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Ralf Anders: Acciona

Man muss den Tatsachen ins Auge sehen: Wir befinden uns in einer heftigen Rezession. Wenn wir dort herauskommen wollen, dann kommt es darauf an, dass wirksame Konjunkturprogramme angestoßen werden. Es müssen Arbeitsplätze erhalten und gleichzeitig möglichst noch etwas gegen die Klimakrise getan werden. 

Da trifft es sich gut, dass es mit Acciona (WKN: 865629) einen der nachhaltigsten Konzerne überhaupt gibt, der sich im Bausegment unter anderem auf Zugstrecken, Windparks und Wasserinfrastruktur konzentriert.

Konzessionen für Krankenhäuser, Wasser- und anderer Infrastruktur, Dienstleistungen sowie der Betrieb von 10 Gigawatt weltweit verstreuter erneuerbarer Energien sorgen daneben für diversifizierte Umsatzströme. Die Aktie wirkt günstig und ist jetzt einen genaueren Blick wert.

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Acciona.


Caio Reimertshofer: Facebook

Facebook (WKN: A1JWVX) hat kürzlich bekannt gegeben, dass es für kleinere Unternehmen auf der Social-Media-Plattform nun möglich sei, einen E-Commerce-Shop zu erstellen. Damit dringt der Zuckerberg-Konzern in einen weiteren Bereich vor.

Die Werbemöglichkeiten auf Facebook, aufgrund der gesammelten Daten über Nutzer, sind ohnehin für Unternehmen äußerst attraktiv. Das nun mit der Möglichkeit eines eigenen Shops zu kombinieren, erscheint mir durchaus sinnig.

Mark Zuckerberg betont, dass Facebook diese Neuerung im Zuge der Corona-Pandemie stark vorangetrieben hat und nur bei tatsächlichen Käufen eine Gebühr von den Verkäufern abnehmen möchte. Daher glaube ich, dass der Konzern zukünftig viel unabhängiger von den Werbeeinnahmen werden möchte und sein könnte. Dazu gibt es auch noch andere Bemühungen, wie die eigene Kryptowährung oder auch Augmented-Reality-Technologie, die schlussendlich auch für Käufe über die Shops eingebunden werden könnten.

Facebook sollte man daher nicht nur auf die Werbeeinnahmen reduzieren, denn der Konzern entwickelt sich stets weiter. Entsprechend könnte die Aktie in diesem Monat – und im Coronavirus-Umfeld – eine spannende Gelegenheit für ein langfristiges Engagement bieten.

Caio Reimertshofer besitzt keine Aktien von Facebook.


Stefan Naerger: Nvidia

Der Sommer gehört in meinen Augen einzig und allein der Nvidia (WKN: 918422)-Aktie. Der Chipentwickler aus Kalifornien hat mal wieder einen Kracher aus dem Hut gezaubert, der die Konkurrenz ziemlich alt aussehen lässt.

Gemeint ist der brandneue Ampere-Chip, der Kritiker vom Moore’schen Gesetz mal wieder glatt im Regen stehen lässt. Im GPU-Vollausbau stecken sagenhafte 8.192 Rechenkerne – Wow! Das kleine Leistungswunder ist selbstredend nichts für Gamer, sondern eher für leistungsstarke Rechenzentren gedacht. Das erste Ampere-System von Nvidia ist ein Deep-Learning-Server mit einem Preis von knapp 200.000 US-Dollar. 

Ist die Grenze der Rechenleistung irgendwann erreicht? Vielleicht! Doch Nvidia beweist wieder einmal, dass hier noch einiges an Leistung herauszukitzeln ist. Wer mit an der Zukunft rechnen möchte, ist mit der Nvidia-Aktie in meinen Augen auch in 2020 optimal aufgestellt.

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Nvidia.


Robin Gey: adidas

Im Juni könnte die Aktie von adidas (WKN: A1EWWW) in den Fokus der Investoren rücken. Adidas musste im Zuge des weltweiten Lockdowns viele seiner Läden schließen und war daher stark betroffen von der Corona-Krise. Nun sieht es aber so aus, als würde sich unser Alltag langsam wieder normalisieren und auch adidas kann seine Läden wieder öffnen.

Wenn sich die Nachrichtenlage rund um adidas aufhellt, könnte dies der stark gebeutelten Aktie Aufwind verleihen. Diese steht aktuell noch rund 25 % unter ihrem Rekordhoch von Anfang des Jahres. Da ich langfristig sowieso von einer positiven Zukunft für adidas überzeugt bin, könnte sich jetzt ein guter Zeitpunkt bieten, um die Aktie günstig einzusammeln.  

Robin Gey besitzt Aktien von adidas.


Florian Hainzl: Aena

Im Juni möchte ich mich mit den Papieren von Aena (WKN: A12D3A) genauer beschäftigen. Möglicherweise ist es für eine Investition aktuell noch zu früh. Das Unternehmen wird als größter Flughafenbetreiber in Spanien von den ausbleibenden Touristen besonders getroffen. Allerdings scheint es jetzt mit den ersten Lockerungen Licht am Ende des Tunnels zu geben.

