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Smart
Investor Weekly 15/2010
Lehman Brothers vergessen - Griechenland gerettet Der DAX steht auf dem Stand vor der Pleite
des Investmenthauses Lehman Brothers und Griechenland wurde mit
"vereinten" europäischen Kräften gerettet.
Die Welt ist also wieder heil und alles ist rosarot? Mitnichten! Der Crack-up-Boom wird ein Jahr alt Vor ziemlich genau einem Jahr stellten wir in der Ausgabe 4/2009 die These des Crack-up-Booms ( http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) erstmalig auf. Damals haben wir uns mit dieser These ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt, wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt als der Rest Welt nur noch den Untergang der Finanzwelt vor Augen hatte. Und was wurden wir belächelt dafür. Daher dürfen wir uns an dieser Stelle ausnahmsweise, aber verdienter Maßen auf die Schulter klopfen: die Marke von 6.250 - also der Stand vor der Lehman-Pleite war unser Minimalziel. Dies geht aus Abb. 1 hervor, welches unsere SzenarioAnalysevon damals zeigt. Ein Kursziel von 8.000 (Szenario B) oder gar 13.000 Punkten wie in Szenario C wären damals unsere bullishen bzw. sehr bullishen Szenarien gewesen, und genau dafür wurden wir nicht nur einmal als verrückt tituliert. ![]() (Die SI-Szenarien aus dem Heft April 2009)
Grund genug also sich zu fragen, ob es dies mit dem CuB schon gewesen ist und ob man wieder auf Baisse umschwenken sollte. Um es allerdings gleich frank und frei zu sagen: Was wir bisher erlebt haben, war nur der lockere Aufgalopp zur eigentlichen "Katastrophen-Hausse" à la Mises. Der Grund dafür liegt aus europäischer Sicht klar auf der Hand: Mit der verfassungswidrigen und gegen jede ökonomische Vernunft sprechenden Rettung Griechenlands wurden die Tore zur hemmungslosen Verschuldungsorgie ganz weit aufgestoßen. Eine neue Dimension Während bisher nur Banken und andere Finanzinstitute oder generell Unternehmen gerettet wurden, werden nun ganze Staaten, die bisher allgemein als unfehlbar galten, gestützt. Falls Sie der Plural stören sollte: keine Sorge, Griechenland ist nur der Anfang - in Europa warten mit Portugal, Spanien und Italien auf mittlere Sicht schon die nächsten Kandidaten und auch die USA haben mit bisher insgesamt elf Bundesstaaten, allen voran Kalifornien, genug "Schuldleichen" im Keller. Schon allein die hierfür geschnürten Rettungspakte bringen in ausreichendem Maße den inflationären Treibsatz, der die Kurse wenigsten auf das Niveau des Szenario B heben sollten, wahrscheinlicher ist für uns sogar das dritte CuB-Szeanrio. Sie mögen einwenden, dass 30 Mrd. EUR wohl für so etwas nicht ausreichen werden. Aber erinnern Sie sich an die HRE? Hier waren es am Anfang 7 Mrd. EUR und daraus wurden am Ende (bis jetzt) 210 Mrd. EUR. Von einer entsprechenden Ausweitung der Summen dürfen Sie auch getrost im Falle von Griechenland Co. ausgehen. Die erwartete Fortsetzung des CuB wird u.a. von dieser Geldwelle getragen werden (weitere Punkte wären bspw. die Gesundheitsreform in den USA - dazu gibt es im kommenden Heft einen eigenen Beitrag). Unser Musterdepot haben wir bereits entsprechend ausgerichtet und wir wollen auch hier weiterhin Zukäufe tätigen. Musterdepot Wie wir bereits in den letzten Weeklys und auch im aktuellen Heft schrieben, gefällt uns die NASDAQ ausgesprochen gut, nicht zuletzt da wir nach wie vor von einem stärker werdenden Dollar ausgehen. Daher wollen wir noch einen dritten Optionsschein auf ein US-amerikanisches Unternehmen erwerben. Neben Cisco und Amazon wollen wir nun auch die amerikanische Pharmabranche abdecken. Als Wert haben wir uns hierbei Pfizer ausgesucht. Nicht weil das Unternehmen ein besonderes Medikament in der Pipeline hätte, sondern weil man mit einem Riesenkonzern wie Pfizer den Pharmamarkt sehr einfach spielen kann, da hiermit der gesamte Bereich abgedeckt ist. Außerdem nagt die Aktie wie deutlich an dem Chart zu erkennen ist, gerade an ihrem langfristigen Abwärtstrend. Der Chart ist in Euro notiert, womit diese Trendlinie also zugleich noch das Dollar/Euro-Verhältnis wiederspiegelt. ![]() Wir kaufen also zum morgigen Mittwoch 25.000
Stück eines lang laufenden Call-Optionsscheins (Januar 2013)
auf Pfizer. Der Schein ist ebenfalls von HSBC Trinkaus. Dass alle
drei Scheine bisher empfohlenen Scheine aus demselben Bankhaus
sind, liegt banaler Weise daran, dass nur HSBC so lang laufende
OS anbietet. Ein schöner Nebeneffekt hierbei ist, dass man
sich um die Bonität dieses Emittenten wenig Sorgen machen
muss.
