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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger haben am Mittwoch nach dem Kursrutsch des Dax wieder zugegriffen. Zwar ging es am Vormittag noch für den deutschen Leitindex ein Stück weiter nach unten, dann berappelte sich das Börsenbarometer wieder: Mit einem kräftigen Plus von 0,98 Prozent auf 11 390,38 Punkte beendete der Dax den Handel auf Tageshoch. Am Dienstag hatte der Index bei 11 465 Punkten einen Rekord erreicht, dann aber im Sog schwächerer US-Börsen den Rückwärtsgang eingelegt.

Dem MDax der mittelgroßen Werte gelang ebenfalls die Wende zurück ins Plus: Er rückte zur Wochenmitte um 0,39 Prozent auf 19 960,36 Punkte vor. Der TecDax trat mit plus 0,11 Prozent auf 1569,40 Punkten auf der Stelle.

"Der Dax hat wieder einmal die Kurve gekriegt", sagte MarktAnalyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Schon bei 11 200 Punkten hätten Anleger wieder beherzt zugegriffen. "Als Katalysator wirkte der schwache Euro." Nachdem der aktuelle ISM-Index zeigte, dass sich die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA im Februar überraschend weiter aufgehellt hat, war die Gemeinschaftswährung auf ein Elfeinhalbjahrestief unter 1,11 US-Dollar gefallen. "Im Gleichschritt entwickelte der Dax wieder sein berühmtes Eigenleben der vergangenen Wochen und baute seine relative Stärke zu den US-Börsen weiter aus", sagte Paciorek.

HENKEL UND SPRINGER SCHWACH NACH ZAHLEN UND REKORDLAUF

Die wieder optimistische Stimmung reichte allerdings nicht aus, um auch den Papieren von Henkel und Axel Springer zu weiterem Auftrieb zu verhelfen. Eine Bilanz mit Licht und Schatten sowie teilweise enttäuschende Unternehmensziele bremsten den Rekordlauf der Henkel-Aktie aus. Anleger nahmen Gewinne mit; der Kurs fiel um 0,75 Prozent.

Das gleiche Bild ergab sich bei den Papieren von Axel Springer, die ebenfalls in den vergangenen Monaten rasant gestiegen waren. Die Aktien des Medienkonzerns knickten nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen um 5,25 Prozent ein. Analysten bemängelten insbesondere die neuen Jahresziele für Umsatz und operatives Ergebnis.

Ein umfangreicher Aktienverkauf drückte die Papiere von RIB Software um 2,68 Prozent ins Minus auf 12,70 Euro. Unternehmenschef Thomas Wolf habe über die Berenberg Bank 1,85 Millionen Aktien platziert, sagten Händler. Die Papiere seien zu 12,60 Euro am unteren Ende der anvisierten Spanne an Investoren gegangen.

BMW UND DAIMLER GEFRAGT NACH US-ABSATZZAHLEN

Zudem stachen noch die Aktien der Premium-Autohersteller BMW und Daimler hervor, die von überdurchschnittlich starken US-Absatzzahlen im Februar profitierten. Die Daimler-Aktien nahmen die Dax-Spitze ein mit plus 2,79 Prozent und verzeichneten ein neues Hoch seit 1999, die von BMW gewannen 1,80 Prozent.

Am europäischen Aktienmarkt war die Stimmung ebenfalls gut: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,97 Prozent auf 3583,44 Punkte hoch. Gewinne wurden auch in Paris und London verzeichnet. In den USA hingegen gaben die Börsen nach.

EURO UNTER 1,11 US-DOLLAR

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,29 Prozent von 0,28 Prozent am Vortag. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 140,04 Punkte. Der Bund Future sank um 0,06 Prozent auf 158,70 Punkte. Der Kurs des Euro gab kräftig nach und sank am Abend auf 1,1075 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1124 (Dienstag: 1,1168) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8990 (0,8954) Euro./ck/stb

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---



 

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