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Meldung

Die Tesla-Aktie spaltet die weltweite Investorengemeinde wie kaum ein anderer Wert: Die einen sehen Elon Musk mit seinem Unternehmen scheitern und die anderen gehen nach wie vor davon aus, dass er über kurz oder lang den Weltmarkt für Mobilität beherrschen wird.

tesla-model-3

Je nach Nachrichtenlage gewinnt mal das eine und mal das andere Lager die Oberhand in der allgemeinen Meinungsbildung. Folgerichtig schwankt auch die Aktie zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.

Auch die wikifolio.com-Community hat keine eindeutige Meinung zur Zukunft von  Tesla . Immerhin 43 Prozent der Teilnehmer waren in einem Voting Ende Mai der Ansicht, dass Tesla „gegen die Wand fährt“ - was auch immer das bedeuten mag.

Ich selbst habe an dieser Stelle unter dem Titel „Showdown bei Tesla“ vor 13 Monaten bereits eine sehr kritische Position zur Tesla-Aktie bezogen. Damals lag der Kurs bei 300 US-Dollar. Nach dem folgenden Kurssturz bis unter 200 US-Dollar hat sich die Aktie zuletzt wieder etwas erholt und kostet aktuell ca. 225 US-Dollar. Das entspricht einem Unternehmenswert von etwa 48 Milliarden Dollar, wenn man die Schulden berücksichtigt.

Nicht nur die Tesla-Aktie, auch die Tesla-Anleihen haben in den letzten 12 Monaten massiv an Wert verloren. Das ist ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass immer mehr Investoren das Vertrauen in die langfristige Zukunft des Unternehmens verloren haben. Durch eine Kapitalerhöhung von 2,7 Milliarden US-Dollar im Mai hat sich die Lage etwas entspannt und Tesla hat Zeit gewonnen. Aber Elon Musk hat selbst in einer E-Mail an seine Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass dieses Geld bei unverändert anhaltendem Cash-Burn nur etwa ein Jahr ausreichen wird. Die finanzielle Lage bleibt also auch weiter angespannt.

Tesla wird zum irdischen Unternehmen

Bis Ende 2018 wurde Tesla vom Finanzmarkt als High-Tech-Unternehmen gefeiert und ähnlich hoch wie ein Software-Hersteller bewertet. Jetzt hat die Anlegergemeinde weltweit offenbar ernüchtert festgestellt, dass Tesla trotz aller Innovation ein kapitalintensiver und margenschwacher Automobilhersteller ist, der noch viele Milliarden Dollar zusätzliches Geld von außen brauchen wird, wenn er sich denn in neue Größenordnungen hinein entwickeln will.

Daher ist ein Vergleich der Tesla-Aktie mit High-Growth-Softwaretiteln, die sich aufgrund ihrer hohen Bruttomargen zügig in echte Cash-Maschinen verwandeln können, unangebracht. Stattdessen sollte man die Tesla-Aktie lieber mit anderen Auto-Aktien wie beispielsweise die Titel von  BMW ,  Volkswagen oder  General Motors vergleichen.

Tesla verfügt derzeit unbestritten über einen wesentlichen technologischen Vorsprung. Aufgrund ihrer überlegenen finanziellen Mittel könnten die besten der etablierten Autobauer diesen in den kommenden Jahren aber tatsächlich aufholen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass zum Beispiel der VW-Konzern bis 2025 mehr E-Autos auf Basis seiner neuen MEB-Plattform verkauft als Tesla.

