Merck KGaA


WKN: 659990 ISIN: DE0006599905
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Meldung
München (www.aktiencheck.de) - Merck-AktienAnalyseder Bank Vontobel Europe AG:

Der Technologie- und Pharmakonzern Merck (ISIN: DE0006599905, WKN: 659990, Ticker-Symbol: MRK, Nasdaq OTC-Symbol: MKGAF) sieht den globalen Halbleitermarkt nach dem Rückgang in 2019 wieder auf Wachstumskurs, so die Bank Vontobel Europe AG in einer aktuellen Veröffentlichung.


Merck-Chef, Stefan Oschmann, prognostiziere, dass die weltweite Datenmenge exponenziell wachsen werde und daher Mikrochips stark nachgefragt würden. Dies werde zu einer Trendwende auf dem globalen Halbleitermarkt mit anvisierten Wachstumsraten von bis zu 30% führen. Im Herbst 2019 habe das Darmstädter Wissenschafts- und Technologieunternehmen bereits den US-Halbleiterhersteller Versum für EUR 5,8 Mrd. übernommen. Mit dem Kauf von Versum habe Merck somit wesentliche Lücken in ihrem Portfolio schließen können und decke nun alle Stufen der Chipherstellung ab. Der Markt für Elektromaterialien werde derzeit noch stark vom Displaygeschäft bestimmt, der aus der Verarbeitung von Flüssigkristallen und organischen Leuchtdioden (OLED) bestehe. Besonders im OLED-Markt werde in Zukunft ein starkes Wachstum erwartet. Merck sei bereits 2007 über die Akquisition von AZ Electronic Materials der Einstieg in das Halbleitergeschäft gelungen. Dieser solle infolge des Kaufs des US-amerikanischen Halbleiterhersteller Versum konsequent weiterverfolgt werden (Quelle: "Focus").

Seit Oschmann 2016 die Geschäftsleitung übernommen habe, richte er den Konzern konsequent auf Innovation aus. Er arbeite etwa zusammen mit Partnern, vorwiegend aus der Forschung, an der kompletten Digitalisierung der Laborausstattungen, welche die Merck-Sparte Life Science herstelle. Auch in der Pharmakologie und dem Technologiesegment für Display- und Halbleitertechnik setze Oschmann auf Zukunftsthemen. Technologische Innovationen wie Genomeditierung (Umprogrammierung von Informationen in DNA-Stücken) und Immunonkologie (Kontrollpunkte des Immunsystems, die sich auf den T-Zellen befänden und normalerweise eine überbordende Immunreaktion verhindern sollten) sollten weiterhin vorangetrieben werden. Der promovierte Veterinärmediziner sei nach Stationen bei den Vereinten Nationen, dem Verband der Chemischen Industrie und leitenden Funktionen beim US-Konzern MSD 2011 zur Merck KGaA gekommen (Quelle: "Euro am Sonntag").

Die Pharmakonzerne Merck und Pfizer hätten mit ihrem Medikament Bavencio einen Erfolg gegen Blasenkrebs erzielt. Bavencio (Avelumab) biete die erste Immuntherapie, die in einer klinischen Studie als Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom (maligner Tumor des Übergangsgewebes) eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens belegt habe, habe der Entwicklungschef von Pfizers Onkologie-Sparte, Chris Boshoff, gesagt. Blasenkrebs sei den Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge die zehnthäufigste Krebserkrankung weltweit. Im Jahr 2018 seien weltweit mehr als eine halbe Million neue Fälle diagnostiziert worden, etwa 200.000 Menschen seien an der Erkrankung gestorben (Quelle: boerse.ard.de).

Der Darmstädter Pharmakonzern habe für sein Mittel gegen Multiple Sklerose die US-Genehmigung erhalten. Mehr als ein Jahrzehnt lang habe Merck auf diesen Moment hingearbeitet. Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe die Zulassung für das Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad erteilt. Merck dürfe das Mittel damit auch auf dem lukrativen US-Markt vertreiben, nachdem die europäische Zulassungsbehörde EMA bereits 2017 grünes Licht gegeben habe. Der Darmstädter Konzern erringe damit einen wichtigen Erfolg für seine rund EUR 6,2 Mrd. schwere Pharmasparte. In diesem Geschäft setze Merck vor allem auf organisches Wachstum, während es die deutlich kleinere Chemiesparte gerade durch die Übernahme der US-Firma Versum ausbaue.

