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Meldung

Der Handelskrieg zwischen den USA und China eskalierte letzte Woche, als beide Länder ihre Zölle erhöhten und Präsident Trump US-Unternehmen anordnete, China zu verlassen. Die Aktien von Unternehmen mit hohem Engagement in China, darunter Apple und US-Chiphersteller, brachen ein, als durch diese Entwicklungen dunkle Wolken über dem Markt aufzogen.

Einige Investoren überlegen, ob es an der Zeit ist, Tech-Aktien mit hohen Wachstumsraten aus dem Depot zu werfen und lieber risikoärmere Dividendentitel, Anleihen oder Gold zu kaufen. Allerdings wollen wir vielleicht auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, denn das könnte dazu führen, dass Investoren große langfristige Gewinne verpassen. Heute möchte ich drei wachsende Unternehmen vorstellen, die dem Eindruck nach immun gegenüber dem Handelskrieg zwischen den USA und China sind: Square (WKN: A143D6), Snap (WKN: A2DLMS) und Match Group (WKN: A1424N).

1. Square: Der Krieg gegen das Bargeld geht weiter

Der Online-Zahlungsdienstleister Square macht in China keine Geschäfte und sein expandierendes Ökosystem – darunter digitale Zahlungsterminals, sein Instant Deposit Service für Händler, Analysedienste, die Cash App für Verbraucher und der Kreditgeber für kleine Unternehmen namens Square Capital – hat dazu beigetragen, seinen Burggraben gegenüber Rivalen wie PayPal (WKN: A14R7U) zu erweitern.

Der bereinigte Umsatz von Square (ohne Transaktionskosten und Bitcoin-Geschäfte) stieg im vergangenen Jahr um 61 %, und es wird erwartet, dass sich diese Dynamik mit 43 % Wachstum in diesem Jahr fortsetzt. Das bereinigte EBITDA stieg 2018 um 85 % und für dieses Jahr wird ein weiteres Wachstum von 60 % erwartet.

Square rationalisiert sein Geschäft allmählich, indem es Geschäfte abseits des Kerngeschäfts veräußert — wie etwa seinen Food-Delivery-Dienst Caviar, welche es kürzlich an DoorDash verkauft hat — und seine höhermargigen Abo-Geschäfte und Dienstleistungen ausbaut. Diese konnten im letzten Quartal ein jährliches Umsatzwachstum von 87 % verzeichnen und machten über ein Fünftel seiner Umsätze aus.

Die Aktie ist nicht gerade preiswert bei einem 2019er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 55, aber seine Wachstumsraten rechtfertigen mühelos diese Prämie. Also sollten Investoren ausnutzen, wenn sie unfairerweise durch Ängste rund um den Handelskrieg zermalmt wird, und zu vergünstigten Kursen zuschlagen.

2. Snap: Das bevorzugte soziale Netzwerk der US-Teenager wächst wieder

Snap’s Snapchat hat keine Verbindung zu China und es ist durchweg das führende soziale Netzwerk für US-Teenager. Die Bären behaupteten einmal, dass Facebooks Instagram Snapchat durch das Klonen seiner Funktionen an die Wand drängen würde, aber Snapchat hat den Verlust von täglichen aktiven Nutzern (englisch kurz: DAUs) in den letzten drei Quartalen eindämmen können.

Im letzten Quartal stiegen die DAUs um 7 % gegenüber dem Vorquartal und 8 % pro Jahr auf 203 Millionen, wobei das Wachstum in allen Regionen der Welt (Nordamerika, Europa und Rest der Welt) sowohl auf iOS als auch auf Android erfolgte. Snap führte dieses Wachstum hauptsächlich auf ein Redesign seiner Android-App zurück, das die Verweildauer und die Bindungsraten steigerte, sowie auf eine höhere Zuschauerzahl bei seinen Discover-Inhalten und selbst produzierten Kurzvideos.

Der durchschnittliche Umsatz pro Benutzer (englisch kurz: ARPU) von Snap stieg ebenfalls um 37 % pro Jahr auf 1,91 US-Dollar, da die automatisierte Anzeigenplattform mehr Käufer anzog und die Benutzer mehr Zeit für die App aufwendeten, die gerade um neue AR-Funktionen und Spiele erweitert wird. Der Umsatz von Snap stieg im vergangenen Jahr um 43 % und Analysten erwarten in diesem Jahr ein Wachstum von 44 %. Snap ist noch nicht profitabel, aber seine Verluste verringern sich – was darauf hindeutet, dass die Aktie noch Luft nach oben haben könnte.

3. Match Group: Der Handelskrieg wird Tinder nicht umbringen

Match Group, die Muttergesellschaft von Tinder und anderen beliebten Dating-Apps, hat ebenfalls keine Präsenz in China. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz von Match um 30 %, während das bereinigte EBITDA um 39 % zunahm, und es wird erwartet, dass der Umsatz in diesem Jahr mit 15 bis 19 % steigen wird, wobei sich das bereinigte EBITDA um etwa 20 % verbessern sollte.

Die gesamte Kundenbasis von Match wuchs jährlich um 18 % auf 9,1 Millionen im letzten Quartal. Innerhalb dieser Gesamtzahl wuchsen die Abonnenten von Tinder jährlich um 41 % auf 5,2 Millionen und die Mitglieder von Tinder Gold machen mittlerweile über 70 % der Benutzerzahl der App aus. Match erwirtschaftet den größten Teil seiner Einnahmen aus Abonnements anstelle von Anzeigen, was es zusätzlich von etwaigen Konjunkturabschwächungen abschirmt.

Das Ökosystem von Match mit anderen Apps wächst ebenfalls. Die zweitgrößte App, OkCupid, steigerte ihren direkten (von Werbung unabhängiger) Umsatz jährlich über sechs Quartale in Nordamerika und ist heute eine der Top-Dating-Apps Indiens. Das Anfang dieses Jahres erworbene Unternehmen Hinge hat seine weltweiten Downloads jährlich mehr als verdreifacht. Match ist nicht billig bei einem 2019er-KGV von über 40, aber diese Prämie wird durch seine marktführende Position im Online-Dating und seine Robustheit gegenüber den Auswirkungen des Handelskrieges gerechtfertigt.

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Dieser Artikel erschien am 27.08.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschsprachigen Leser übersetzt.
Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von dessen CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Leo Sun besitzt Aktien von Apple, Facebook, Snap Inc. und Square. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple, Facebook, Match Group, PayPal Holdings und Square und empfiehlt diese. The Motley Fool hat folgende Optionen: Short-Calls (Oktober 2019, $97) auf PayPal Holdings, Short-Calls (Januar 2020, $155) auf Apple, Long-Calls (Januar 2020, $150) auf Apple, Short-Calls (Januar 2020, $155) auf Apple, Long-Calls (Januar 2020, $150) auf Apple und Short-Calls (September 2019, $70) auf Square.

Motley Fool Deutschland 2019

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