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Die Aktie von Volkswagen (WKN: 766403) gehört in diesem Jahr trotz der Kategorie zyklische Konsumgüter zu den stärkeren Performern in unserem heimischen Leitindex. Seit Jahresbeginn konnte das Papier von einem Kursniveau von 136,26 Euro auf die derzeitige Notierung von über 175 Euro (18.11.2019) je Anteilsschein zulegen. Das entspricht immerhin einem Kursplus von 28,4 % im Jahresvergleich.

Definitiv eine rasante Entwicklung für einen Autobauer, die die Peers BMW (WKN: 519000) und Daimler (WKN: 710000) weit hinter sich gelassen hat. Nichtsdestoweniger scheint nun zu Beginn der neuen Woche ein wenig Sand ins Getriebe dieser Aufholjagd gekommen zu sein. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren diesbezüglich wissen sollten und warum das herausfordernde Geschäftsumfeld nun offenbar auch bei den Wolfsburgern angekommen zu sein scheint.

Das Management senkt die mittelfristige Prognose

Wie das Unternehmen zu Beginn der aktuellen Woche nämlich verkündet hat, ist man weniger zuversichtlich für das kommende Geschäftsjahr. Demnach rechne der Vorstand in seiner mittelfristigen Prognose zwischen den Jahren 2016 und 2020, also einem Korridor, der im kommenden Jahr ein Ende findet, lediglich noch mit einem Umsatzplus von insgesamt 20 %. Im Vorfeld ist man hier noch davon ausgegangen, dass die Umsätze ausgehend vom Geschäftsjahr 2016 noch um 25 % steigen werden.

Bei einem Jahresumsatz von 217,3 Mrd. Euro bedeutet diese kleinere Prognoseanpassung, dass Volkswagen bis Ende des kommenden Jahres mit rund 10,8 Mrd. Euro weniger an Erlösen rechnet, was definitiv nicht wenig ist. Zumal diese Entwicklung ergebniswirksam werden soll, denn der Betriebsgewinn vor Sondereffekten soll im kommenden Jahr lediglich um 25 % im 5-Jahresvergleich steigen. Zuvor ist man bei dieser Kennzahl noch von einem Anstieg von mehr als 30 % ausgegangen, was wohl insbesondere den Knick im aktuellen Kursverlauf im mittleren einstelligen Prozentbereich erklären dürfte.

Als Grund für diese schwächere Performance wird das weiterhin raue Marktumfeld genannt. So sei man insbesondere auch für das kommende Geschäftsjahr pessimistisch, was das Wachstum angehe, einige Regionen seien demnach weiter rückläufig. Das Beste der Party sei vorbei, wie Finanzvorstand Witter in diesem Kontext sagte. Zumindest für den Moment sei demnach eher mit schwächeren operativen Entwicklungen zu rechnen.

Investitionen in die Zukunft angehoben

Im krassen Kontrast dazu hat das Management von Volkswagen erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, wie sich die Investitionen auch in neue Zukunftsmärkte entwickeln werden. Zwischen den Jahren 2020 und 2024 werde der Autokonzern rund 60 Mrd. Euro in den Bereichen Elektromobilität, Mobilitätsdienstleistungen und Digitalisierung ausgeben. Das entspräche einem Anteil von rund 40 % gemessen an allen Sach- und Entwicklungsinvestitionen.

Rund 33 Mrd. Euro sollen demnach alleine in die Elektromobilität und die Entwicklung derartiger Lösungen und Automobile fließen, was bei diesen Investitionen gewiss den Löwenanteil ausmachen wird. Damit legt sich Volkswagen wohl sehr eindrucksvoll fest, was die Zukunft der Antriebstechnologie und auch des Gesamtmarktes angeht.

Die Jahre der Transformation

Wie wir im Endeffekt sehen können, befindet sich Volkswagen in einer Phase der Transformation. Das Marktwachstum verlangsamt sich in diesen Tagen bedingt durch Handelskonflikte und auch konjunkturelle Sorgen. Eine Entwicklung, die sich auch bei den anderen DAX-Autobauern Daimler und BMW abgezeichnet hat.

Viel wegweisender dürften jedenfalls die Investitionen sein, die Volkswagen diesem Kontext angekündigt hat. Damit stellt der weltweit größte Autobauer wohl unterm Strich wichtige Weichen für die Zukunft, die womöglich auch wieder Wachstum nach sich ziehen werden.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW.

Motley Fool Deutschland 2019

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