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Fast Retailing mit Zahlen - Philips nach Zahlen schwach
 
Die Nervosität am amerikanischen Aktienmarkt nimmt zu.
Nach dem Abtaucher des Dow Jones unter die Marke von 26.000 Punkten, konnte sich der Index in dieser Woche oberhalb der Marke behaupten. Am Mittwoch schloss der Dow Jones bei 26.346 Punkten. In diesem, für Börsenneulinge schwierigen Markt, (Stichwort: WeWork) schaffte ein Biotechwert aus Deutschland den Sprung an die amerikanische Börse NASDAQ. Dabei ist die Rede von BioNTech (WKN: A2PSR2), die 2008 als ein Ableger der Gutenberg Universität in Mainz gegründet wurde. In der Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr in Höhe von 270 Millionen Dollar beteiligten sich unter anderem die Gebrüder Strüngmann, die Gründer des Pharmakonzerns Hexal. Insofern sind hier Branchenkenner mit von der Partie. In diesem Jahr wurde bereits eine weitere Finanzierungsrunde durchgeführt und weitere 325 Millionen Dollar eingesammelt. Das Unternehmen gibt nun 10 Millionen ADRs zu je 15 Dollar aus. Damit landet BioNTech mit einer Bewertung von über drei Milliarden Dollar auf Platz zwei der deutschen Biotechwerte nach Qiagen (WKN: A2DKCH). BioNTech wird durch die Partnerschaften unter anderem mit Pfizer (WKN: 852009) und Roche unterstützt und forscht in mehreren Richtungen der Krebsforschung. Dabei hat BioNTech einige Wirkstoffe in der Pipeline, von denen sich acht in der Phase eins und einer in der Phase zwei befinden. Sobald der erste Kurs an der NASDAQ festgestellt wurde, ist dieser Wert auch in Stuttgart handelbar.

Die Gespräche zwischen den USA und China über ihre Handels- und Zollbeschränkungen sind immer noch das beherrschende Thema, das die Märkte bewegt. Dieses tägliche Vor und Zurück spiegelt sich auch in den Kursen an den Börsen wieder und somit gibt es auch ein auf und ab am japanischen Aktienmarkt. Die Marktteilnehmer sind auf Grund der Unsicherheiten sehr zurückhaltend, denn jeder überraschende Tweet vom amerikanischen Präsidenten oder eine Verlautbarung der chinesischen Regierungspresse schickt die Kurse nach oben oder nach unten. Bei äußerst geringen Umsätzen konnte sich der Nikkei 225 um 210 Zähler verbessern und schließt bei 21.551 Punkten. Fast Retailing (WKN: 891638), die Muttergesellschaft der Bekleidungskette Uniqlo, hat nach Börsenschluss ihre Geschäftszahlen für das vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Die Zahlen haben zwar die Erwartungen der Analyten nicht ganz erfüllt, aber sie sind auch nicht so schlecht, dass die Aktie abgestraft werden müsste. Interessanter wäre die Antwort gewesen, wer der zukünftige Konzernchef werden wird. Der jetzige Firmenchef und Gründer der größten asiatischen Modekette, Yani Tadashi, ist 70 Jahre alt und will sich in naher Zukunft aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. Aber der Name des Nachfolgers wurde am Donnerstag nicht bekannt gegeben und somit bleibt der, mit einem Vermögen von umgerechnet circa 20,2 Milliarden Euro reichste Japaner, wohl noch ein wenig länger an der Spitze seines Konzerns.

Nach einer am Donnerstagmorgen veröffentlichten Gewinnwarnung mussten die Philips Aktien (WKN: 940602) einen heftigen Kursabschlag von fast zehn Prozent hinnehmen. Nach Angaben des Unternehmens werden die für 2019 anvisierten Gewinnziele wahrscheinlich nicht erreicht. Schlechte Ergebnisse in der Connected Care Sparte sowie der Tarifstreit zwischen den USA und China belasteten die Ergebnisse. Anstatt der anvisierten Steigerung des EBITDA um rund 100 Basispunkte wird nur noch eine Steigerung von 10-20 Basispunkten erwartet. Aufgrund des Handelsstreits musste das Unternehmen Produktionsverlagerungen im Wert von mehreren hundert Millionen Euro vornehmen, um Zölle zu vermeiden. Gleichzeitig wurden die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Im Quartal soll der Umsatz um rund sechs Prozent auf 4,7 Milliarden Euro gestiegen sein und das bereinigte Ergebnis um rund drei Prozent auf 583 Millionen Euro. Der Netto-Gewinn wird mit rund 210 Millionen Euro erwartet, ein Minus von gut 28 Prozent. Die Philips Aktie notierte am Donnerstagmorgen in Stuttgart bei 38,10 Euro.

Starke Zahlen für das dritte Quartal legte der französische Luxusgüterkonzern LVMH (WKN: 853292) am Mittwochabend vor. Wie üblich präsentierte der Konzern, zu dem Marken wie Louis Vuitton, Givenchy, Kenzo, Tag Heuer oder Moët & Chandon gehören, sein Zahlenset um 18 Uhr nach Börsenschluss in Paris. Hier zeigte sich, dass nach wie vor eine solide Nachfrage nach Luxusgütern besteht und die Franzosen konnten so ihren Umsatz steigern, sogar noch deutlicher als im Vorhinein prognostiziert. Besonders gut abgeschnitten hat das Geschäft in Europa und den USA, aber auch in Asien lief es trotz der Situation in Hongkong weiterhin gut. So konnte der Umsatz um 17 Prozent auf nun 13,32 Milliarden Euro bei einem organischen Wachstum von 11 Prozent gesteigert werden. Hier lag das größte Plus bei Mode und Lederwaren, die eine Steigerung von 19 Prozent vorlegen konnten. Die Aktie legte dann am Donnerstag deutlich zu und lag in den ersten Handelsminuten mit guten vier Prozent im Plus. Andere Luxusmarken sprangen auf den Zug auf und lagen ebenso im Plus, hierzu gehören Unternehmen wie Christian Dior (WKN: 883123) mit einem Plus von gut vier Prozent, Hermes (WKN: 886670) + 1,3 Prozent, oder Kering (WKN: 851223) mit einem Plus von 2,5 Prozent kurz nach Handelsbeginn.

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