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Achterbahnfahrt

Deutsche Qualitätsaktien kommen nicht vom Fleck, Tech-Aktien werden zu Fantasiepreisen gehandelt und Zinsen gibt es natürlich auch keine. Könnte es unter diesen Umständen eine gute Idee sein, sich bei Unternehmen in Sondersituationen umzuschauen? Deren Aktien könnten sich schließlich vervielfachen, sobald sie eine überzeugende Lösung für ihre Herausforderung finden.

Beispiele dafür gibt es immer wieder. Gerade am Donnerstag ist die Aktie von Diebold Nixdorf (WKN: 856244) um weitere 28 % gestiegen, sodass sie sich seit den Tiefs zum Jahresanfang mehr als verfünffacht hat. Lass uns deshalb einen Blick auf drei weitere Kandidaten werfen: Home24 (WKN: A14KEB), Steinhoff International (WKN: A14XB9) und Thomas Cook (WKN: A0MR3W).

Home24 – tocktock, jemand zu Hause?

Der Onlinemöbelhandel aus dem Imperium von Rocket Internet (WKN: A12UKK) ist bisher eine riesige Enttäuschung. Der Chart zieht wie ein Strich in Richtung null. Aber ist Home24 wirklich ein Pleitekandidat, wie der Chartverlauf suggeriert?

Immerhin muss man feststellen, dass die Marktkapitalisierung in Höhe von 78 Mio. Euro (25.07.) weit unter den beim Börsengang eingesammelten knapp 150 Mio. Euro liegt. Dabei wurde dieses Geld auf den ersten Blick durchaus sinnvoll investiert. Kürzlich wurde ein weiteres Logistikzentrum in Halle bezogen, von dem aus internationale Märkte beliefert werden sollen. Auch das Eigenmarkensortiment wird kontinuierlich ausgebaut. Zudem wird die technische Basis mit Hochdruck vorangetrieben.

Das Problem ist wohl, dass das Management es bisher nicht so gut wie erhofft hinbekommt, die dynamische Entwicklung der Organisation in den richtigen Bahnen zu halten. Ein Teil des Geldes wurde so sicherlich wenig wertschöpfend verbrannt. Außerdem ist der Möbelhandel ein schwieriges Geschäft, weil die Kauffrequenz gering ist und viele Kunden Wert darauf legen, ihre Wunschobjekte zunächst real in Augenschein zu nehmen. Es besteht also eine reale Chance, dass Home24 scheitert, weil das Konzept nicht aufgeht.

Andererseits kann das Management auf die wachsende internationale Präsenz und Jahresumsätze im Bereich von 400 Mio. Euro verweisen. Außerdem adressiert Home24 die vorgenannten Knackpunkte mit Showrooms einem wachsenden Angebot an Deko- und Einrichtungsartikeln.

Mein Urteil: Home24 ist da, um zu bleiben. Ein Vervielfacher ist hier durchaus wahrscheinlich, aber zunächst ist weiterhin mit einer holprigen Entwicklung zu rechnen.

Steinhoff – noch Hoffnung im Einrichtungshaus?

Steinhoff braucht keine Showrooms, denn die Konzernmarken verfügen über Tausende Standorte weltweit. Die verbleibenden Töchter der Holding befinden sich teilweise auf einem aussichtsreichen Expansionskurs. So hat etwa Pepco auch im Juli wieder diverse Standorte eröffnet, zuletzt in Białystok in Ostpolen. Poundland wiederum bezieht gerade in Birmingham zusätzliche Ladenflächen.

Die Holding selbst befindet sich jedoch im Klammergriff der Gläubiger. Die Schulden sind zu hoch, das Eigenkapital zu niedrig und die Liquidität ständig am Rande des Kollapses. Weil die Einnahmen nicht ausreichen, um die exzessiven Zinsansprüche und stark erhöhten Beraterkosten zu bedienen, müssen regelmäßig Konzernteile versilbert werden.

Mein nachdenkliches Fazit nach der Vorlage der Bilanz wird derzeit dem Anschein nach auch von der übrigen Anlegerschaft geteilt. Der Kurs ist auf bestem Wege, neue Tiefs zu erkunden. Unter bestimmten Umständen ist jedoch ein Turnaround noch immer möglich.

