Spotify


WKN: A2JEGN ISIN: LU1778762911
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Meldung

Es ist oft ein bullisches Signal, wenn Führungskräfte und andere Insider mit ihrem eigenen Geld eine Aktie auf dem offenen Markt kaufen. Die Investoren achten sehr darauf, denn es ist eine Wette von Unternehmensinsidern, die das Unternehmen besser als jeder andere verstehen. Sie kennen das Unternehmen und seine Perspektiven besser als jeder externe Investor.

Das gilt auch, wenn ein Insider Optionen vom Unternehmen kauft, die einen hohen Wert der Aktie voraussetzen, damit sie überhaupt etwas wert seind. Genau das hat der Gründer und CEO von Spotify (WKN:A2JEGN), Daniel Ek, im Juli getan.

Die Investition

Am 1. Juli 2019 investierte Ek 14,6 Mio. Euro in Optionen, die ihn zum Erwerb von 800.000 Spotify-Aktien zu einem Preis von 190,09 US-Dollar pro Aktie berechtigen. Die Optionen laufen am 1. Juli 2022 aus. Da die 800.000 Optionen 14,6 Mio. Euro kosten, kostet jede Option 18,25 Euro. Das entspricht 20,71 US-Dollar pro Option, da ein Euro am 1. Juli 1,135 US-Dollar entsprach.

Zwischen dem Ausübungspreis von 190,09 US-Dollar und den Kosten der Option von 20,71 US-Dollar muss Spotify bis Juli 2022 bei 210,80 US-Dollar handeln, nur damit Ek, unter der Annahme eines konstanten Wechselkurses, keine Verluste macht. Am 1. Juli schloss Spotify bei 145,29 US-Dollar pro Aktie, was bedeutet, dass es von dort aus einen Anstieg von 45 % geben muss, nur um kein Geld dabei zu verlieren. Das ist eine jährliche Rendite von etwa 13 % für drei Jahre, wiederum nur um die Gewinnschwelle zu erreichen. Aber niemand kauft Investitionen, nur um nichts zu verlieren. Er wettet also darauf, dass Spotify viel mehr steigt.

Sicherlich ist Ek bereits hoch motiviert, Spotify und seinen Aktienkurs langfristig steigen zu sehen. Als Unternehmengründer ist Spotify seine Schöpfung und sein Lebenswerk. Er besitzt außerdem etwa 31,8 Mio. Aktien im Wert von etwa 4,8 Mrd. US-Dollar zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes. Also hat er auch ohne diese Investition bereits viel zu verlieren. Das neue Investment signalisiert, dass er ausdrücklich erwartet, dass die Aktie in den nächsten Jahren stark steigen wird. Als Aktionär ist das ein sehr ermutigendes Signal, das man vom Gründer und CEO eines Unternehmens bekommt.

Warum er die Wette eingeht

Es ist klar, dass Ek die Wette abgeschlossen hat, weil er die Aussichten sehr optimistisch einschätzt. Insbesondere glaubt er wahrscheinlich an die Aussichten, die Gewinne und Margen durch die Expansion in Podcasts und den “zweiseitigen Marktplatz” deutlich zu steigern. Dort will das Unternehmen im Wesentlichen Werbung und andere wertvolle Daten an die Musiklabels und Künstler verkaufen.

Die Gewinnmargen in Spotifts Kerngeschäft Musik-Streaming sind zumindest im Moment noch begrenzt, da ein Großteil der Einnahmen an die Inhaber der Musikrechte – die Musiklabels, Verlage und Songwriter – ausgezahlt wird. Aber Podcasting und der zweiseitige Marktplatz sind beides Geschäfte mit höheren Margen.

Wenn Spotify beispielsweise eigene Podcast-Inhalte produziert, behält Spotify die gesamten Werbeeinnahmen aus diesen Podcasts. Je mehr Zuhörer es hat, desto mehr Einnahmen und Gewinne werden erzielt. Das ist ähnlich wie die Kosten bei Netflix. Es sind Festpreisangebote – die Kosten für einen bestimmten Inhalt bleiben flach, unabhängig davon, wie viele Leute ihn ansehen oder wie viele Abonnenten das Unternehmen hat.

In ähnlicher Weise zahlt Spotify feste Preise an Podcast-Talente, was bedeutet, dass es die gesamten Werbeeinahmen, nachdem diese Fixkosten gedeckt sind, behalten kann.  Spotify’s CFO Barry McCarthy (der zuvor der CFO von Netflix war und plant, sich im Januar zur Ruhe zu setzen) sagt: “Was das Streaming für Netflix ist, wird Podcasting für Spotify sein.”

Und mit dem Marktplatz verkauft Spotify den Labels das Recht, bestimmte Musik bei bestimmten Nutzern zu promoten, von denen Spotify weiß, dass sie interessiert sind. Das sind dann Einkünfte mit sehr hohen Margen. Wenn also Podcasting und der Marktplatz erfolgreich sind, sollten die Gewinnmargen von Spotify in den nächsten zwei bis drei Jahren deutlich steigen und dazu beitragen, die Investition von Ek in die Optionen zu rechtfertigen.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Dieser Artikel wurde von Andrew Tseng auf Englisch verfasst und am 26.12.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Spotify Technology.

Motley Fool Deutschland 2020

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