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WIEN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) im zweiten Halbjahr 2016 erwartete Anstieg der Inflationsrate verzögert sich etwas. "Für 2017 erwarten wir eine Inflation von über 1 Prozent in der Eurozone und damit keine akute Deflationsgefahr. Der Inflationsanstieg hat sich ein bisschen nach hinten verschoben, weil sich der erwartete Aufschwung etwas abschwächt", sagte EZB-Rat Ewald Nowotny am Freitag der österreichischen Nachrichtenagentur APA

Es sei weiterhin die Annahme der EZB, dass es zu keinem weiteren Verfall der Energiepreise komme. "Allein diese Annahme führt dazu, dass es zu einem Anstieg der Inflationsrate kommt, vielleicht mit einer gewissen Verzögerung."

Im Rahmen des bis vorerst März 2017 befristeten "QE" (Quantitative Easing, Quantitative Lockerung) kauft die EZB monatlich Wertpapiere, Pfandbriefe, Hypothekenpapiere und seit kurzem Firmenanleihen im Volumen von rund 80 Milliarden Euro. Ziel ist es, eine Wirtschaftsrezession und Deflation zu verhindern.

"Es wird im vierten Quartal 2016 zu entscheiden sein, welche Signale man den Märkten für die weitere Entwicklung des Ankaufprogrammes gibt", sagte Nowotny. Das Beispiel der USA habe gezeigt, dass man ein Ankaufprogramm nicht abrupt beenden könne.

Laut dem EZB-Banker ist es "offen", wie dies im Euroraum abgewickelt wird. "Ob es ein schrittweiser Rückgang wird, ist derzeit zu früh zu sagen. Die USA haben auch mit einem schrittweisen Rückgang begonnen, in einer Phase, wo es eine deutliche Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung gegeben hat." Bis vor dem Brexit-Votum ist Nowotny von einer derartigen Perspektive ausgegangen, jetzt gibt es aber "eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren".

"Es ist sehr schwer das einzuschätzen. Wir haben noch Zeit für diese Entscheidung", verwies der Gouverneur der Notenbank Österreichs auf die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten.

"Die Einschätzung der EZB-Ratssitzung vom 2. Juni in Wien, keine neuen geldpolitischen Maßnahmen zu beschließen, stimmt im Prinzip auch heute noch so. Neue Unsicherheiten sind aber dazugekommen", betonte Nowotny.

Die im Jahr 2008 begonnene Niedrigzinsphase ist für den österreichischen Notenbanker "historisch gesehen sicherlich eine Anomalie", aber kein Spezifikum des Euroraums. Die lange Phase der Mini-Zinsen ergebe sich aus dem "weltweit vergleichsweise geringen Wachstum und einem weltweiten massiven Überschuss der Ersparnisse gegenüber den Investitionen". Daraus würden sich bereits marktmäßig sehr niedrige Zinsen ergeben. "Es ist wichtig zu sehen, die Niedrigzinsphase ist nicht eine Erfindung der Notenbanken, sondern der Reflex einer gesamtwirtschaftlichen Entwicklung". Eine Zinserhöhung in Zeiten von schwachem Wachstum hätte massive negative gesamtwirtschaftliche Auswirkungen.

Nowotny empfahl den europäischen Regierungen, mehr auf Fiskalpolitik zu setzen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. "Höheres Wachstum kann nicht allein durch Notenbankpolitik erreicht werden, sondern auch durch entsprechende Maßnahmen der Struktur- und Fiskalpolitik. "Aus unserer Sicht gibt es in Ländern mit hohen Leistungsbilanzüberschüssen Raum für eine expansivere Lohnpolitik. Dies würde den privaten Konsum und dann das Wachstum ankurbeln". Der österreichische EZB-Rat verwies auf "die Notwendigkeit von höheren Lohnabschlüssen in Deutschland".

Die Europäische Zentralbank wird nach Ansicht von Nowotny, "alles tun, um ein japanisches Szenario zu vermeiden". Für Europa hätte eine langjährige Stagnation des Wirtschaftsraumes "dramatischere Auswirkungen, mit einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit". Das niedrigere Wachstum in Japan werde aufgefangen durch eine deutliche Verringerung des Arbeitskräfteangebots./cri/rf/APA/bgf



 

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