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Ursprünglich
sollte ein Verlust von mehr als 2 Mio. Euro in 2010 herauskommen. Jetzt erfreut
das Curasan Management seine Anteilseigner mit der Mitteilung, dass aus dem
avisierten Verlust ein positives Ergebnis werden wird. In der veröffentlichten
Adhoc wurde sogar die Formulierung eines „ deutlicher Gewinnes“
gewählt. Diese Formulierung ist nach unserer Einschätzung eher noch
zurückhaltend, denn es dürfte unterm Strich in 2010 ein Jahresüberschuss von
mehr als 1,5 Mio. Euro herauskommen und die Hoffnungen der Aktionäre, dass auch
zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte eine Dividende bezahlt werden
könnte, sind relativ hoch. Der
Glücksbringer heißt Mitem®, das letzte in der Curasan Pipeline verbliebene
Medikament gegen Blasenkrebs. Es wurde an die Speciality European Pharma Ltd. (SEP),
London verkauft und der Kaufpreis soll nach unserer Einschätzung zu mehr als 85
% noch in diesem Jahr fließen und Curasan, dem Hersteller von Medizinprodukten
für regenerative Medizin - vor allem der Knochen- und Geweberegeneration -, in
die Lage versetzen, mit ausstehenden Kaufpreisforderungen zum Ende diesen
Jahres 2010 eine Liquidität von mehr als 7 Mio. Euro zu zeigen. Nach unserer
Einschätzung könnten dann zum Jahreswechsel noch mehr als 2 Mio. Euro
zusätzliche Kaufpreisforderungen offen sein. Curasan
vollzieht dieses Jahr einen Kraftakt, der für die Unternehmensgröße (24
Mitarbeiter) durchaus weit überdurchschnittlich ist. Dabei ist der
Firmengründer und CEO Hans Dieter Rössler in seiner Kreativität unschlagbar.
Allein dieses Jahr hat er schon fast ein Dutzend Erfolgsmeldungen erzielen
können – sei es, ob es die Gründung einer neuen US-Vertriebstochter ist,
ob es sich um die Zulassung des Cerasorb®, BoneOptimizers®handeltoder dass die
Produktpalette durch komplementäre Produkte erweitert wird – immer wieder
überzeugt CEO Rössler seine Anteilseigner, dass die Firma „voll unter
Dampf steht“. Und
jetzt ist dem erfolgreichen Firmenchef das lang verdiente Glück auch noch hold.
Ein Update in den Analystenschätzungen gibt es noch nicht, aber nach unserer
Meinung könnte das EPS für 2010 in der Größenordnung zwischen 20 Cent und 25
Cent je Aktie liegen. Aber das ist ja nicht alles, was Curasan zu bieten hat.
Zur oben genannten Cash Forderung kommen noch weiter erhebbare Assets, die auch
in der Größenordnung von 8 – 10 Mio. Euro zu veranschlagen sind und nicht
unbedingt im Produktportfolio von Curasan bleiben müssen, sondern veräußert
werden könnten. Gedacht ist beispielsweise an die Erweiterung von Curavisc®.
Dies ist nur eines von mehreren Beispielen, die der Firmenchef neulich in einem
Interview genannt hat. Ist
die Aktie nach dem Kurssprung noch kaufbar? Ich glaube ja, denn Rössler weist
darauf hin, dass ein weltweit agierenden Player aus der Branche mit der
derzeitigen Cursan Produktpipeline einen Umsatz von 200 Mio. bis 300 Mio. US$
erzielen könnte. Denn die Tatsache, das im Bereich der Medizintechnik bis zum
Zwanzigfachen Jahresumsatz als Kaufpreis bezahlt wird, dies ist keine
Seltenheit. Ich
möchte jetzt nicht übermütig werden, aber die schon früher herumgereichten
Kursziele von 10 Euro je Curasan Aktie halte ich in den nächsten 2 – 3
Jahren für absolut nicht ausgeschlossen. Ihr
Christoph Martin Chefredakteur
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