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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Serviceware-AktienAnalysevom Anlegermagazin "Der Aktionär":

Michael Schröder von "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Serviceware SE (ISIN: DE000A2G8X31, WKN: A2G8X3, Ticker-Symbol: SJJ) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.


Mit der Digitalisierung von Serviceprozessen könnten Firmen effizienter arbeiten. Serviceware sei auf dem Weg, in diesem Wachstumsmarkt ein Top-Player zu werden. Setze die Gesellschaft ihre eigenen Ziele weiter um, dürfte die Aktie weiter an Wert zulegen. Daher sollten Anleger mit Weitblick heute schon an morgen denken und einer Position dem Depot beimischen.

Größe sei für Softwareunternehmen einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren. Daher befinde sich die im hessischen Bad Camberg ansässige Serviceware schon seit vielen Jahren auf Expansionskurs. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Erlöse seit der Gründung im Jahr 1998 liege im Bereich um 25 Prozent. Mit dem Geld aus dem Börsengang im April 2018 habe der Anbieter von Softwarelösungen für die Verbesserung der Servicequalität von Unternehmen (Enterprise Service Management - kurz ESM) das Wachstum noch einmal beschleunigen wollen.

Weitere Übernahmen, die Internationalisierung des Geschäfts und eine Stärkung des Vertriebs in Richtung Großunternehmen hätten auf der IPO-Agenda gestanden. Ein Blick auf den Nachrichtenticker zeige: Die Verantwortlichen des gründergeführten Unternehmens hätten bisher Wort gehalten. Die internationale Präsenz sei ausgebaut worden. Die Hessen hätten mittlerweile in Großbritannien und Skandinavien Fuß gefasst. Der erste Großkunde aus Frankreich sei gewonnen worden. "Unsere Plattform konnten wir ebenfalls erfolgreich weiter ausbauen, indem wir in den vergangenen Quartalen mit den Übernahmen von Cubus und Sabio die Bereiche Business Intelligence und Knowledge Management hinzugewonnen haben", erkläre Finanzvorstand Harald Popp gegenüber dem "Aktionär".

Zudem sei das Geschäft mit Großkunden weiter ausgebaut worden. "2019 hat beispielsweise die deutsche Flugsicherung entschieden, in allen ihren Luftkontrollzentren Software einzusetzen, die auf unseren Lösungen aufsetzt", so der Finanzchef. Wichtige Zwischenziele seien damit erreicht worden. "Aber natürlich ist das erst der Anfang und wir machen weiter", so Popp. Dass sich der Finanzchef nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen wolle und weiter Zeit und Geld investiere, habe einen guten Grund: Der ESM-Markt sei vergleichsweise jung. Die Marktanteile für Anbieter von Softwarelösungen würden jetzt verteilt und da gelte es, den Anschluss nicht zu verpassen.

Es sei ein absoluter Wachstumsmarkt. Mit der Software von Serviceware könnten Unternehmen ihren Kundenservice digitalisieren, alle Prozesse aus einer Hand steuern und so ihre Qualität und Effizienz verbessern. "Dazu stellen wir eine Plattform zur Verfügung, die aus mehreren Modulen besteht", erkläre der Finanzvorstand. "Nehmen wir als Beispiel ein großes Wohnungsunternehmen als unseren Kunden an. Wenn sich dort ein Mieter mit einem Problem meldet - einer defekten Heizung beispielsweise -, wird die gesamte Bearbeitung dieser Anfrage mit unseren Softwarelösungen gemanagt. Ein Modul dient der digitalen Erfassung und Bearbeitung dieser Anfrage. Das nächste Softwaremodul steuert dann beispielsweise den Einsatz eines Außendienstmitarbeiters des Wohnungsunternehmens, wenn der erforderlich wird. Ein drittes Modul analysiert und misst die Kosten des gesamten Serviceprozesses."

Mit einem weiteren Softwaremodul würden sich sogar ganze Serviceeinheiten als Business Units oder Tochtergesellschaften betriebswirtschaftlich steuern lassen. "Mit unserer Plattform bieten wir ein komplettes Angebot für digitale Serviceprozesse und haben uns damit in Europa eine führende Marktstellung aufgebaut. Aber natürlich kann man die Module auch alle einzeln nutzen."

Im wichtigen europäischen Softwaremarkt Großbritannien wolle Popp den Erfolg aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden wiederholen und so in Sachen Internationalisierung "die PS nun weiter auf die Straße bringen". Bei der Großkundengewinnung agiere Serviceware im In- und Ausland mit einem breiten Branchenmix. Zehn der 30 DAX-Unternehmen würden bisher zu den Kunden zählen - Tendenz steigend. Zudem scheine es nicht ausgeschlossen, dass die Gesellschaft schon bald bei einer weiteren Akquisition Vollzug melden könne.

