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Unternehmen, die beweisen wollen, dass sie im teilautonomen und autonomen Fahrzeugbereich auf dem neuesten Stand sind, scheinen 2019 als ein entscheidendes Jahr anzusehen, um ihre selbstfahrenden Technologien durch Taxidienste an die Öffentlichkeit zu bringen — auch wenn diese Schritte zunächst im Umfang begrenzt sein mögen.

Alphabets (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H) Waymo, General Motors (WKN:A1C9CM), Volkswagen (WKN:766403), Uber sowie Intels (WKN:855681) autonomes Fahrzeugtechnikunternehmen Mobileye haben jeweils Pläne aufgestellt, die bis Ende 2019 erhebliche Fortschritte erfordern werden, wenn sie um gute Positionen in dem noch jungen Taxidienst-Bereich ringen. Es wird prognostiziert, dass dieses Geschäft bis 2030 zu einem jährlichen Markt von 285 Mrd. US-Dollar heranwachsen wird — aber die Investoren sollten bereits jetzt aufmerksam werden.

Waymos Fahrdienst-Pläne

Waymo ist im Moment das klar führende Unternehmen in diesem Bereich. Seine autonome Fahrzeugflotte hat mehr als 10 Mio. Meilen Erfahrung auf der Straße und weitere 7 Mrd. virtuelle Meilen in Simulationen gesammelt. Einige Analysten gehen davon aus, dass das Tochterunternehmen von Alphabet irgendwann 175 Mrd. US-Dollar wert sein könnte.

Es ist auch eines der wenigen Unternehmen, das bereits in einer Stadt ein permanentes autonomes Mitfahrprogramm eingerichtet hat. Während andere Unternehmen begrenzte Strecken in Städten testen, erlaubt Waymos Early Rider Program den Menschen in Phoenix, Arizona, seine selbstfahrenden Vans wie jeden anderen Taxiservice zu nutzen. Das Unternehmen hat auch Preismodelle getestet, wobei es seinen freiwilligen Mitfahrern bisher nichts berechnet.

Es ist eines der ersten Programme seiner Art, und 2019 wird Waymo damit loslegen. Das Unternehmen sagt, dass es Ende 2018 in mehreren Städten eine kommerzielle Version des Early-Rider-Programms auf den Markt bringen wird. Wenn Waymo seinen Zeitplan einhält, wird das Unternehmen im nächsten Jahr wahrscheinlich den größten selbstfahrenden Fahrdienst haben.

General Motors‘ große Schritte

GM verfügt bereits über eine Flotte von selbstfahrenden Autos, die es durch sein Tochterunternehmen Cruise Automation getestet hat. Der Autohersteller plant, ab 2019 vollständig selbstfahrende Autos ohne Lenkräder oder Pedale in Serie zu produzieren.

General Motors sagt, dass es beabsichtigt, seinen eigenen kommerziellen Taxi-Service im Jahr 2019 auf den Markt zu bringen, beginnend in San Francisco. Das Unternehmen hat noch nicht alle Details mitgeteilt, aber es hat gesagt, man plane den Passagieren etwa 1,50 US-Dollar pro Meile in Rechnung zu stellen. Das ist etwa 40 % billiger als die meisten von Menschen betriebenen Mitfahrdienste.

Auf einer Veranstaltung, die bereits im September von Axios veranstaltet wurde, sagte Mary Barra, CEO von GM, dass das Unternehmen hinsichtlich des Gestaltung des Service noch flexibel sei:

„Wir werden die Technologie nächstes Jahr in einer städtischen Umgebung, einer Fahrgemeinschaftsumgebung, einsetzen. Wir haben gesagt, dass wir das entweder alleine machen werden [oder] wir werden das mit einem oder mehreren Partnern machen. Wir halten uns im Moment unsere Optionen offen.“

Ubers Rückkehr

Uber ist im Fahrgeschäft natürlich kein Unbekannter. Das Unternehmen hatte immer ein Auge auf die Entwicklung von selbstfahrenden Technologien mit der Vorstellung, irgendwann eine autonome Version seines beliebten Dienstes auf den Markt zu bringen. Jene Hoffnungen wurden gebremst, nachdem eines der autonomen Fahrzeuge des Unternehmens Anfang des Jahres in Arizona in einen tödlichen Unfall verwickelt war. Kurz darauf stoppte Uber sein Programm.