Hiervon sollte Aena profitieren. Der große Vorteil eines Flughafenbetreibers ist, dass er im Gegensatz zu Airlines keine Konkurrenz fürchten muss. So schnell wird in Mallorca nicht noch einmal ein zusätzlicher Flughafen eröffnet. Diese Monopolstellung führt seit 2016 konstant zu EBIT-Margen über 40 % und stabilem Umsatz- und Ergebniswachstum. Für diesen spannenden Mix wird das erwartete Verhältnis für 2021 aus Unternehmenswert zu dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf marketscreener.com mit relativ bescheidenen 10,2 angegeben (Stand: 24.05.2020).

Florian Hainzl besitzt keine Aktien von Aena.


Vincent Uhr: Sixt

Die Bewertungen sind nach der Corona-Korrektur inzwischen wieder etwas teurer geworden. Wer als Investor daher langfristig die besten Renditen einfahren will, der sollte sich besser auf solide Megatrends fokussieren.

Meine Top-Aktie für Juni, Sixt (WKN: 723132), bedient dabei den langfristigen Trend der sich verändernden Mobilität. In einer Welt, die künftig stärker von Mobilitätsdienstleistungen abhängig sein wird, dürfte der einstige Autovermieter und mehr und mehr Mobilitätsdienstleister eine interessante Wahl sein.

Die Möglichkeit einer zunehmend digitaleren Welt, die grundsätzlich ein Risiko sein könnte, wird dabei von dem Wachstumspotenzial für Sixt im US-amerikanischen Markt ausgeglichen. Wobei speziell die Hertz-Insolvenz und der geplante Schrumpfkurs der US-Amerikaner mehr Marktanteile für Sixt versprechen könnte. Auch wenn es momentan schmerzt, könnte die Sixt-Aktie daher langfristig eine attraktive Wahl sein.

Vincent Uhr besitzt Aktien von Sixt.


Peter Roegner: Walmart

Die Corona-Pandemie wird viele Verlierer produzieren, insbesondere kleine Restaurants und Einzelhändler. Ich erwarte allerdings, dass diejenigen, die überleben, noch größer und noch stärker aus der Krise hervorgehen werden, wie zum Beispiel Walmart (WKN: 860853). Die größte Einzelhandelskette der Welt profitiert schon jetzt massiv: Im ersten Quartal meldete Walmart einen 10%igen Anstieg der Verkäufe auf vergleichbarer Basis, da die Kunden zwar seltener kamen, aber bei jedem Besuch mehr kauften.

Besondere Chancen ergeben sich für Walmart auch aus dem Wachstum des E-Commerce. Im ersten Quartal betrug der Zuwachs hier 74 % (verglichen mit einem Anstieg im vierten Quartal um „nur“ 35 %).

Walmart ist ein erstklassiger Retailer mit einer großen Anzahl an Geschäften, die jeder Amerikaner schnell erreichen kann, und Produkten des täglichen Bedarfs. Dieser Dividendenaristokrat verleiht jedem Depot Stabilität und lässt Foolishe Anleger ruhig schlafen.

Peter Roegner besitzt keine Aktien von Walmart.


Christof Welzel: Admiral Group

Admiral Group (WKN: A0DJ58) verkauft in Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich und den USA hauptsächlich Kfz- aber auch Haushalts- und Reiseversicherungen. Das Unternehmen betreibt zudem Vergleichsportale.

Admiral steigerte bisher jedes Jahr seine Kundenzahl und mit ihnen die Erträge. 2019 waren es bereits 6,98 Mio. Kunden (7 % mehr als im Vorjahr), die dem Unternehmen einen Nettoumsatz von 1.350 Mio. Britischen Pfund bescherten. Mittlerweile sind schon Großkonzerne, wie die Münchener Rück auf die Admiral Group aufmerksam geworden. Sie hat sich 10,2 % der Aktien gesichert. 

Admiral zahlt bisher weiter seine Ausschüttungen, die seit 2005 von 24,6 auf zuletzt 119,3 Pence gestiegen sind. Dies entspricht zum heutigen Kurs immer noch einer Dividendenrendite von 5,23 % (25.05.2020). 

Christof Welzel besitzt keine Aktien der Admiral Group.


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Kanadas Antwort auf Amazon.com!

… und warum es vielleicht unsere zweite Chance ist, ein echtes E-Commerce-Vermögen aufzubauen. Das smarte Geld investiert bereits in eine Firma aus Ontario, die noch deutlich unter dem Radar der Masse fliegt: 3 der cleversten (und erfolgreichsten!) Investoren, die wir kennen, sagen: Diese besonderen Aktien jetzt zu kaufen, ist so wie eine Zeitreise zurück ins Jahr 1997, um bei Amazon-Aktien einzusteigen — bevor diese um 47.000 % explodiert sind und ganz normale Anleger reicher gemacht haben als in ihren kühnsten Träumen.

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Randi Zuckerberg, eine frühere Leiterin der Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook sowie Schwester von CEO Mark Zuckerberg, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook und NVIDIA.

Motley Fool Deutschland 2020

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