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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Software AG-AktienAnalysevom Online-Anlegermagazin "Der Aktionär":

Michael Schröder von "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Darmstädter Softwareherstellers Software AG (ISIN: DE000A2GS401, WKN: A2GS40, Ticker-Symbol: SOW, NASDAQ OTC-Symbol: SWDAF) unter die Lupe.


Wenn die Software AG am Mittwoch (21. Oktober) Zahlen für das dritte Quartal präsentiere, dann liege über der Entwicklung im Tagesgeschäft ein großer Schatten. Denn das Unternehmen kämpfe derzeit mit einer Hackerattacke - und werde daher auch zunächst nur Eckdaten zum Quartal liefern. Wie reagiere die Aktie?

Mitten in der Umstellung auf Abo-Modelle und während der Coronakrise mache der Software AG eine Attacke auf die IT-Systeme das Leben schwer. Am 3. Oktober sei das Unternehmen nach eigenen Angaben Ziel eines Ransomware-Schadsoftwareangriffs gewesen. Von Ransomware spreche man üblicherweise, wenn die Hacker sich unerlaubt Zugang zu Daten verschaffen, sie verschlüsseln und für die Entschlüsselung ein Lösegeld (engl. ransom) fordern würden. Die Software AG habe betroffene Systeme isoliert und weitgehend heruntergefahren, bis dato seien einige Services wie etwa auch die Webseite nur eingeschränkt nutzbar.

Fraglich sei nun vor allem, ob der Angriff Auswirkungen auf das Tagesgeschäft haben werde. Zunächst mal sorge die Attacke dafür, dass die Software AG in dieser Woche nur Eckdaten zum Auftragseingang, Umsatz und operativer Marge machen werde. Darüber hinaus werde aber die Frage sein, ob die Kundschaft dem Unternehmen weiter Vertrauen schenke, falls sensible Daten an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Bisher habe sich das Management schwer getan, die Folgen des Angriffs abzuschätzen.

Dabei hätten die Darmstädter unter den gegebenen Umständen im bisherigen Jahresverlauf eigentlich eine gute Figur gemacht. Der seit August 2018 amtierende Vorstandschef Sanjay Brahmawar baue das Unternehmen vor allem beim Erlösmodell stark um. In der Vergangenheit hätten verzögerte große Vertragsabschlüsse des Öfteren die Quartalsbilanzen verhagelt und Unsicherheit bei Investoren hervorgerufen.

Statt einmalige, hohe Lizenzgebühren würden die Kunden nun auf Abonnementzahlungen umgestellt. Vor allem mit den Umsätzen aus laufenden Verträgen solle das stark vertriebsabhängige Geschäft verstetigt werden. Das sorge aber zunächst für Belastungen beim Umsatz und beim Ergebnis, weil die lukrativen Einmalzahlungen wegfallen würden.

Im zweiten Quartal habe die Software AG überraschend viele Abschlüsse an Land gezogen, was sich im Auftragseingang widerspiegle. Brahmawar habe ohnehin eine vergleichsweise normale Entwicklung im ersten Halbjahr in Aussicht gestellt, für die restlichen sechs Monate aber deutliche Risiken wegen der Pandemie gesehen. Immerhin sehe der Belgier langfristig neuen Schub für die Digitalisierung bei den Kunden, was auch seinem eingeschlagenen Wachstumskurs zugutekommen solle.

Von der Zahlenvorlage würden sich die Analysten vor allem Aussagen über die Aussichten für den Rest des Jahres erhoffen. Die weitere Entwicklung sei nur schwer abzuschätzen, so Charles Brennan von der Credit Suisse. Stacy Pollard von J.P. Morgan habe darauf verwiesen, dass die guten Aufträge im zweiten Quartal zu Lasten des dritten Vierteljahres gehen könnten, weil einige große Deals schon vor Ende Juni eingetütet worden seien. Knut Woller von der Baader Bank sehe diesen Effekt vor allem bei der Datenbanksparte, die zudem im Vorjahresquartal starke Werte erzielt habe. Das Wachstum des Softwarekonzerns dürfte im dritten Quartal solide ausfallen, so Analyst Gautam Pillai von Goldman Sachs. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass es sich mit dem ersten Halbjahr messen könne, die mittelfristige Dynamik bleibe aber intakt.

Die Software-Aktie habe sich bereits recht zeitig wieder aus dem Corona-Crash herausgekämpft, zwischenzeitlich sei sie bis auf 21,60 Euro gefallen. Dann sei es bis in den September im Wesentlichen nur nach oben gegangen, ihr Jahreshoch bei 44,50 Euro sei zugleich ein Hoch seit dem Frühjahr 2018 gewesen. Mit dem Hackerangriff habe sich aber wieder etwas Unsicherheit bei den Anlegern breitgemacht. Allein im Oktober habe das Papier rund 14 Prozent bis auf 36 Euro verloren. Im Bereich um 34 Euro warte eine horizontale Unterstützungszone, die der Aktie ausreichend Halt bieten sollte.

Investierte Anleger bleiben dabei, so Michael Schröder von "Der Aktionär". Neueinsteiger sollten den morgigen Newsflow abwarten. (Analyse vom 20.10.2020)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Software AG-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Software AG-Aktie:
35,96 EUR -0,61% (20.10.2020, 11:37)

Tradegate-Aktienkurs Software AG
36,00 EUR -0,11% (20.10.2020, 11:44)

ISIN Software AG-Aktie:
DE000A2GS401

WKN Software AG-Aktie:
A2GS40

Ticker-Symbol Software AG-Aktie:
SOW

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Software AG-Aktie:
SWDAF

Kurzprofil Software AG:

Die Software AG (ISIN: DE000A2GS401, WKN: A2GS40, Ticker-Symbol: SOW, NASDAQ OTC-Symbol: SWDAF) bietet ihren Kunden "Freedom as a Service". Die Software AG denkt Integration weiter, stößt Unternehmenstransformation an und ermöglicht schnelle Innovationen für das Internet der Dinge, damit sich Unternehmen mit Geschäftsmodellen von ihren Mitbewerbern abheben können. Man gibt einem die Freiheit, jede Technologie - von der App bis zum Edge - zu verknüpfen und zu integrieren. Die Software AG öffnet Datensilos und macht Daten teilbar, nutzbar und wertvoll, sodass ihre Kunden die besten Entscheidungen treffen und neue Wachstumschancen erschließen können.

Die Software AG beschäftigt über 4.700 Mitarbeiter, ist in 70 Ländern aktiv und erzielte 2018 einen Umsatz von 866 Millionen Euro.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.softwareag.de. (20.10.2020/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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