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Meldung
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben sich am Dienstag im Mittagshandel nach guten ZEW-Daten für die Gewinnzone entschieden.
Der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900 ) gewinnt aktuell 0,45 Prozent auf 6.768,55 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741 ) um 0,36 Prozent auf 10.326,64 Stellen steigt. Für den SDAX (ISIN DE0009653386 / WKN 965338 ) geht es derweil um 0,66 Prozent auf 5.044,78 Zähler nach oben. Der TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327 ) verbessert sich um 0,78 Prozent auf 781,41 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,15 Prozent auf 138,11 Punkte, während sich der Euro um 0,28 Prozent auf 1,3190 US-Dollar verteuert.

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Februar 2012 nach Angaben des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) klar verbessert. So sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 27,0 Punkte gestiegen und liegen nun bei +5,4 Punkten. Der Indikator ist somit erstmals seit Mai 2011 wieder im positiven Bereich; besser war er zuletzt im April 2011. Auch die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich verbessert. Der entsprechende Indikator steigt im Februar um 11,9 auf 40,3 Punkte.

Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen im Dezember 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Beschäftigungszuwachs aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 177.600 Personen bzw. 3,6 Prozent auf knapp 5,2 Millionen per Ende Dezember. Damit setzte sich die seit Januar 2011 anhaltende Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum Dezember 2010 um 1,7 Prozent auf 611 Millionen Stunden zu, obwohl es im Berichtsmonat 21 Arbeitstage gab und somit zwei Tage weniger als im Dezember 2010. Die Entgelte lagen bei rund 18,9 Mrd. Euro - gegenüber dem Vorjahresmonat war das eine Steigerung um 4,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2011 beschäftigten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes 5,1 Millionen Personen, ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Die Zahl der im Jahr 2011 geleisteten Arbeitsstunden nahm um 4,1 Prozent auf 8.035 Millionen zu. Die Entgelte stiegen um 7,2 Prozent auf 228,3 Mrd. Euro.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine uneinheitliche Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,10 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,51 Prozent nach, während der S&P-Future unverändert tendiert. Aus den USA werden heute der Einzelhandelsumsatz, die Import- und Exportpreise sowie die Lagerbestände gemeldet.

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000 ) ist im ersten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Dabei wurde das Ergebnis durch negative Sondereffekte und die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise belastet. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten (ohne Inoxum) wurde mit 9,9 Mrd. Euro (-1 Prozent) stabil auf Vorjahresniveau halten. Das Bereinigte EBIT der fortgeführten Aktivitäten betrug 83 Mio. Euro, gegenüber 261 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der fortgeführten Aktivitäten fiel auf -33 Mio. Euro, nach 261 Mio. Euro im ersten Quartal des vorigen Geschäftsjahres. Hierin enthalten sind insgesamt negative Sondereffekte in Höhe von 116 Mio. Euro - insbesondere Firmenwertberichtigungen bei Marine Systems im Zusammenhang mit der Veräußerung der zivilen Schiffbauaktivitäten. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten nach Steuern belief sich auf -172 Mio. Euro, nach 90 Mio. Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Aktie verschlechtert sich als schwächster Wert im DAX um 2,3 Prozent. Daneben geht es für MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700 ) nach Zahlen zum Geschäftsjahr 2011 um 1,5 Prozent nach oben. Der Umsatz erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12 Prozent auf den neuen Rekordwert von 16,5 Mrd. Euro. Das Ergebnis der MAN Gruppe nach Steuern erreichte allerdings nur 247 Mio. Euro und lag damit 475 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis. Dies ist vor allem auf Aufwendungen zurückzuführen, die mit der Einigung zwischen MAN, IPIC und MPC zur Veräußerung von Ferrostaal verbunden sind (-434 Mio. Euro). Zudem führten Änderungen der Bewertung der Beteiligung an Scania (ISIN SE0000308280 / WKN 899846 ) zu einer Belastung von 182 Mio. Euro.

