paragon GmbH & Co. KGaA


WKN: 555869 ISIN: DE0005558696
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Meldung

  1. Unternehmensprofil

Die paragon AG wurde 1988 als Elektronikhersteller gegründet. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Delbrück in Nordrhein-Westfalen. In Suhl (Thüringen) sowie in den weiteren Zweigniederlassungen in St. Georgen (Baden-Württemberg) und Nürnberg (Bayern) befindet sich die Produktion.

Produkte und Marktanteile


Als Auftragsfertiger für Elektronik gegründet, ist paragon mittlerweile ein reiner Tier-1 Automobilzulieferer. Der Fokus liegt dabei auf Autoelektronik für den Innenraum mit Produkten zur Steigerung von Gesundheit, Komfort, Kommunikation sowie seit dem Jahr 2011 auch auf dem Thema Effizienz. Der Produktkatalog umfasst mehr als 170 Produkte bei einer Kapazität von 18 Millionen produzierten Einheiten p.a. Die paragon AG besitzt 250 Patente.

Viele Produkte der paragon AG besitzen Alleinstellungsmerkmale, etwa der Allgang-Sensor, welcher bereits beim Start eines Schaltvorganges erkennen kann, welcher Gang gerade eingelegt wird. Der Sensor ermöglicht weichere und gleichzeitig schnellere Schaltvorgänge und auch für den Fahrzeughersteller ergeben sich wirtschaftliche Vorteile, weil ein gesonderter Rückwärtsgangsensor nicht mehr erforderlich ist.

    1.  Kunden

Zu den Kunden von paragon zählen die großen internationalen Automobilhersteller. Zu diesen pflegt paragon langjährige Kundenbeziehungen. paragons Produkte werden von 23 Kunden für 172 Fahrzeugmodelle nachgefragt. Dabei entfallen auf die größten drei Kunden etwa 30%, 20% und 11% des Umsatzes. Etwa 67% der Erlöse werden durch Audi, VW, Daimler, BMW und Porsche bedingt (Stand März 2013). Mit Abstand größter Kunde ist der Volkswagen-Konzern, zu dem eine besonders lange und intensive Kundenbeziehung besteht. Ein Risiko besteht durch die Konzentration eines Großteils des Umsatzes aufgrund des Wachstums des Volkwagenkonzerns, was aber gleichzeitig auch Chancen bietet.

  1.  Ergebnisse des Geschäftsjahres 2013

Umsatz

Im GJ 2013 erwirtschaftete die paragon einen Umsatz von EUR 73,9 Mio., der 4,9% über Vorjahr, jedoch 1,4% unter unseren Schätzungen lag. Da sich in den ersten neun Monaten die Werksferien der Kunden sehr negativ auf den Umsatz auswirkten – Ende September 2013 lagen die Erlöse 4% unter dem Vorjahreswert – war der Grund für das solide Ergebnis ein hervorragendes viertes Quartal.

Auf Ebene der Geschäftsbereiche entwickelten sich „Elektromobilität“ (EUR 3,8 Mio. ggü. 7 Tsd. im Vorjahr) und „Karosserie-Kinematik“ (EUR 3,5 Mio. ggü. EUR 350 Tsd.) am besten, während „Cockpit“, einer der zwei größten Bereiche, einen deutlichen Rückgang verzeichnete (-17,3% auf EUR 27,3 Mio.). Im GJ 2013 baute paragon die Fertigungskapazitäten für „Elektro-Mobilität“ und „Karosserie-Kinematik“ am Standort Delbrück deutlich aus. Zudem wurden bedeutende Aufträge gewonnen bspw. von Vossloh-Kiepe für die Lieferung von Batterien für elektrisch angetriebene Busse sowie von einem deutschen Sportwagenhersteller für ein elektrisch angetriebenes Heckspoilersystem.

