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Meldung
RWE und E.ON Pressekonferenz März 2018

Hinter den Aktien von E.ON (WKN: ENAG99) und RWE (WKN: 703712) liegen eine lange Talfahrt und ein harter Anpassungsprozess. Erst setzte die Finanzkrise 2008 den Konzernen zu und schließlich kam das Jahr 2011, in dem die Fukushima-Kraftwerkskatastrophe und in deren Folge der plötzliche Richtungswechsel der deutschen Regierung in der Kernkraftpolitik enorme Belastungen mit sich brachten.

E.ON verlor seit Anfang 2008 bis heute über 82 % (19.09.2019) und RWE vom Hoch Anfang 2008 bis zum Tief 2015 über 90 % an Börsenwert. Mittlerweile hat sich aber bereits viel getan und die Konzerne strukturieren sich um. Erfahre, warum die E.ON- und RWE-Aktie jetzt wieder eine bessere Zukunft besitzen.

Altlasten weitgehend abgebaut

RWE und E.ON haben die Belastungsfaktoren der vergangenen Jahre, zu denen hauptsächlich die Atomkraftwerke gehörten, weitgehend abgebaut oder verkauft. So wurden die Risikogeschäfte (Kernkraft-, Gas-und Kohlekraftwerke) durch E.ON über Uniper (WKN: UNSE01) vom Konzern getrennt und weitestgehend an Fortum (WKN: 916660) verkauft.

RWE hat dagegen die Kern- und Kohlekraftwerke im Konzern behalten, wird sie aber zukünftig weiter abbauen und auch zunehmend verkaufen. Kernkraftwerke werden in Deutschland bis 2022 und Kohlekraftwerke spätestens bis 2038, wahrscheinlich aber noch früher ihr Ende finden. Schon jetzt sinkt die Stromerzeugung aus diesen Quellen stetig. Dagegen baut der Konzern die erneuerbaren Energien massiv aus, sodass sie die Zukunft bilden.

Aufteilung der Innogy-Aktivitäten fast abgeschlossen

Die EU gab kürzlich grünes Licht für die Innogy (WKN: A2AADD)-Übernahme durch E.ON, sodass nun nur noch die Minderheitsaktionäre ausbezahlt werden müssen. Am Ende ist es aber eher eine Aufteilung (Zerschlagung) von Innogy, denn das Netz- und Vertriebsgeschäft erhält E.ON, während RWE einen Großteil der erneuerbaren Energien von E.ON und Innogy übernehmen und sich gleichzeitig mit 16,67 % an E.ON beteiligen wird und zusätzlich 1,5 Mrd. Euro an den Konzern zahlt. E.ON stößt so aber auch seine Anteile an den Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen an RWE ab.

Beide Konzerne werden zu Spezialisten

E.ON wird mit etwa 53 Mio. Kunden nun zu einem Spezialisten für Netze und Kundenlösungen. Nur ENEL (WKN: 928624) besitzt in Europa noch mehr Kunden. Zudem wird E.ON über die kommenden Jahre die jährlichen Kosten um 600 bis 800 Mio. Euro senken und so entsprechend den Gewinn steigern. Die Erträge aus dem Netzgeschäft werden sehr wahrscheinlich zu mehr Stabilität führen und deshalb auch die Dividende wieder regelmäßiger ausgezahlt und gesteigert werden können.

E.ONs Verschuldung bleibt mit über 31 Mrd. Euro an langfristigen Verbindlichkeiten allerdings immer noch sehr hoch. Der Konzern möchte sie aber zukünftig weiter reduzieren.

RWE profitiert hingegen von der Übernahme des Erneuerbare-Energie-Geschäfts und des Gasspeichergeschäfts von E.ON. Über Investitionen von jährlich etwa 1,5 Mrd. Euro wird dieser Bereich zukünftig weiter massiv ausgebaut.

Hier liegt der Fokus ganz klar auf der Stromerzeugung durch Wind- und Sonnenenergie sowie auf Speichertechnologien. Mit über 9.000 Megawatt installierter Leistung aus erneuerbaren Energien gehört RWE damit schon heute zu den größten Unternehmen dieses Sektors.

RWE und E.ON werden so jeweils auch zu Spezialisten und stehen zukünftig nicht mehr in direktem Wettbewerb zueinander.

Wieder bessere Finanzergebnisse

E.ON ist es bereits in den letzten beiden Jahren gelungen, wieder deutliche Gewinne zu erzielen. Und auch in diesem Jahr wird sich die Stabilisierung fortsetzen. Davor gab es von 2014 bis 2016 drei sehr negative Jahre mit Verlusten in Milliardenhöhe. Diese Stabilisierung spricht für E.ON.

Und auch RWE konnte 2017 und 2018 wieder Gewinne erzielen. Zum Halbjahr 2019 lag das Unternehmen bereits bei 1.395 Mio. Euro, was auf eine Steigerung im Gesamtjahr schließen lässt. Deshalb ist auch diese Aktie in letzter Zeit wieder gestiegen.

Zudem liegen E.ONs und RWEs Dividendenrenditen heute noch bei  4,7 beziehungsweise 2,55 % (19.09.2019).

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

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