Der Zukunftsfonds


WKN: A2DTM6 ISIN: DE000A2DTM69
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Meldung
Wien (www.fondscheck.de) - Mit ihrem Zukunftsfonds (ISIN DE000A2DTM69 / WKN A2DTM6 ) wollen Kai Diekmann und Lenny Fischer den Deutschen das Fondssparen schmackhaft machen, so die Experten von "FONDS professionell".


Investmentchef Fischer erkläre, welche Anlagestrategie das vor einem Jahr gestartete Mischportfolio verfolge.

Zwei Jugendfreunde und ein Fonds: Der Ex-Investmentbanker Leonhard "Lenny" Fischer und einstige "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann hätten vor einem Jahr den Zukunftsfonds gestartet. Mit dem bislang vorwiegend online vertriebenen Vehikel wolle das Duo die auf den Sparkonten zinslos dahinschlummernden Milliarden der Deutschen anlocken.

Im ersten Teil eines Interviews, das jüngst auf FONDS professionell ONLINE erschienen sei, hätten Diekmann, Fischer und Mitgründerin Martha Böckenfeld berichtet, welche Lektionen sie im ersten Jahr im Fondsgeschäft gelernt hätten. Im zweiten Teil erläutere nun Fischer als Leiter des Anlageausschusses, wie weit der vor einem Jahr angekündigte Einsatz von künstlicher Intelligenz gediehen sei. Das Management des Zukunftsfonds übernehme die Freiburger Greiff Capital Gesellschaft von Volker Schilling.

Herr Fischer, den Zukunftsfonds lancierten Sie mitten in eine Marktkorrektur hinein. Bislang notiert der Fondskurs noch im Minus - ein Erlebnis, das Sparer auf Dauer abschrecken kann. Bereuen Sie, den Start nicht verschoben zu haben?

Leonhard Fischer: Nein, ich bin nicht der Auffassung, dass wir zum falschen Zeitpunkt gestartet sind. Denn wir konnten unser Produktversprechen einlösen: eine geringe Volatilität zu bieten. Jetzt setzen wir natürlich all unseren Ehrgeiz daran, eine Rendite für unsere Kunden zu erwirtschaften. Klar wäre es taktisch besser gewesen, zum Tiefstand der Märkte zu starten. Aber diesen Moment abzupassen ist einfach unmöglich. Zudem war es ganz gut, dass wir unsere Portfolio- und Risikomanagementsysteme direkt einem Lackmustest unterziehen konnten. Vom Start weg hat uns das turbulente Marktumfeld massiv herausgefordert. Das ist ein gutes Umfeld, um seine Prozesse, seine Annahmen und seine Strategie zu überprüfen.

Wie sieht Ihre Anlagestrategie aus?

Fischer: Unsere Investmentphilosophie fußt auf drei Pfeilern. Erstens verfolgen wir einen konservativen Ansatz. Eines unserer zentralen Anliegen ist, dass wir Anleger aus dem Sparbuch weg hin zum Kapitalmarkt führen möchten. Wir unternehmen daher alles, um das Geld unserer Anleger zu schützen. Zweitens versuchen wir, international anzulegen. Das betrifft insbesondere den Anleihen-Teil. Denn gerade im deutschen sowie im Euro-Raum findet sich praktisch keine Verzinsung mehr. Als dritten Punkt schichten wir sehr aktiv zwischen den Anlageklassen um und nutzen konsequent die gesamte Bandbreite unserer Aktienquote. Diese kann zwischen null und vierzig Prozent rangieren. Über das vergangene Jahr hinweg hielten wir die Aktienquote jedoch sehr niedrig.

Den größten Posten in dem Fonds nimmt rund ein Jahr nach dem Start noch der Kasse-Bestand mit fast 40 Prozent ein. Wann ist das Fondsvermögen voll investiert?

Fischer: Wir operierten wegen der Marktlage sehr lange mit einer hohen Cash- und einer niedrigen Aktienquote. Letztere fuhren wir erst über die vergangenen drei Monate systematisch hoch. Zudem können wir die Aktienquote reicht einfach und taktisch steuern, etwa über Indexfutures. Den Anleiheteil hingegen wollen wir kontinuierlich und durch die Auswahl einzelner Bonds aufbauen. Hier haben wir uns zunächst Zeit gelassen, was sich als richtig herausstellte.

Wieso dauert es länger, den Renten-Teil des Portfolios zu bestücken?

Fischer: Bei Aktien lässt sich trefflich darüber streiten, ob aktives Management eine Mehrrendite gegenüber dem Markt liefert. Bei Anleihen bin ich hingegen der festen Überzeugung, dass eine kluge Auswahl einen Vorteil verschaffen kann. Daher verwenden wir viel Mühe darauf, einzelne Bonds herauszupicken.

Zum Start vor einem Jahr kündigten Sie an, dass beim Portfoliomanagement auch künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen soll. Was ist daraus geworden?

Fischer: Grundsätzlich sind die Empfehlungen des Anlageausschusses immer einstimmig. Neben unserer eher subjektiven Einschätzung der Marktlage wollen wir auch die künstliche Intelligenz als weiteres, objektives Element hinzunehmen. Sie soll praktisch als vierter Diskussionspartner in dem Gremium teilnehmen.

Wie setzten Sie die Technik konkret ein?

Fischer: Derzeit stecken wir noch in der Entwicklungs- und Testphase, kommen aber Schritt für Schritt voran. Wir werden auf Wirtschafts- und Konjunkturdaten zurückgreifen. Aus diesen wird dann ein Algorithmus Signale für unsere Positionierung in Aktien, Anleihen, Währungen oder Rohstoffen destillieren. Wir arbeiten beim Aufbau der Technologie mit einem externen Partner zusammen.

Mit wem?

Fischer: Unseren Partner können wir derzeit leider noch nicht nennen. Wir müssen uns noch in einigen Punkten einigen.

Wählt der Algorithmus auch einzelne Titel aus?

Fischer: Nein, die Technik soll nur bei der Aufteilung des Vermögens über die verschiedenen Anlageklassen greifen. Die Einzeltitelauswahl wird noch schweißtreibende Handarbeit bleiben.

Ein weiteres großes Investment des Fonds ist Gold. Das Edelmetall macht gut neun Prozent des Fondsvermögens aus. Deuten die Signale auf einen Abschwung?

Fischer: Ende vergangenen Jahres fiel ja sehr deutlich auf, dass die US-Notenbank FED beim kleinsten Gegenwind an den Märkten ihren geldpolitischen Kurs komplett dreht. Wir gelangten zu der Auffassung, dass diese Art der Geldpolitik neben Aktien und Immobilien irgendwann auch wieder Gold nach oben schwemmen muss. Zudem sehen wir das Edelmetall als Absicherung für den Fall, dass es wieder Turbulenzen im Finanzsystem geben sollte. Die Gold-Position ist zwar auch nicht übermäßig groß, dennoch sind wir davon überzeugt. Gold ist durchaus ein Statement von uns.

Vielen Dank für das Gespräch. (21.05.2019/fc/a/f)


 

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