Kauflimit für 25.000 Stück Call-OS auf Pfizer (WKN: TB7W5V) bei 0,16 EUR (ca. 1,3% des Depotvolumen) Dass wir diesmal weniger Kapital einsetzten liegt an dem im Vergleich zu den anderen beiden Optionsscheinen am höheren Hebel (rund 8), sowie an dem deutlichen höheren Spread. Dem Schein liegt ein Basispreis von 20 USD zugrunde, Pfizer notiert derzeit bei etwa 17 USD. Hier sei wiederum daraufhin gewiesen, dass es sich um eine Spekulation mit einem (gehebelten) Finanzderivat handelt. Bei einer solchen Spekulation droht als Gegengewicht für die möglichen Gewinne immer auch das Risiko des Totalverlusts. Wer mit einem solchen Risiko nicht umgehen kann, der sollte besser die Finger davon lassen oder aber einfach direkt die Pfizer Aktie (WKN: 852009) selbst erwerben. Anlegerseminar in Hamburg Am 29. und 30. Mai 2010 findet in Hamburg unter dem Titel »Vermögensanlage in der Krise« ein hochkarätig besetztes Wochenendseminar des Instituts für Austrian Asset Management statt. Smart Investor Chefredakteur Ralf Flierl spricht hier über das letzte Aufbäumen des Finanzsystems. Nähere Informationen unter: http://www.ifaam.de/veranstaltungen/seminar2010 Invest Stuttgart Gemeinsam mit Hunter Dickinson präsentiert Smart Investor auf der Anlegermesse Invest in Stuttgart: "Symposium Rohstoffe - Warum Gold und
Kupfer
vom kommenden Crack-up-Boom profitieren werden" Am Samstag, den 24. April 2010 um 11:00 findet
diese Veranstaltung im Raum C5.2 statt. Wir würden uns über
einen Besuch von Ihnen sehr freuen. Kostenlose Eintrittskarten
liegen dem aktuellen Heft bei.
Fazit Auch wenn einige Leser gerne etwas mehr Abwechslung hätten: solange wir keinerlei Anzeichen für eine Veränderung sehen, wir bleiben bei der These des CuB. Fabian Grummes Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Eine mit "*" gekennzeichnete Aktie wird zum Zeitpunkt der Erscheinung dieser Publikation von mindestens einem Mitarbeiter der Redaktion gehalten. Ein kostenloses zweimonatiges Kennenlern-Abo des Magazins Smart Investor kann unter www.smartinvestor.de/abo angefordert werden. Das aktuelle Inhaltsverzeichnis des Smart Investor Magazins ist unter http://www.smartinvestor.de/news/inhalt/index.hbs einzusehen. Sollten Sie den eMail-Versand abbestellen wollen, so benutzen Sie bitte den Abmelde-Link unter dem Newsletter bzw. schicken uns eine eMail mit dem Betreff "Abbestellen des SIW" an info@smartinvestor.de. Die Charts wurden erstellt mit TradeSignal von www.tradesignal.de und Tai-Pan von Lenz+Partner. Diese Rubrik erscheint jeden Dienstagnachmittag. Die GoingPublic Media AG kann trotz sorgfältiger Auswahl und ständiger Verifizierung der Daten keine Gewähr für deren Richtigkeit übernehmen. Informationen zu einzelnen Unternehmen stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Aktien dar. © GoingPublic-Online 1999 - 2009
Kurs- und weitere Informationen zum Thema: Lehman Brothers Aktuelle Diskussionen zum Thema: Lehman Brothers Holdings Inc. ... (25.05.12) Welche LEHMAN-Producte ... (26.02.12) Lehman Brothers 2009 (28.03.11) Aktuelle Nachrichten zum Unternehmen: Presse: Lehman Brothers kann G. (06.12.11) Presse: Nomura ernennt neue Lei. (22.07.11) Presse: Nomura eröffnet neues . (05.04.11) JPMorgan erwirbt zwei Immobilie. (20.12.10) Lehman Brothers vergessen - Gri. (13.04.10) Alle Nachrichten zum Unternehmen Aktuelle Analysen zu den Unternehmen: Lehman Brothers ![]() ![]() |