| Märkte | Charts | Nachrichten | Research | Weitere Tools |
|
Profil Börsenplätze Historische Kurse |
Intraday Historisch |
Neuigkeiten Analysen |
Kennzahlen |
Forum Aluminium News |
| Meldung |
|
München (aktiencheck.de AG) - Industriemetalle, wie der Name bereits impliziert, werden immer dann in großen Mengen benötigt, wenn es der Weltwirtschaft und damit auch der Industrie gut geht, so die Experten von "BörseGo" in ihrem Update zum "Rohstoff-Report".
Rekordnotierungen beim Öl, Einbrüche beim Automobilabsatz, steigende Arbeitslosenquoten, fallende Konsumneigung der Verbraucher und Banken- wie Kreditkrise seien nicht der Stoff, aus dem steigende Metallpreise gemacht seien. Die Hoffnungen der Spekulanten würden sich daher auf das konjunkturelle Durchhaltevermögen der Schwellenländer und darauf stützen, dass die Produktionsprobleme bei vielen Bergwerken nicht so schnell enden würden. Hohe Energiepreise würden nicht nur die Konjunktur verlangsamen, durch sie würden auch Minenprojekte ins Stocken geraten. Die Erschließung neuer Stollen könne dadurch oft nicht mehr zu den Kosten umgesetzt werden, die etwa vor einem Jahr veranschlagt worden seien, als der Ölpreis noch 50% unter dem heutigen Niveau gelegen habe. Die schlechtere Verfügbarkeit von Krediten im Zuge der Bankenkrise verschärfe die Lage zusätzlich. Die KreditRatingagentur Standard & Poor's Ratings Services etwa sehe eine konkrete Verlangsamung der Fusions- und Akquisitionsaktivität im Metallsektor. Neben der Tatsache, dass die hohe Marktkonzentration in der Metallbranche die Auswahl geeigneter F&A-Partner einschränke, führe auch die schlechtere Kreditverfügbarkeit dazu. Ausländische, nicht in den USA ansässige Unternehmen, dürften aber ihre hohe F&A-Aktivität beibehalten, getrieben von der USD-Schwäche, dem Bedürfnis, auf dem US-Markt Fuß zu fassen, sowie dem Wunsch, Skaleneffekte zu erzielen. Ein Ölpreis, der sich auf Jahressicht verdoppelt habe, erhöhe die Kosten für Energie, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung. Das dränge einige Unternehmen aus dem Markt, da sie zu stagnierenden Marktpreisen ihrer Produkte nicht mehr mit Gewinn absetzen könnten. Das zeige das Beispiel von Aluminium. Der Preis beginne nun erst allmählich nach oben auszubrechen, habe aber mehr als ein Jahr auf dem gleichen Niveau gelegen, während die Kosten steil angestiegen seien. Die Märkte hätten bereits seit einiger Zeit auf das spekuliert, was in der letzten Woche Wirklichkeit geworden sei: Die chinesische Zentralregierung habe ihren Aluminiumschmelzern eine Produktionskürzung von 5% bis 10% verordnet. Ziel der Maßnahme sei es, Strom zu sparen. Dies geschehe, wie so vieles in China, jedoch nicht unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes. Vielmehr habe China mit Engpässen bei der Stromversorgung zu kämpfen und wolle die industrielle Produktion herunterfahren, um die Luftverschmutzung während der Olympischen Spiele so gering wie möglich zu halten. Die Produktionskürzungen würden bedeuten, dass dem Markt für Aluminium auf Jahressicht 1,2 Millionen Tonnen fehlen würden. Aluminium habe sich in der letzten Woche um über 5% verteuert. Dass die Preise nicht noch stärker angestiegen seien, liege vor allem an der Tatsache, dass Aluminium auf dem Weltmarkt in hohen Mengen verfügbar sei. Die LME-Lagerbestände seien seit Anfang des Jahres 2007 bis heute von 0,7 auf über 1,05 Millionen Tonnen gestiegen. Die Spekulation auf eine Verknappung sei also ein heißes Eisen. Die Charttechnik spreche zunächst jedoch für weiter steigende Preise, nachdem die Widerstandsmarke bei 3.280 USD/Tonne per Wochenschlusskurs überwunden worden sei. (Update zur Ausgabe 14 vom 15.07.2007) (16.07.2008/ac/a/m) Kurs- und weitere Informationen zum Thema: Aluminium Aktuelle Diskussionen zum Thema: Aktuelle Nachrichten zum Unternehmen: Aluminium: Chance für den Auf. (15.05.11) Kaiser Aluminium: Einmaleffekte . (05.11.08) Vedanta Resources investiert 9,8. (09.09.08) Aluminium: Hält der "Bullenmarkt". (17.07.08) Aluminium vor großer Korrektur? (15.02.07) Alle Nachrichten zum Unternehmen Aktuelle Analysen zu den Unternehmen: Aluminium |