsatz- und Gewinnprognosen für 2020e lauten daher auf einen Jahresumsatz von knapp 1,25 Mrd. Euro bei einem EBITDA von erneut ca. 350 Mio. Euro. Wobei diese sich durchaus noch als zu optimistisch erweisen könnten, sofern eine Markterholung im Laufe des Jahres 2020 ausbleiben sollte.

Demgegenüber steht inzwischen jedoch eine Marktkapitalisierung von weniger als 1,6 Mrd. Euro. Somit ist das KUV 2019e weiter, auf deutlich unter eins gesunken, wohingegen das KGV 2019e zuletzt sogar auf knapp sieben gestiegen ist. Auf Basis meiner Umsatz- und Gewinnprognosen bleibt es auch in 2020e in etwa bei dieser Bewertung. Diese ist zwar sicherlich nicht exorbitant hoch, aber angesichts des Vertrauensverlusts des Managements in meinen Augen gerechtfertigt.

Ein Siltronic-Mitarbeiter überwacht und steuert die Maschinen zur Waferproduktion…

Fazit: Kurzfristiger Rebound als sehr gute Verkaufsgelegenheit!

Wie aber muss man die Aktie nun bewerten? Dies ist leider ein wenig kompliziert. Denn die Aktie wird im Zuge der erneuten Gewinnwarnung wohl ausverkauft, was Kurse um 52,00 Euro impliziert. Damit wäre aus charttechnischer Sicht das nächste Kursziel auf der Unterseite erreicht, so dass der ein oder andere Shortseller seine Position sicherlich „covern“ wird. Dies bedeutet jedoch nichts anderes, als das man die Aktie kauft.

Daher kann die Aktie um 52,00 Euro durchaus kurz nach oben „bouncen“. Mehr als 55,00 bis 56,00 Euro traue ich ihr im Zuge eines solchen Rebounds jedoch nicht zu. Anschließend dürfte der Titel wieder Fahrt nach unten aufnehmen und sich zwischen 50,00 und 52,00 Euro einpendeln. Im Laufe der Zeit dürfte jedoch auch diese charttechnische Unterstützung noch gerissen werden, was das nächste charttechnische Verkaufssignal zur Folge hätte.

Das Kursziel aus diesem erneuten Verkaufssignal läge sodann im Bereich um 40,00 Euro. Hier könnte dann aus meiner Sicht durchaus eine nachhaltige charttechnische Bodenbildung einsetzen, was aber angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten nicht sicher ist. Mit anderen Worten: Selbst auf diesem Kursniveau wäre die Aktie noch längst kein No-Brainer. Dies gilt besonders dann, wenn Finanzvorstand Irle weiterhin im Amt bleiben sollte. Denn der befindet sich auf einem Irrweg!



 

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