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Während man derzeit über hohe Verluste lesen kann,
die drei der japanischen Autoproduzenten trifft, schlägt heute eine
Nachricht wie eine Bombe ein. Honda wird einen Hybriden auf den Markt
bringen, der aufgrund von deutlicher Gewichtsersparnis nur 3,3 Liter
auf 100 Kilometer verbrauchen wird.
Und als ob das nicht schon an sich eine Riesenmeldung wäre, legt Honda
noch einen oben drauf. Die Produktionskosten werden um -40 % - ja sie
haben richtig gelesen – um vierzig Prozent gesenkt. Damit will Honda im
Hybrid-Niedrigpreissegment die Führerschaft übernehmen. Laut Auskunft
des Unternehmens wird der Preis bei 1,89 Mio. Yen (ca. 16.400 Euro) und
damit -20 % unter dem sich sehr gut verkaufenden Prius von Toyota
liegen. Wie oben schon angedeutet, trifft diese Technologie- und Preisoffensive auf einen japanischen Automarkt, der massiv unter Druck steht. So leiden die Mazda Motor Corp., die Mitsubishi Motors Corp. und die Fuji Heavy Industries Ltd. sehr unter dem starken Yen und der kollabierenden Autonachfrage. Insbesondere der starke Yen, der die japanischen Autos künstlich verteuert macht den japanischen Autoproduzenten auf den Märkten in Übersee zu schaffen. Dieser ist nämlich in den vergangenen Monaten gegenüber dem Dollar und dem Euro massiv angestiegen. Und das trotz einer schwachen Binnenkonjunktur und extrem niedrigen Zinsen. Offensichtlich führen viele japanischen Anleger ihr in der Vergangenheit im Ausland angelegtes Kapital derzeit wieder zurück. Die Zinsdifferenz und damit hohe Rendite ist aufgrund der Finanzkrise schließlich erheblich geschrumpft. Und auch Unternehmen bzw. Banken benötigen Liquidität, die sie aus dem Ausland abziehen. So hat der MX5-Produzent Mazda im letzten Quartal einen Verlust von -600 Mio. Yen (Vorjahr: +15,9 Mrd. Yen) erwirtschaftet, Mitsubishi Motors einen Verlust von -17,45 Mrd. Yen (Vorjahr: +27,3 Mrd. Yen) und Fuij Heavy einen Verlust von -19,2 Mrd. Yen (Vorjahr: +10 Mrd. Yen). Und auch für Toyota und Nissan Motor Co., die am Freitag ihre Quartalszahlen veröffentlichen, wird ein Verlust erwartet. Obwohl das schon schlechte Daten sind, machen die US-Autobauer mit noch schlechteren Januarzahlen von sich reden. So ist z.B. bei Chrysler der Absatz um sage und schreibe -55 % eingebrochen. General Motors muss -49 % hinnehmen und bei Ford sind es immer noch -40 %. Da stehen deutsche Autobauer noch relativ gut da, sieht man einmal von Mercedes Benz ab, die mit einem -43 %-igen Einbruch leben müssen. Ja, Daimler ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Auch Porsche kommt auf -36 %. Volkswagen schneiden mit -12 % und BMW mit -15 % vergleichsweise gut ab. Honda zeigt also, wohin künftig die Reise gehen wird. Man darf gespannt darauf sein, wie der Rest der Autoproduzenten auf diese Herausforderung reagiert. Einen schönen Tag und hohe Renditen wünscht Ihnen. Ihr Norbert Lohrke |