Deutz


WKN: 630500 ISIN: DE0006305006
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Meldung
Die Aktie des im SDAX notierten Motorenherstellers Deutz hat einen Kolbenfresser. Investoren befürchten, dass das Geschäft künftig kräftige Bremsspuren aufweisen wird. Vorstandschef Helmut Leube will durch die Zusammenlegung von Werken kräftig Kosten sparen. Das kostet aber erst einmal kräftig Geld, während die Einsparungen noch eine Weile auf sich warten lassen.

Um 45 Prozent ist die Aktie von Deutz seit dem Hoch vom Februar eingebrochen: Damit notiert sie wieder auf dem gleichen Niveau wie im August 2008. Der SDAX hat gegenüber damals hingegen stark zugelegt. Nach der Vorlage der Halbjahreszahlen setzte sich der Abwärtstrend bei Deutz nahtlos fort. Der Motorenhersteller hatte zwar im zweiten Quartal den Umsatz um zehn Prozent auf 410,7 Mio. Euro gesteigert. Enttäuscht hat Investoren aber vor allem der Auftragseingang. Er war um 27 Prozent auf 332,6 Mio. Euro eingebrochen und lag damit weit unter den Erwartungen der Analysten. Die Book-To-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz lag damit bei lediglich 0,81. Werte unterhalb von eins deuten auf einen künftigen Rückgang des Umsatzes hin. Während der mit weitem Abstand größte Umsatzlieferant, das Geschäft mit Motoren für Mobile Arbeitsmaschinen, wie Bagger und Dampfwalzen, zuletzt florierte, ist das Geschäft im Automotive-Bereich stark geschrumpft.

Deutz bietet die Anfang 2014 in Europa eingeführte Euro-6-Abgasnorm nicht an. Das könnte das Geschäft auch in den nächsten Quartalen beeinträchtigen.

Hohe Abhängigkeit vom Heimatmarkt

Ein weiterer Belastungsfaktor für die Aktie könnte die hohe Abhängigkeit vom Geschäft in Europa sein. Im ersten Halbjahr steuerte die Region fast drei Viertel der Konzernerlöse von Deutz bei. Zuletzt haben sich die Perspektiven für die Wirtschaft in der Euro-Zone allerdings erheblich eingetrübt. So lagen zuletzt etliche Konjunkturdaten wie die Industrieproduktion unter den Erwartungen der Volkswirte. Und mit der Verschärfung der Sanktionen gegen über Russland und den russischen Gegenmaßnahmen wächst die Gefahr, dass sich die Konjunktur in Europa noch weiter abkühlt.

Vorstand drückt auf die Kostenbremse

Obwohl der Auftragsbestand Ende Juni auf nur mehr 346,9 Mio. Euro gesunken ist, und damit kaum mehr ein Quartal reicht, gab sich Vorstandschef Helmut Leube zuversichtlich. Er will im Gesamtjahr den Umsatz im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigern. Die operative Marge vor Sondereffekten soll bei mehr als vier Prozent liegen. Der Firmenlenker drückt kräftig auf die Kostenbremse. In den nächsten beiden Jahren wird der Konzern „den Standort Köln-Deutz räumen und am größten Standort Köln-Porz ein neues Wellenzentrum zur Fertigung von Nocken- und Kurbelwellen errichten. Darüber hinaus wird das Werk in Übersee am Chiemsee geschlossen und die Austauschmotoren-Fertigung in das Montage-Werk in Ulm integriert.“ Die Standortoptimierungen haben im zweiten Quartal Kosten von 13,9 Mio. Euro verursacht. Im Gesamtjahr soll sich der Wert auf bis zu 20 Mio. Euro summieren. Die Maßnahmen sollen ab 2016 zu deutlichen Ergebnisverbesserungen führen. 2014 werde die operative Marge nach Einmaleffekten mehr als drei Prozent erreichen nach 3,3 Prozent im Vorjahr.

Analysten sind skeptisch

Die Finanzprofis haben sich von Leubes Zuversicht nicht beeindrucken lassen. Nach der Vorlage der Halbjahreszahlen hagelte es etliche negative Analysenkommentare. So empfehlen beispielsweise die Analysten der Commerzbank und der Deutschen Bank das Papier lediglich zu „halten“. Und die Analysten von Goldman Sachs können sich trotz eines Kursziels von 7,10 Euro bei einem aktuellen Kurs von 4,50 Euro lediglich zu einem „neutral“ durchringen. Hingegen rät die UBS mit Kursziel 3,70 Euro zum Verkauf. Nach dem Kursrutscht ist die SDAX-Aktie mit einem 2015er-KGV von 9,5 bewertet. Das zeigt wie skeptisch die Investoren sind. Anleger sollten von der Seitenlinie aus zuschauen und erst einmal abwarten, bis der Motor die Leerlaufdrehzahl erreicht hat.



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