paragon


WKN: 555869 ISIN: DE0005558696
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Meldung

„Starke Erholung im dritten Quartal 2020 mit einem Umsatz im hohen einstelligen Bereich gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten nur um -11,6% zurück, und es wurden Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen.

 

∎ Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal gegenüber dem dritten Quartal 2019 um rund 9% nach -21,8% im zweiten Quartal bzw. -31,4% im ersten Quartal. Der Umsatz in neun Monaten belief sich trotz des schwierigen Umfelds in der Automobilindustrie aufgrund der aktuellen COVID-19-Krise auf 83,84 Mio. EUR. Das EBITDA ging um -11,2% auf 7,52 Mio. EUR gegenüber 8,47 Mio. EUR im Jahr 2019 zurück. Ende September gab paragon bekannt, dass es in der Lage sein könnte, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Koronakrise des ersten Halbjahres 2020 zu verringern, was bedeutet, dass es sogar ein EBITDA erreichen könnte Marge von rund 12% und einen Umsatz von 120 Mio. EUR für das Gesamtjahr.

∎ Um mit dem aktuellen Krisenmanagement fertig zu werden, wurden die Ausgaben unter Kontrolle gebracht und Effizienzgewinne mit einer EBITDA-Marge von 12,2% erzielt. Darüber hinaus erzielte paragon im dritten Quartal 2020 ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr und profitierte von 9% höheren Automobilumsätzen als im dritten Quartal 2019. Im Allgemeinen hatte die Pandemie im dritten Quartal 2020 fast keine weiteren Auswirkungen auf die Finanzdaten des Konzerns.

∎ Da paragon kontinuierlich mehr Software integriert und zunehmend mehr Softwarelösungen in seine eigentlichen Hardwareprodukte wie beispielsweise Soundsysteme anbietet, erwarten wir, dass paragon seiner Konkurrenz einen Schritt voraus ist und in Bezug auf die Preisgestaltung bei seinen Kunden eine stärkere Position einnimmt.

∎ Wie im März angekündigt, bereitet paragon aufgrund weniger Geschäftsüberschneidungen einen Verkauf oder zumindest eine Reduzierung seiner Beteiligung an der Voltabox AG vor. Wir begrüßen die Entscheidung von paragon, diese Erlöse in das Kerngeschäft der Automobilindustrie zu reinvestieren und für den Schuldenabbau zu verwenden.

∎ Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten hinsichtlich der Nachfrage der Automobilindustrie und einer möglichen weiteren Produktionsunterbrechung hat paragon seine Umsatz- und Ergebnisprognose Anfang 2020 zurückgezogen.

∎ Unser 12-Monats-Kursziel liegt bei 19,50 EUR, was einem Aufwärtstrend von derzeit rund 120% entspricht. Diese Erwartung hängt natürlich stark von der Weiterentwicklung der aktuellen COVID-19-Krise ab.

 

Traditionelle Bewertungsmaßnahmen:

In den letzten 8 Jahren wurde paragon mit einem durchschnittlichen Preis-Leistungs-Verhältnis von 1,09 bewertet. Bei einem Umsatz von rund 125 Mio. EUR für 2020 würde dieses Vielfache eine Marktkapitalisierung von rund 136 Mio. EUR bedeuten. Ein Risikorabatt für die Verlagerung in der „fossil fokussierten“ Automobilindustrie kann nur teilweise gerechtfertigt werden, da die meisten Produkte von paragon, wie beispielsweise Soundsysteme, auch in „neuen“ Elektromobilitätsfahrzeugen verwendet werden. Mit dem bevorstehenden Verkauf des Anteils Elektromobilität-Voltabox und dem Betrieb eines relativ zyklischen Geschäfts in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld werden die meisten Anleger jedoch wahrscheinlich eine Sicherheitsmarge von rund 1/3 anwenden, die paragon mit etwa 0,66 x 136 Mio. gleich EUR 89,76 Mio. EUR bewertet.

In Bezug auf das (Boo-to-Value, p/b) Preisbuch-Vielfache betrug der Durchschnitt der letzten acht Jahre 3,11. Dieser Wert unterscheidet sich deutlich vom erwarteten 2020 p/b-Vielfachen von etwa 1,01 und lässt viel Raum für eine Multiple-Erweiterung. Im besten Fall würde das durchschnittliche p/b-Vielfache von 3,11 x 43,4 Mio. EUR (erwarteter Buchwert, 2020) mit rund 135 Mio. EUR ein Paradebeispiel sein. Bereinigt um ein dem Preis-Umsatz-Verhältnis ähnliches Risiko, wäre eine Bewertung von ca. 0,66 x 135 Mio. EUR = 89,1 Mio. EUR möglich.

Da paragon in den letzten acht Jahren nicht ständig profitabel war, liefert eine eingehende Analyse des KGV keine weiteren Erkenntnisse.

Zusammenfassend halten wir eine Marktkapitalisierung von rund 89 Mio. EUR oder einen Aktienkurs von rund 19,50 EUR beo einer Normalisierung der Weltwirtschaft für angemessen. Dies wird jedoch einige Zeit dauern, da im kommenden Winter die COVID-19-Zahlen steigen und weitere Abschaltungen zu erwarten sind.

Dr. Norbert Kalliwoda, geschäftsführender Gesellschafter, Managing Owner, Dipl.-Kfm., CEFA-Analyst


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