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| Meldung |
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Quelle: http://www.rohstoff-trader.de
Im Gegensatz zu den Kupferpreisen
hielten sich die Aluminium-Notierungen in den vergangenen Monaten vergleichweise
stabil. Von ihren Höchstständen im Mai letzten Jahres sind sie zwar ein gutes
Stück entfernt, aber solch crashartige Verluste wie beim roten Metall gab es
bei dem Leichtmetall nicht - noch nicht, genauer gesagt! Doch das kann in
absehbarer Zeit durchaus kommen. Denn sowohl die fundamentale als auch die
technische Situation stellt sich derzeit alles andere als bullisch
dar. Heuschrecken stützen
Preis Am Aluminiummarkt an der London
Metal Exchange (LME) deutet derzeit vieles auf eine künstlich erzeugte
Verknappung von Spekulantenseite hin. Offenbar hält ein einziger Spekulant eine
Long-Position von sage und schreibe 650.000 Tonnen Aluminium. Diese Menge
entspricht fast den gesamten Londoner Lagerbeständen. Zunächst hatte man
befürchtet, dass der Marktteilnehmer auf eine physische Andienung bei Fälligkeit
Ende Januar bestehen würde, was zumindest beim Kassapreis für eine massive
Preisexplosion gesorgt hätte, die wohl auch die nahen Kontrakte mit nach oben
gezogen hätte. Mittlerweile gab die Börse diesbezüglich allerdings Entwarnung:
Der Spekulant man vermutet übrigens einen Hedgefonds hat die Position in
einen späteren Terminkontrakt weitergerollt. Insgesamt spricht daher einiges
dafür, dass der Aluminiumpreis aus welchen Gründen auch immer absichtlich
auf einem hohen Niveau gehalten werden soll. Ob das allerdings lange gut geht,
muss bezweifelt werden. Mit Fälligkeit März 2007 wurden nämlich nicht nur
weitere beträchtliche Hausse-Positionen aufgebaut sondern auch eine
Short-Position von angeblich über 900.000 Tonnen. Aktuell sind damit 40 Prozent
des spekulativen open interest in dem Metall eine Situation, die einem
Pulverfass gleicht! Über kurz oder lang wird es zwangsläufig zum einem
Showdown zwischen Bullen und Bären kommen, wobei dabei die Felltiere
sicherlich die besseren Karten haben. Versorgungsengpässe
Fehlanzeige Von echten Versorgungsengpässen kann
bei Aluminium nämlich keine Rede sein. Die Lagerbestände an der LME steigen die
Lagerbestände seit Dezember 2006 kontinuierlich an. In der vergangenen Woche
erhöhten sich die Vorräte um weitere 1.550 Tonnen und liegen aktuell bei gut
750.000 Tonnen. Gegenüber den Tiefständen des letzten Jahres von etwa 660.000
Tonnen bedeutet das einen Zuwachs von fast 14 Prozent. Der Trend zu tendenziell
weiter zunehmenden Lagerbeständen dürfte sich bis auf weiteres fortsetzen. In
den USA, Europa und Japan sinkt die Nachfrage und in China droht 2007 ein
Produktionsüberhang von einer Million Tonnen. Offensichtlich waren die Maßnahmen
der Regierung in Peking, den Aluminium-Output signifikant zu senken, um das
ausufernde Energiedefizit in den Griff zu bekommen, nicht wirklich
erfolgreich. Alles in allem muss für das laufende
Jahr mit einem absolut ausreichenden globalen Aluminiumangebot gerechnet werden.
Bestenfalls dürften sich Angebot und Nachfrage in etwa die Waage halten, wobei
ein Aluminiumüberschuss eher wahrscheinlich ist. Deutlich anziehende Notierungen
sind in diesem Umfeld eher nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Sollte die
chinesische Überproduktion tatsächlich eine Million Tonnen oder mehr betragen,
könnte es sogar mit den sprichwörtlichen Siebenmeilenstiefeln abwärts
gehen. Technisch noch
stark Charttechnisch hingegen stellt sich
die Situation derzeit noch sehr bullisch dar: Der langfristige Aufwärtstrend
ist intakt und der 3-Monat-Forward notiert nach seinen jüngsten Anstiegen recht
komfortabel über der 38-Tage-Linie. Die Unterstützung bei etwa 2.600 US-Dollar
wurde in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich verteidigt. Der MACD generiert
ein starkes Kaufsignal und auch das Momentum und der Williams signalisieren
weiter steigende Notierungen. Allerdings lassen die beiden
letztgenannten Indikatoren bereits eine überverkaufte Situation erkennen. Zudem
wartet jetzt der überaus hartnäckige Widerstand bei etwa 2.850 US-Dollar, der
bereits des Öfteren das Ende kleinere Aufwärtsbewegungen markierte. So gesehen
stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Markt im Bereich der genannten Marke
nach unten abdreht. Auf Grund der aktuell noch recht
starken technischen Verfassung des Marktes bieten sich sofortige
Short-Engagements nur für extrem risikofreudige Trader an. Vorsichtigere Naturen
sollten ihr Pulver vorläufig noch trocken halten und auf eine
charttechnische Umkehr warten. Sollte Aluminium jedoch erneut an dem Resist bei
2.850 US-Dollar scheitern, ist der Aufbau von gehebelten Short-Positionen
sicherlich einen Versuch wert. Erfolgreiche Rohstoff-Trades
wünscht Ihr Marc Nitzsche Chefredakteur Rohstoff-Trader
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