  Tesla GM BMW VW
Auslieferungen 2018 (in Mio. Stück) 0,35 8,4 2,1 10,8
Umsatz 2019 (e) 25 Mrd. $ 147 Mrd. $ 98 Mrd. € 242 Mrd. €
Cash 2,2 Mrd. $ 17,9 Mrd. $ 18,9 Mrd. € 39,3 Mrd. €
Schulden 11,5 Mrd. $ 107 Mrd. $ 86,4 Mrd. € 153,9 Mrd. €
Eigenkapital 4,6 Mrd. $ 41 Mrd. $ 58 Mrd. € 117 Mrd. €
Marktkapitalisierung 36 Mrd. $ 50 Mrd. $ 40 Mrd. € 72 Mrd. €

Die Tabelle zeigt, dass die Tesla-Aktie im Branchenvergleich auch nach dem Kurssturz immer noch sehr viel teurer ist als alle anderen Automobilwerte. Ich erwarte, dass sich die Bewertungen in den kommenden Jahren mit der Einführung der angekündigten E-Auto-Plattformen zum Beispiel von VW und BMW weiter einander annähern werden - und zwar von beiden Seiten.

Eine Chance zur Aufrechterhaltung der luftigen Bewertung der Tesla-Aktie wäre es, wenn es dem Unternehmen gelingt, auch zukünftig nicht als „normaler“ Auto-Hersteller wahrgenommen zu werden. Nur dann könnte man weiterhin in einer eigenen Liga spielen.

Eine denkbare Strategie könnte es sein, sich mit den Tesla-Fahrzeugen bewusst in eine lukrative Nische zurückzuziehen und die eigene Technologie zusätzlich an andere Hersteller zu lizensieren und so in die Breite zu tragen, ohne all die Fahrzeuge selbst produzieren zu müssen.

Allerdings klingt das zwar nach einem kaufmännisch guten Plan, dürfte aber nicht mit dem Ego von Elon Musk zu vereinbaren sein. Denn der kündigte lieber medienwirksam eine eigene Robotaxi-Flotte für 2020 an. Ein Vorhaben, das ich zumindest vom Zeitplan und auch von der Finanzierung her für unrealistisch halte.

Ein potenzieller Partner

Daher könnte es gut sein, dass es in den kommenden 12 bis 18 Monaten tatsächlich zum Endgame um Tesla kommt. Ich gehe auch bei anhaltendem Cash-Burn nicht davon aus, dass das Unternehmen ein Pleitekandidat ist. Aber ein Zusammenschluss mit einem finanziell starken Partner, der die überlegene Tesla-Technologie besser nutzen und verkaufen kann, könnte eine gute und realistische Lösung sein.

Bleibt die Frage, wer als Käufer in Frage kommt: Schon 2013 hatte  Apple offenbar ein konkretes Angebot zur Übernahme von Tesla zum damaligen Preis von 240 Dollar je Aktie gemacht. Das entsprach damals einem Unternehmenswert von etwa 27 Milliarden Dollar.

Ob es letzten Endes Apple sein wird, die sich Tesla einverleiben oder doch eher ein Automobilhersteller, bleibt abzuwarten. Ich persönlich glaube eher, dass sich Apple (genauso wie Alphabet) aus der zyklischen und chronisch margenschwachen Automobilproduktion raushalten wird.

Eine Übernahme durch Toyota oder gar  Daimler halte ich schon aus politischen Gründen für unwahrscheinlich. Daher tippe ich auf eine rein amerikanische Lösung und einen Zusammenschluss mit GM oder Ford. Diese wird aber erst dann erfolgen, wenn die Tesla-Aktie auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist. Derzeit ist die Tesla-Aktie nicht nur für mich, sondern auch für die in Frage kommenden US-Automobilkonzerne noch immer deutlich zu teuer.


Disclaimer: Stefan Waldhauser ist wikifolio-Trader und betreut als  stwBoerse die beiden wikifolios  High-Tech Stock Picking sowie  Stock Picking nach Peter Lynch . Außerdem betreibt er unter high-tech-investing.de seinen eigenen Tech- und Growth-Aktien-Blog.  An dieser Stelle kommentiert er finanzmarktrelevante Nachrichten und Ereignisse und analysiert Aktien, in denen er möglicherweise auch im Rahmen seines wikifolios engagiert ist. Der Text spiegelt die Meinung des Autors wider. wikifolio.com übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung. Der Inhalt stellt keine Anlageberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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