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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Rosenmontag etwas stabilisiert: Der deutsche Leitindex rückte um 0,15 Prozent auf 11 821,80 Punkte vor. In der Vorwoche hatte es das Börsenbarometer erstmals seit Mai 2015 über 12 000 Punkte geschafft. In dieser Höhe ging ihm jedoch schnell die Luft aus. Ein deutlicher Verkaufsdruck ließ ihn wieder um bis zu 300 Punkte abrutschen.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax kam derweil am Montag mit minus 0,07 Prozent auf 23 328,05 Zähler kaum vom Fleck, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,40 Prozent auf 1893,39 Punkte stieg. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte ebenfalls moderat zu.

REKORDLAUF AN DER WALL STREET GEHT WEITER

Für die aktuelle Stabilisierung macht Analyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK die Wall Street verantwortlich. Nach einem schwächeren Auftakt war es dem Dow Jones Industrial am Freitag gelungen, seine Serie an Schlussrekorden auch am elften Tag fortzuschreiben. Das sei die längste Serie seit 1992.

Die Anleger hatten zwischenzeitlich etwas die Geduld verloren angesichts weiter fehlender Details zu den von US-Präsident Donald Trump versprochenen Steuergeschenken. Sie setzen nun auf den Dienstag, an dem sich der Republikaner vor dem Kongress zu diesem Thema äußern will. Im Hintergrund schwele jedoch weiter die Unsicherheit rund um die Frage, ob die US-Notenbank schon im März den Leitzins ein weiteres Mal anhebt, schrieb Markus Huber, Händler für City of London Markets.

DEUTSCHE BÖRSE DEUTLICH IM MINUS

Thema des Tages ist das mögliche Aus der Fusion der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE). Hintergrund ist die Weigerung des Londoner Börsenbetreibers, den Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräußern. Diesen Schritt verlangen jedoch die Wettbewerbshüter der EU-Kommission. Die Anleger reagierten verschreckt: Die bereits zum Umtausch eingereichten Aktien der Deutschen Börse fielen um rund 5 Prozent und waren damit das klare Schlusslicht im Dax.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen konnten sich derweil im frühen Handel nicht im Plus halten und gaben um 0,64 Prozent nach. Die Folgen der Abgas-Manipulationen belasten den Autobauer weiter. Dennoch fuhr der Konzern im vergangenen Jahr vor allem wegen seiner Stärke in China unterm Strich einen Gewinn von 5,1 Milliarden Euro ein, nach einem Rekordverlust von knapp 1,6 Milliarden Euro zuvor. Analyst Sascha Gommel von der Commerzbank nannte die vorläufigen Ergebnisse für das Schlussquartal wenig inspirierend.

ADIDAS NEHMEN KURS AUF REKORDHOCH

Adidas-Aktien nahmen derweil ihr Rekordhoch aus dem vergangenen Oktober bei 160,30 Euro wieder in Angriff. Auftrieb gaben Kaufempfehlungen der UBS und von RBC Capital. Zuletzt lagen die Papiere der Herzogenauracher mit 3,52 Prozent im Plus bei 157,25 Euro.

Nordex-Aktien gerieten nach erneut negativen Analysteneinschätzungen weiter unter Druck und büßten knapp 2 Prozent ein. Der Windkraftanlagenbauer hatte am Donnerstag seine Umsatzprognosen zurechtgestutzt./la/das



 

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