Multiple Sklerose (MS) sei dadurch gekennzeichnet, dass Immunzellen die Umhüllungen von Nervenzellen angreifen und so neurologische Störungen, insbesondere Lähmungen, auslösen würden. Der Wirkstoff werde seit langem bereits bei der Behandlung spezieller Formen von Leukämie eingesetzt. Als MS-Medikament zeichne er sich durch ein besonderes Therapieschema aus: Die Mavenclad-Tabletten müssten nur an 20 Tagen in zwei Jahren eingenommen werden. Merck sehe den Wirkstoff dennoch als interessante neue Option für die jährlich etwa 50.000 Patienten in den USA, die nach einem Fortschreiten der Erkrankung die Therapie wechseln müssten. Der Patentschutz laufe noch bis 2026 (Quelle: "Handelsblatt").

Merck habe überzeugende Resultate für das Geschäftsjahr 2019 erzielt. Stärkster Wachstumstreiber sei die Sparte Life Science gewesen, die von der starken Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen für die Arzneimittelherstellung sowie nach Laborausrüstungen profitiert habe. Die Healthcare-Sparte sei profitabel gewachsen. Besonders gut hätten sich die neuen Medikamente gegen Multiple Sklerose und Krebs verkauft. Mit Versum stärke Merck seine Position als Zulieferer für die Halbleiter- und Displayindustrie. Mit der Übernahme von Versum solle das Wachstum weiter angekurbelt und die Rentabilität verbessert werden. Die Jahresprognose sei angehoben worden. Merck erwarte jetzt einen Umsatz von EUR 15,7 bis 16,3 Mrd. sowie ein bereinigtes EBITA von EUR 4,23 bis 4,43 Mrd. (Quelle: finanztrends).

Die Merck KGaA sei ein international ausgerichteter Konzern, der Hightech-Produkte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials entwickle, produziere und vertreibe. Das operative Geschäft sei in den Sparten Merck Serono, Consumer Health, Merck Millipore und Performance Materials sowie Sonstige gegliedert. Größter Umsatzträger sei Merck Serono, deren Portfolio rezeptpflichtige Arzneimittel umfasse. Die Sparte Consumer Health sei mit Produkten zur Gesundheitsvorsoge und Selbstmedikation befasst. Seit der Akquisition von Milipore in 2010, einem führenden Life Science Unternehmen, beinhalte die Sparte Performance Materials das Geschäft mit Flüssigkristallen und Materialien für eine energiesparende Beleuchtung (LED). Bei Perlglanz-Effektpigmenten, einer hochspezialisierten Nische des Pigmentmarkts, sei Merck nach eigenen Angaben Weltmarktführer. Merck Milipore vertreibe und entwickle Chemikalien, Instrumente und Verbrauchsmaterialien für Bio- und Pharmalabore (Quelle: "Handelsblatt").

Die Merck-Aktie werde aktuell bei EUR 109,05 (07.01.2020) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 110,35 gelegen (07.01.2020), das Jahrestief bei EUR 85,84 (07.01.2020). Bei Bloomberg würden neun Analysten die Aktie auf "buy", 14 auf "hold" und drei auf "sell" setzen. (Analyse vom 08.01.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Merck-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Merck-Aktie:
111,30 EUR +1,64% (08.01.2020, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Merck-Aktie:
112,90 EUR +1,67% (09.01.2020, 09:07)

ISIN Merck-Aktie:
DE0006599905

WKN Merck-Aktie:
659990

Ticker-Symbol Merck-Aktie:
MRK

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Merck-Aktie:
MKGAF

Kurzprofil Merck KGaA:

Merck KGaA ("Merck Gruppe") (ISIN: DE0006599905, WKN: 659990, Ticker-Symbol: MRK, Nasdaq OTC-Symbol: MKGAF), ein langfristig orientiertes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in mehrheitlichem Familienbesitz, ist in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials tätig. Rund 52.000 Mitarbeiter arbeiten daran, im Leben von Millionen von Menschen täglich einen entscheidenden Unterschied für eine lebenswertere Zukunft zu machen. In Mercks Unternehmensgeschichte von mehr als 350 Jahren waren und werden Menschen immer im Mittelpunkt stehen. Von der Entwicklung präziser Technologien zur Genom-Editierung über die Entdeckung einzigartiger Wege zur Behandlung von Krankheiten bis zur Bereitstellung von Anwendungen für intelligente Geräte - Merck ist überall. 2018 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro.

Wissenschaftliche Forschung und verantwortungsvolles Unternehmertum sind für den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt von Merck entscheidend. Dieser Grundsatz gilt seit der Gründung 1668. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümer des börsennotierten Konzerns. Merck hält die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Die einzigen Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo die Unternehmensbereiche von Merck als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftreten. (09.01.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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