Erforderlich wären dafür einige positive Entwicklungen, wie zum Beispiel die folgenden:
– Laufende Klagen gegen Steinhoff haben keine einschneidenden Folgen.
– Die Expansion von Pepkor Europe geht erfolgreich weiter.
– Der darbende Aktienkurs von Pepkor Südafrika legt wieder deutlich zu, um das negative Eigenkapital auszugleichen.

Wenn dann noch alles andere eher positiv als negativ überrascht, wird Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Insgesamt wird man jedoch sehen müssen, ob die Gläubiger überhaupt eine Lösung zulassen, die Steinhoff eine echte Chance gibt, oder ob es nur darum geht, hohe Zinsen abzugreifen und ansonsten das Gebilde zu zerschlagen.

Mein Urteil: Steinhoff kann noch immer den Hals aus der Schlinge ziehen und würde dann in sehr ferner Zukunft möglicherweise wieder Nettogewinne in dreistelliger Millionenhöhe schreiben, di mehrfach höhere Aktienkurse rechtfertigen würden. Dafür muss aber sehr viel Gutes zusammenkommen. Kurzfristig sind die Abwärtsrisiken deutlich größer als die Chancen.

Thomas Cook – pauschal ausgekocht?

Ähnlich schwere Zeiten macht aktuell Thomas Cook durch. Allerdings zeichnet sich bereits eine Lösung ab für den Fortbestand des deutsch-englischen Reisekonzerns. Wenn es nach dem Willen des Großaktionärs Fosun geht, würde dieser die Mehrheit des Tour-Operator-Geschäfts übernehmen können, während die Gläubiger bei der Holding und der verbleibenden Airline die Macht an sich reißen würden. Im Gegenzug versprechen sie eine Kapitalspritze, die beiden Teilen eine Zukunft gibt.

Die Bestandsaktionäre stehen folglich vor einer massiven Verwässerung. An Holding und Airline würde ihr prozentualer Anteil voraussichtlich auf 10 % oder noch deutlich weniger schrumpfen, solange sie sich nicht an einer etwaigen Eigenkapitalerhöhung beteiligen. Den aus dem geplanten Deal folgenden indirekten Anteil am Pauschalreisegeschäft würde ich auf maximal 4 % schätzen.

Aber immerhin: Ein kleiner Anteil an beispielsweise einer Milliarde Euro ist immer noch besser als ein großer Anteil an Nichts. Aktuell wird der ganze Konzern mit gerade einmal 79 Mio. Euro bewertet, was ganz gut zu meinem hier dargelegten Szenario passt. Wenn die Rekapitalisierung durch ist und das Management sich wieder voll darauf konzentrieren kann, den Betrieb auf Vordermann zu bringen, sind weitere Zugewinne möglich.

Zunächst müssen sich allerdings Aktionär Fosun und die Fremdkapitalgeber auf die Modalitäten einigen, und davon hängt auch für die restlichen Aktionäre eine Menge ab. Je höher der Kurs für die Eigenkapitalerhöhung festgelegt wird, desto geringer die Verwässerung. Fällt er hingegen unverschämt tief aus, wäre sogar daran zu denken, selbst daran teilzunehmen, anstatt sich vollkommen über den Tisch ziehen zu lassen.

Mein Urteil: Ich erwarte, dass Aktionäre, die jetzt bei Kursen um 5 Pennys an ihren Aktien festhalten oder frisch einsteigen, durch den Deal kein weiteres Geld verlieren. Allerdings könnte er immer noch scheitern. Zudem ist schwer vorstellbar, dass die Airline sich plötzlich zu einer schnell wachsenden Ertragsperle entwickelt. Eine Verdopplung könnte jedoch drin sein, sodass das Chancen-Risiko-Profil einem Münzwurf ähnelt.

Wo also investieren?

Die hier betrachteten Unternehmen haben sehr unterschiedliche Geschichten hinter sich. Sich damit zu beschäftigen kann überaus lehrreich sein, selbst wenn du dein Pulver hier lieber trocken hältst. Wer sich jedoch hineinwagt, sollte sich bewusst darüber sein, dass alles bis hin zum Totalverlust möglich ist.

Wenn ich aktuell wählen müsste, würde ich mich für Home24 entscheiden, weil mir die Chancen eher größer als bei den anderen erscheinen und die Risiken auf dem nun stark reduzierten Niveau nicht mehr übertrieben hoch wirken.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Ralf Anders besitzt Aktien von Diebold Nixdorf und Steinhoff International. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

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