Deutsche Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000 ) geben um 0,6 Prozent nach. Die Bank und die Erben des vergangenen Sommer verstorbenen Medienmoguls Leo Kirch wollen sich einem Medienbericht zufolge offenbar im Rahmen eines Vergleichs einigen. Wie es heißt, geben sich die Erben von Kirch, der ursprünglich knapp 4 Mrd. Euro Schadenersatz gefordert hatte, nun mit knapp 800 Mio. Euro zufrieden. Grundsätzlich hätten sich beide Parteien auf diesen Vergleich verständigt, wobei der Vorstand der Deutschen Bank noch zustimmen müsse. Die Spitzenposition im DAX wird nach wie vor von den Titeln der Deutschen Börse AG mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent eingenommen.

Zahlen gab es heute auch aus dem MDAX. Aurubis (ISIN DE0006766504 / WKN 676650 ) konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 Umsatz und Ergebnis verbessern. Die Umsatzerlöse haben sich trotz eines gesunkenen durchschnittlichen Kupferpreises auf 3,15 Mrd. Euro erhöht, nach 2,73 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis vor Steuern (IFRS) wurde von 135 Mio. auf 190 Mio. Euro verbessert. Ferner kletterte das operative Ergebnis vor Steuern deutlich gegenüber dem von Sondereffekten belasteten Vorjahresquartal (-21 Mio. Euro) und betrug 86 Mio. Euro. Aurubis erwartet nicht, dass sich die Ergebnislage des guten ersten Quartals so fortsetzen wird, jedoch geht der Konzern von einem zufriedenstellenden Gesamtjahresergebnis aus. Die Anteilsscheine des Kupferherstellers verbilligen sich um 0,3 Prozent. LEONI (ISIN DE0005408884 / WKN 540888 ) hat indes nach vorläufigen Berechnungen im Geschäftsjahr 2011 einen Rekordumsatz erwirtschaftet und den Jahresüberschuss mehr als verdoppelt. So belief sich der Umsatz auf 3,7 Mrd. Euro, womit das Unternehmen seine Erlöse im Vergleich zum Vorjahr (2,96 Mrd. Euro) um ein Viertel steigern konnte. Der Konzernüberschuss hat sich mit 156 Mio. Euro (Vorjahr: 67 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Für das laufende Geschäftsjahr 2012 geht LEONI davon aus, in Abhängigkeit von der weltweiten Konjunkturlage den Konzernumsatz auf 3,8 bis 4,0 Mrd. Euro steigern zu können. Der Titel des Automobilzulieferers verschlechtert sich um 1,5 Prozent. Schließlich fliegen EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914 ) um 0,4 Prozent vor. Der zum Luft- und Raumfahrtkonzern gehörende Flugzeugbauer Airbus hat einen weiteren Großauftrag erhalten. So hat die ALFACO (Aviation Lease and Finance Company) weitere 35 Flugzeuge der A320neo-Familie fest in Auftrag gegeben. Damit hat das internationale Flugzeugleasingunternehmen mit Sitz in Kuwait nun insgesamt 85 Single-Aisle-Jets dieses Typs bei Airbus bestellt.

Der Im TecDAX notierte Medizintechnikanbieter Carl Zeiss Meditec (ISIN DE0005313704 / WKN 531370 ) hat im ersten Quartal den Gewinn erhöht. Auch der Umsatz lag mit 210,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 185,2 Mio. Euro. Unter dem Strich stieg das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter auf 16,9 Mio. Euro, nach 13,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktie schießt an der Indexspitze um 6,1 Prozent nach oben.

Hamborner REIT (ISIN DE0006013006 / WKN 601300 ) verbessern sich um 0,4 Prozent. Der Konzern hat im abgelaufenen Fiskaljahr nach vorläufigen Berechnungen mit einem Ergebnisanstieg aufgewartet. Demnach lagen die Miet- und Pachterlöse mit rund 32,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 25,0 Mio. Euro, was einem Plus von rund 29 Prozent entspricht. Der Jahresüberschuss lag bei rund 7,9 Mio. Euro, nach 5,7 Mio. Euro im Vorjahr.

DAX: 6.768,55 (+0,45 Prozent) MDAX: 10.326,64 (+0,36 Prozent) SDAX: 5.044,78 (+0,66 Prozent) TecDAX: 781,41 (+0,78 Prozent) (14.02.2012/ac/n/m)


 

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