Vor Kurzem beantragte das Unternehmen jedoch die Zulassung in Pennsylvania, um seine selbstfahrenden Autos erneut zu testen. Uber sagt, dass es seine Software verbessert hat und dass seine Systeme nun Menschen und Objekte früher erkennen und schneller darauf reagieren. Der Neustart von Ubers Programm folgt dicht nach seinem jüngsten Vertrag mit Toyota als Partner in diesem Bereich.

Uber-CEO Dara Khosrowshahi sagte Anfang des Jahres bei einer Bloomberg-Veranstaltung, dass sein Unternehmen plane, bis Mitte 2019 selbstfahrende Roboter-Taxis auf den Markt zu bringen, und bemerkte, dass sie nicht nur zum Testen, sondern auch für den tatsächlichen kommerziellen Gebrauch bestimmt sein werden. Es ist noch etwas unklar, was Uber für das kommende Jahr geplant hat, aber angesichts der Tatsache, dass es mit einem Börsengang im Jahr 2019 plant, glaubt das Management wahrscheinlich, dass man in diesem Bereich bald wettbewerbsfähig sein wird. Uber ist bestrebt, potenziellen Investoren zu zeigen, dass Umsätze aus autonomen Taxidiensten in Sicht sind.

Der Plan von Volkswagen und Intel

Volkswagen ist der zweitgrößte Automobilhersteller der Welt und will sich auch bei den autonomen Taxidiensten unter den führenden Unternehmen positionieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich das Unternehmen kürzlich mit Intels Mobileye zusammengeschlossen, um im nächsten Jahr einen selbstfahrenden Fahrservice in Israel einzuführen.

Volkswagen sagt, dass es die Elektrofahrzeuge für den Service zur Verfügung stellen wird, während Mobileye das „schlüsselfertige Hard- und Software-System“ für die Autonomie der Stufe 4 bereitstellen wird. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge ohne menschliche Beteiligung betrieben werden können (allerdings mit einigen Einschränkungen, wo und unter welchen Bedingungen sie fahren dürfen). Das Unternehmen sagt, dass die Entwicklung des Programms im Jahr 2019 beginnen werde, und die „vollständige Kommerzialisierung“ im Jahr 2022 erfolge.

Der autonome Service von Volkswagen und Mobileye wird etwas später auf den Markt kommen als der von Waymo und GM, aber es lohnt sich, ihn aufgrund der Größe von Volkswagen im Auge zu behalten — und weil die schlüsselfertige Lösung, die von Mobileye dafür entwickelt wurde, in den kommenden Jahren auch von anderen Automobilherstellern problemlos genutzt werden könnte.

Unterm Strich

Die Fristen für den kommerziellen Einsatz autonomer Fahrzeuge — und die Fahrdienste, die sie nutzen werden — bleiben offen. Die Investoren sollten wissen, dass selbst wenn bereits im nächsten Jahr solche Dienste in großem Stil eingeführt werden, es noch Jahre dauern könnte, bis die Unternehmen bedeutende Einnahmen daraus erzielen.

Waymo und GM sind die beiden Unternehmen, die meiner Ansicht nach am meisten und wohl am frühesten davon profitieren werden. Diese Unternehmen sind bei autonomen Fahrzeugtests derzeit führend, und sie legen den Grundstein für die baldige Monetarisierung dieser Dienste.

Intel prognostiziert, dass selbstfahrende Autos bis 2050 eine Fahrgastwirtschaft von 7 Billionen US-Dollar schaffen werden. Angesichts des enormen Potenzials, das in der Kombination von Taxidiensten und autonomen Fahrzeugen steckt, wären die Investoren gut beraten, darüber auf dem Laufenden zu bleiben, welche Unternehmen in diesem Bereich führend sind, und ihre Fortschritte in den nächsten Jahren zu verfolgen.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 09.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien).

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