AlzChem Group


WKN: A2YNT3 ISIN: DE000A2YNT30
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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - AlzChem-AktienAnalysevon "Der Aktionär":

Thorsten Küfner vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der AlzChem Group AG (ISIN: DE000A2YNT30, WKN: A2YNT3, Ticker-Symbol: ACT) unter die Lupe.


Gehe es um deutsche Chemie-Aktien, würden Anleger meist direkt an BASF, LANXESS, Covestro oder Evonik denken. Doch es dürfte sich auch lohnen, den Blick auf einen kleineren Player aus dem bayrischen Trostberg zu richten: AlzChem. Der Spezialchemiekonzern beschäftige derzeit an vier Standorten in Deutschland sowie in Niederlassungen in China, USA und Schweden rund 1.600 Mitarbeiter. Das Produktspektrum sei dabei sehr breit. Besonders stark aufgestellt sei AlzChem bei Tierernährung. Das Produkt Creamino sei hierbei ein sehr bedeutender Umsatzbringer und wichtiger Wachstumstreiber.

Das Unternehmen stelle zudem beispielsweise auch wichtige Materialien für die Windkraft- und die Solarbranche her. Darüber hinaus habe eine AlzChem-Sparte sogar von der Corona-Pandemie profitieren können. Denn AlzChem produziere mit Guanidin Hydrochlorid und Guanidinthiocyanat Vorprodukte für Tests für den Nachweis von Corona.

Die breite Aufstellung in zahlreichen von Corona weitgehend unabhängigen Bereichen habe dazu geführt, dass sich AlzChems Zahlen für das bei vielen anderen Chemiekonzernen äußerst schwach ausgefallene erste Halbjahr durchaus hätten sehen lassen können. So sei der Umsatz sogar um 4,8 Prozent auf 197 Millionen Euro gesteigert worden. Das EBITDA sei um 4,6 Prozent auf 29,1 Millionen Euro geklettert. Der Nettogewinn habe mit 11,2 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahresniveau von 11,9 Millionen Euro gelegen. Hauptgrund hierfür seien um 2,9 Millionen Euro gestiegene Abschreibungen auf neu errichtete Anlagen gewesen. An der Jahresprognose habe der AlzChem-Vorstand festgehalten. Insgesamt hätten sich Zahlenwerk sowie Prognose in einem sehr schwierigen Umfeld also durchaus sehen lassen können.

Und die Aussichten seien gut. So werde bei AlzChem für die kommenden Jahre mit einem konstanten Erlös- und Gewinnwachstum gerechnet. Für 2021 würden die Analysten einen Umsatzanstieg auf 413 Millionen Euro erwarten. Der Nettogewinn je Aktie solle auf 2,32 Euro klettern. Daraus würde sich ein KGV von 8 ergeben - ein sehr geringer Wert für ein breit aufgestelltes Unternehmen, das entweder konjunkturell eher unabhängige (Tierzucht und Pharma) oder wachstumsstarke (Wind und Solar) Branchen beliefere.

Die günstige Bewertung dürfte auch einer der Gründe sein, weshalb derzeit alle drei Analysten, die sich mit der Gesellschaft befassen würden, zum Kauf raten würden. Besonders zuversichtlich gestimmt sei dabei die Baader Bank. Sie habe AlzChem sogar auf die Liste ihrer "Top Aktienideen" für den deutschsprachigen Raum aufgenommen. Auch die Analysten der Commerzbank und von Berenberg würden zum Einstieg raten.

Darüber hinaus werde am Markt auch immer wieder darüber spekuliert, dass AlzChem Ziel einer Übernahme sein könnte. So würde das bayerische Unternehmen relativ gut in das Produktportfolio des Chemie-Riesen Evonik passen. Da der MDAX-Konzern relativ gut durch die Krise gekommen sei und über eine solide Bilanz verfüge, wäre ein derartiger Deal sicherlich zu stemmen. Und auch am Großaktionär Livia Corporate Development, der 37,7 Prozent der Anteile halte, dürfte eine entsprechende Transaktion wohl kaum scheitern. Dahinter stehe der Arques-Gründer Peter Löw, der bei einem entsprechenden Preis Experten zufolge wohl kaum abgeneigt wäre.

AlzChem sei ein breit aufgestelltes Unternehmen, dessen Geschäfte auch in der historischen Krise ordentlich laufen würden. Wegen der günstigen Bewertung, des spannenden Charts und der Übernahmefantasie können mutige Anleger bei der Aktie zugreifen, so Thorsten Küfner von "Der Aktionär". (Analyse vom 24.09.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze AlzChem-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs AlzChem-Aktie:
21,40 EUR 0,00% (24.09.2020, 16:56)

Xetra-Aktienkurs AlzChem-Aktie:
21,30 EUR -1,39% (24.09.2020, 16:17)

ISIN AlzChem-Aktie:
DE000A2YNT30

WKN AlzChem-Aktie:
A2YNT3

Ticker-Symbol AlzChem-Aktie:
ACT

Kurzprofil AlzChem Group AG:

Die AlzChem-Gruppe (ISIN: DE000A2YNT30, WKN: A2YNT3, Ticker-Symbol: ACT) ist ein vertikal integrierter Hersteller von Chemieprodukten, die auf der sog. NCN-Kette basieren. Dabei handelt es sich um Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, die in einer Vielzahl von Branchen Anwendung finden. Die Gruppe hat eine führende Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten. Der strategische Wachstumsfokus und der Schwerpunkt der umfangreichen Forschung und Entwicklung liegen auf dem Geschäftssegment Specialty Chemicals. Das Unternehmen hat rund 1.620 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland und drei weiteren im Ausland. (24.09.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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