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Meldung
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst
Der DAX legte auch heute Vormittag den Rückwärtsgang ein, da sich die
Marktteilnehmer vor den wichtigen Impulsen in Form der Details zu den
EZB-Staatsanleihekäufen morgen und den US-Nonfarm-Payrolls am Freitag in
Wartestellung begeben.
Gestern war der Rekordlauf an der
11.465-Punkte-Marke gestrandet, wo schließlich Gewinnmitnahmen
einsetzten. Beide Ereignisse könnten zu einer höheren Volatilität in die
eine oder andere Richtung führen, wobei beim DAX die 11.000-Punkte-Marke
eine entscheidende Rolle spielen dürfte. Ein Halten der Marke oder auch
ein Bruch würde dann die Frage beantworten, ob nun eine richtige
Korrektur ansteht oder die Rekordjagd direkt weitergehen kann.

Aus charttechnischer Sicht hat der DAX gestern im Stundenchart ein
Doppeltopp ausgebildet und direkt auch das theoretische Kursziel
abgeholt. Mit einem Bruch der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie vom 17.
Februar sind allerdings weitere Abgaben möglich. Potenzielle
Unterstützungen könnten sich nun an der 11.250- und 11.200-Punkte-Zone
finden. Darunter könnte die 11.160 stützend wirken, während spätestens
bei der 11.000-Punkte-Marke der DAX wieder abgeholt werden sollte.
Darunter drohen heftigere Abgaben in Richtung 10.550 Punkte.

Neben den beiden oben erwähnten Impulsgebern, steht morgen auch das
treffen des chinesischen Volkskongresses im Blickpunkt der Investoren.
Auf diesem könnte die chinesische Regierung ihre
Wirtschafts-Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 7 Prozent
runterschrauben, vermutlich aber flankiert durch die Ankündigung von
weiteren Konjunkturstimuli.

Die Einkaufsmanagerindizes des Dienstleistungssektors aus Italien und
Deutschland verpassten knapp die Erwartungen, blieben allerdings im
expansiven Bereich. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex der
Eurozone wies aber den dritten Monat in Folge einen Anstieg aus. Im
Februar stieg der Wert auf 53,3 Zähler, den höchsten Stand seit über
einem halben Jahr. Für europäische Aktien ein gutes Zeichen, denn
US-Investoren schichten angesichts des starken USD und den verbesserten
Wachstumsaussichten, bei gleichzeitig weiterhin günstigerer Bewertung
als die US-Pendants, ihr Geld zunehmend nach Europa um.

Als nächstes werden noch die Einzelhandelsumsätze der Eurozone, sowie am
Nachmittag der private ADP-Jobbericht und das Fed Beige Book im Fokus
stehen. Aber auch der ISM-Einkaufsmanagerindex des
Dienstleistungsgewerbes der USA könnte noch Impulse liefern.

Wieder volatiler zeigt sich aktuell das EUR/USD-Währungspaar. Am
Vormittag ist der Kurs bis auf knapp 1,1116 USD eingebrochen, dem
tiefsten Stand seit dem 25. Januar. Bei knapp 1,11 USD befindet sich das
Jahrestief. Sollte der Kursverfall hier nicht gestoppt werden können,
sind weitere Abgaben bis auf 1,1076 und darunter 1,0950 USD nicht
ausgeschlossen. Sollte sich der Kurs hier fangen und eine Erholung
einleiten, könnte sich wiederrum ein Doppelboden ausbilden der eine
Erholung unterstützt.

Die Futures auf de Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit leichten
Abschlägen gegenüber den gestrigen Schlusskursen gehandelt und deuten
damit eine relativ stabile Eröffnung an.


* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider
Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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