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Meldung
 

BMW: Sparen und nochmals sparen!

 

Jüngster Einbruch des Ölpreises und der wiedererstarkte US-Dollar machen Hoffnung. Aber BMW hat einen weiten Weg vor sich.

 

Eigentlich sehen die Verkaufszahlen gar nicht so schlecht aus: Sowohl im Juni als auch im Juli hat BMW weltweit mehr Autos verkauft als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres. Im Juli waren es 125.812 Fahrzeuge und damit 2,2 Prozent mehr als im Juli 2007. Auch der Halbjahresvergleich fällt mit plus 4,4 Prozent auf knapp 891.000 Autos positiv aus.

 

Das ist zunächst einmal positiv und wichtig, denn je mehr BMWs auf den Straßen der Welt unterwegs sind, umso mehr verdienen die Münchener auch am Service bzw. den Reparaturen.

 

Die Margen leiden

 

Das Problem: BMW verdient dabei viel weniger als ursprünglich geplant. Vor allem der Einbruch der Gebrauchtwagenpreise in den USA macht dem Autobauer zu schaffen. Die Prognose für den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) wurde um drastische 40 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesenkt. Die EBIT-Rendite lag nur bei 3,9 Prozent.

 

Das ist erschreckend niedrig. Konkurrent Daimler schaffte 9,3 Prozent. Sogar VW, die als Volumenhersteller normalerweise viel geringere Renditen haben, schnitt mit 5,7 Prozent besser ab. Die Senkung des Ausblicks beim Kreditrating durch die Ratingagentur Moody`s von „stabil“ auf „negativ“ ist ein deutlicher Schuss vor den Bug für das Unternehmen.

 

Wenn das Ziel einer 6%-igen EBIT-Marge bis 2010 gelingen soll, dann muss jetzt massiv an der Kostenschraube gedreht werden. Ein erster Schritt: Die in der Gerüchteküche heiß diskutierte Einkaufskooperation mit Daimler, vor Jahren noch undenkbar, scheint nun konkret zu werden.

 

In einem ersten Schritt sollen „nicht markendifferenzierende“ Teile wie Fensterheber, Zugangssysteme oder Lüftungssysteme vereinheitlicht werden. Einen Hoffnungsschimmer gab es zuletzt auch von der Rohstoff- und Währungsfront.

 

Ein stark fallender Ölpreis einerseits und ein wieder erstarkender US Dollar verbessern die Verkaufssichten für Automobilbauer allgemein und für BMW im Speziellen. Durch den hohen US-Anteil am Umsatz erhöht ein stärkerer Dollar die Erlöse in Euro.

 

 

Mein Fazit:

 

BMW hat einen weiten Weg vor sich, um die Renditeziele wieder zu erreichen. Betrachtet man nur das KGV ist die Aktie aktuell nicht billig. Aber für die Zukunft besteht hohes Einsparpotenzial. Halten.

 

 

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Viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage wünscht Ihnen

 

Ihr

Armin Brack

Chefredakteur Geldanlage-Report

 

 

 




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