Im Gespräch werde schnell klar: Popp und sein Team würden ihre Expansionsagenda konsequent weiter abarbeiten - mit Erfolg. Das für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 (zum 30. November) geplante Umsatzplus von 15 bis 30 Prozent dürfte dabei sicher erreicht werden.

Bei allem Wachstum verliere der Finanzchef auch die Profitabilität nicht aus den Augen, habe hier aber klare Planvorgaben: "Der letzte Prozentpunkt Gewinnmarge steht für uns in der aktuellen Phase des Wachstums und der Marktaufteilung kurzfristig nicht im Vordergrund", stelle Popp klar. "Jetzt investieren wir und in der mittelfristigen Zukunft werden wir dann ernten."

Eine Herausforderung für Serviceware bleibe - ähnlich wie für alle Branchenvertreter -, die passenden Mitarbeiter zu rekrutieren. "Dabei waren wir sowohl in den IT-Fachbereichen als auch im Vertrieb erfreulicherweise in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich, abzulesen auch in unseren Zahlen. Nun müssen die neuen Mitarbeiter schnell produktiv werden und im Vertrieb weitere Erfolge zeigen. Das zeichnet sich ab, erfordert aber selbstverständlich hohes Engagement aller Beteiligten", wisse der Finanzchef.

Gelinge es dem Vorstand, die Gesellschaft weiter erfolgreich durch die aktuelle Wachstumsphase zu manövrieren, dann sollte die Marge durch Skaleneffekte, Cross-Selling und die gute Marktposition mittelfristig deutlich nach oben gehen. "Jeder weiß, welche Margen im IT- und Softwarebereich möglich sind und natürlich ist das auch unsere Benchmark, aber aus einer Position als deutlich größeres, international marktführendes Unternehmen heraus", zeige sich Popp zuversichtlich. "Bislang haben wir im Cross-Selling und bei der Vermarktung unserer einzigartigen Plattform nur einen Bruchteil unserer Margenpotenziale gehoben."

Im Vergleich zum US-Marktführer Servicenow, bei dem in Zukunft der ehemalige SAP-Vorstand Bill McDermott das Zepter schwinge, sei die Aktie schon jetzt günstig bewertet. Während die Amerikaner bei einer Marktkapitalisierung von 46 Milliarden Dollar mit dem 13fachen Umsatz bewertet würden, werde das heimische Softwareunternehmen nur mit dem 2,3fachen Jahresumsatz gehandelt. Zudem sei die Branche immer in Bewegung: Für die Übernahme des Wettbewerbers Apptio habe die Investmentgesellschaft Vista Equity Ende 2018 nur zwei Jahre nach dessen Börsengang knapp zwei Milliarden Dollar und damit eine Prämie von 50 Prozent gezahlt.

Ebenfalls interessant: Im dritten Quartal hätten die Hessen mit der Technischen Universität Darmstadt die Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) gestartet. "Mit KI lassen sich digitale Serviceprozesse perspektivisch auf ein ganz neues Niveau heben, besonders in der Umsetzung der Prozesse und im Bereich Knowledge Management", begründe Popp diesen Schritt.

Die Ausgangslage sei gut. Serviceware habe gute Chancen, den Markt für digitale Softwareprozesse in Unternehmen als relevanter Player aktiv mitzugestalten. Setze die Gesellschaft ihre strategischen Ziele weiter konsequent um, wachse überproportional und gewinne Marktanteile, dürfte sich die Aktie weiter von ihren Tiefstständen lösen. Zieht dann mit entsprechender Größe auch die Profitabilität nach, sollte der Kurs der Software-Aktie auch die richtige Größe erreichen, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 20.11.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Serviceware-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Serviceware-Aktie:
14,40 EUR -0,07% (20.11.2019, 10:23)

Tradegate-Aktienkurs Serviceware-Aktie:
14,568 EUR +0,46% (20.11.2019, 10:12)

ISIN Serviceware-Aktie:
DE000A2G8X31

WKN Serviceware-Aktie:
A2G8X3

Ticker-Symbol Serviceware-Aktie:
SJJ

Kurzprofil Serviceware SE:

Serviceware (ISIN: DE000A2G8X31, WKN: A2G8X3, Ticker-Symbol: SJJ) Serviceware ist ein führender Anbieter von Softwarelösungen zur Digitalisierung und Automatisierung von Serviceprozessen, mit denen Unternehmen ihre Servicequalität steigern und ihre Servicekosten effizient managen können. Die einzigartige integrierte und modulare ESM-Plattform besteht aus den proprietären Softwarelösungen helpLine (Service Management), anafee (Financial Management), Careware (Field und Customer Service Management), SABIO (Knowledge-Management) und cubus (Corporate Performance Management / Business Intelligence). Serviceware hat mehr als 800 Kunden aus verschiedensten Branchen, darunter 9 DAX-Unternehmen sowie 4 der 7 größten deutschen Unternehmen. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Bad Camberg, Deutschland. Serviceware beschäftigt mehr als 450 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie auf www.serviceware.se. (20.11.2019/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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