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WKN: 847400 ISIN: DE0008474008
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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Seit Jahren marschiert die deutsche Wirtschaft stramm bergauf, so die Experten von DWS.

Doch jetzt das: Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung leicht zurückgegangen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken - der erste Quartals-Rückgang seit mehr als drei Jahren.

Habe die Börse wieder einmal früher Bescheid gewusst? Kündige die schwache Börse womöglich eine Rezession an? Das sei unwahrscheinlich: Die meisten Wirtschaftsforscher würden gelassen bleiben. Die Deutsche Bundesbank habe sogar ganz offiziell Entwarnung gegeben. Die jüngste Wachstumsdelle sei auf Sondereffekte zurückzuführen. "Hinter dem Minus steckt vor allem ein Produktionseinbruch in der Kfz-Industrie", habe Bundesbankpräsident Jens Weidmann auf einer Veranstaltung in Berlin gesagt. Er habe ausdrücklich davor gewarnt, den BIP-Rückgang überzubewerten. "Ausschläge der Zahlen nach oben und unten dürfen nicht darüber hinwegtäuschen: Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland und im Euroraum bleibt intakt", so Weidmann.

Zum Jahresende dürfte die deutsche Wirtschaft wieder kräftig expandieren. Im Übrigen sei das Wachstumstempo schon deshalb etwas gebremst worden, weil die Unternehmen mit ihren Kapazitäten am Anschlag seien und einfach nicht noch mehr produzieren könnten. Auch würde es für viele Unternehmen immer schwieriger, die benötigten Arbeitskräfte zu finden.

Ein Wirtschaftseinbruch sehe anders aus. Das würden auch die meisten Wirtschaftsforschungs-Institute finden. Das Münchner ifo Institut habe seine Wachstumsprognose sogar leicht heraufgesetzt, auf jeweils 1,9 Prozent in den Jahren 2018 und 2019. "Wir haben es derzeit mit einer starken Konjunktur in Deutschland zu tun", urteile ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser.

Die gute Wirtschaftslage und die noch immer sehr niedrigen Zinsen dürften auch an den deutschen Unternehmen nicht spurlos vorüber gehen. Es sei zu erwarten, dass viele Unternehmen jetzt mit neuen Investitionen ihr Geschäft weiter ausbauten. "Die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen fördern Investitionsentscheidungen, und der hohe Auslastungsgrad vieler Unternehmen legt eine Erweiterung der Produktionskapazitäten nahe", erläutere der Konjunktur-Experte.

Auch wenn deutsche Aktien zuletzt deutlich Federn hätten lassen müssen, gebe es durchaus Anlass zur Hoffnung. Das liege an folgenden drei Punkten:

- dem nach wie vor guten Wirtschaftsausblick - 1,9 Prozent Wirtschaftswachstum für 2018 und 2019 laut ifo Institut
- einer attraktiven Dividendenrendite von deutlich mehr als drei Prozent
- der im internationalen Vergleich günstigen Bewertung: Aktuell liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis der 30 Aktien im DAX bei durchschnittlich 12,3. Titel des marktbreiten US-Aktienindex S&P 500 würden an der Börse dagegen mit mehr als dem 16-fachen ihres für 2018 geschätzten Jahresgewinns bewertet.

Auch wenn man den Preis der Unternehmen in Relation zu anderen Maßgrößen setze, würden deutsche Titel äußerst billig bleiben. So würden etwa die Aktien im MSCI-Deutschland-Index (66 Aktien, die ungefähr 85 Prozent des deutschen Aktienmarktes repräsentieren würden) mit dem 1,5-fachen ihres Buchwerts bewertet.

Beim Kurs-Buchwert-Verhältnis werde der Aktienkurs ins Verhältnis zum Wert des Eigenkapitals einer Aktie gesetzt.

Der MSCI All Country World Index, der die Wertentwicklung von 23 Industrie- und 24 Schwellenländern abbilde, komme dagegen auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 2,1, würden aktuelle Schätzungen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zeigen.

Nicht nur das Kurs-Gewinn-Verhältnis zeige, dass deutsche Aktien sehr niedrig bewertet seien. Auch in Relation zum Buchwert seien deutsche Aktien preiswerter als Titel aus anderen Teilen der Welt.

Zu den Deutschland-Fonds der DWS gehören: DWS Investa (ISIN DE0008474008 / WKN 847400 ), DWS Deutschland (ISIN DE0008490962 / WKN 849096 ), DWS Aktien Strategie Deutschland (ISIN DE0009769869 / WKN 976986 ) und der DAX UCITS ETF 1C (ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA ). (Ausgabe vom 28.11.2018) (05.12.2018/fc/a/f)


 

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