2013 im Vgl. zum Vorjahr und unseren Schätzungen

Zwischen Januar und Dezember 2013 erreichte das EBIT der paragon einen Wert von EUR 7,9 Mio. Es lag damit 1,9% über Vorjahr, aber 19,2% unter unseren Schätzungen. Hinsichtlich Kostenstruktur wurde einerseits bei den Materialkosten infolge von Einsparungen durch direkten Einkauf von höheren Stückzahlen eine Verbesserung von 50,6% im GJ 2012 auf 47,8% verzeichnet. Andererseits stieg der Anteil der anderen Aufwendungen am Umsatz an. Das Nettoergebnis ging noch stärker zurück als das EBIT (-14,8% auf EUR 4 Mio.; KRe: EUR 6,2 Mio.), da (1) aufgrund der im GJ 2013 ausgegebenen langfristigen Anleihe im Wert von EUR 10 Mio. die Zinskosten von EUR 1,1 Mio. auf EUR 1,5 Mio. anstiegen und (2) sich der effektive Steuersatz von 30,8% auf 38,6% erhöhte.

Bilanz und Cashflow

Ende Dezember 2013 waren die größten Bilanzpositionen langfristige verzinsliche Darlehen (EUR 20,2 Mio.), Cash (EUR 17,6 Mio.) und Eigenkapital (EUR 15,9 Mio.). Nach unserer Schätzung betrug das Working Capital EUR 4,7 Mio. nach EUR -2 Mio. im Vorjahr. Bei zinstragenden Verbindlichkeiten im Wert von EUR 23,1 Mio. summierten sich die Nettoverbindlichkeiten auf insgesamt EUR 6,7 Mio. (Net gearing von 41,8%).

Aufgrund des Rückgangs beim Nettoergebnis und höherer Investitionen in das Working Capital (EUR 3,4 Mio. ggü. EUR 1,6 Mio. im Vorjahr) verringerte sich der operative Cashflow von EUR 5,8 Mio. auf EUR 5,1 Mio. Da die vollständige Übernahme der karTec GmbH cashneutral ablief, blieb der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit EUR -4,8 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR -6,4 Mio. Hingegen erhöhte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit infolge der Ausgabe einer langfristigen Anleihe von EUR -0,9 Mio. auf EUR 3,3 Mio. Insgesamt verbuchte die paragon im GJ 2013 einen Cashzufluss in Höhe von EUR 3,6 Mio.

  1.  Ausblick

Obwohl die paragon unsere Prognosen für das GJ 2013 verfehlte, stimmt uns der starke Ausblick sehr optimistisch. Aufgrund des Kapazitätsausbaus im GJ 2013 und vielversprechender Aufträge bspw. von dem weltweit größten Hersteller von elektrisch angetriebenen Bussen Vossloh Kiepe GmbH und einem deutschen Sportwagenhersteller geht das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr von einem Umsatzanstieg von ca. 8% sowie einer EBIT-Marge von mind. 10% aus. Wir haben unsere Schätzungen entsprechend überarbeitet, unser DCF-basiertes 12-Monats-Kursziel von EUR 20,48 bleibt jedoch unverändert. Vor dem Hintergrund der geplanten Expansion nach Nordamerika und des Geschäftsausbaus in China (die beiden größten Automärkte weltweit) bleibt die Aktie mit einem EV/EBITDA 2014E von 3,8x aus unserer Sicht klar unterbewertet.

Wir erwarten, dass der Bereich „Elektromobilität“ einen signifikanter Teil des Umsatzanstiegs im GJ 2014 beitragen wird (EUR 10 Mio.), der durch die Lieferung von Batteriepacks an Vossloh Kiepe erwirtschaftet wird. In den Folgejahren sollte eine steigende Anzahl in Nordamerika abgesetzt werden, wo die paragon in Texas und (mit einem Partner) in Mexiko bis zum GJ 2016 neue Produktionsanlagen errichten wird (KRe). Darüber hinaus erwarten wir durch die Übernahme der KarTec GmbH (Kaufpreis EUR 1 Mio.; cashneutral, da gegen Darlehen verrechnet) und weitere Aufträge von namhaften Sportwagenherstellern solide Wachstumsraten im GB „Karosserie-Kinematik“.

Umsatzschätzungen nach Geschäftsbereichen 2014E-16E

Source: Dr. Kalliwoda Research GmbH

Veränderung unserer Schätzungen

Source: Dr. Kalliwoda Research GmbH

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Kursziel:  EUR 20,48



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