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Meldung

Commerzbank und Deutsche Bank befinden sich in Fusionsverhandlungen. Falls zwei Patienten fusionieren, darf sich die Politik ihren negativen Beitrag gutschreiben. Über die Deutsche Bank zu urteilen ist in diesen Zeiten recht einfach. Wenn man es sich einfach macht. Denn die Bank hat kaum einen Skandal ausgelassen, leistet sich noch immer einen Chefaufseher der Marke „untragbar“. Nun erwägt die Bank eine Fusion mit dem Konkurrenten Commerzbank. Schuld an dieser misslichen Lage und dem möglichen Zusammenschluss zweier Sorgenkinder haben aber nicht nur die Institute selbst.

Die Politik ist mit vorne dabei.

Dafür muss man zehn Jahre zurückschauen. Die Immobilienkrise hatte die Welt hart getroffen, in den USA war mit Lehman ein großes Institut pleite gegangen, andere Banken wurden gerade so gerettet. Die amerikanische Aufsicht agierte erst mit harter Hand, schon wenige Jahre später griff man seinem Bankensektor aber stark unter die Arme. Man etablierte international führende Institute. Ehe die Europäer ausgeschlafen hatten und sich primär um Regulierung kümmerten, zogen Morgan Stanley, JP Morgan oder auch Goldman Sachs nicht nur vorbei. Sie pulverisierten europäische Banken, massiv gestützt von den amerikanischen Behörden. Auch der unterschiedliche Zinsmarkt half, doch primär stützte die Politik auf der einen Seite und hinderte auf der anderen. Lediglich BNP Paribas aus Frankreich konnte einigermaßen mithalten.

Gern gehandelt – aber nur kurzfristig

So sind die Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank in diesen Tagen am Münchner Börsenplatz Gettex zwar unter den meist gehandelten Aktien, doch Freude kommt nur wenig auf. Auch der Druck auf Christian Sewing wächst immer weiter: Nach anhaltend schwachen Zahlen befürchten Investoren immer mehr, dass es der Vorstandschef der Deutschen Bank es nicht schaffen wird, eine Kehrtwende des Konzerns hin zu Umsatzwachstum einzuleiten. Und ausgerechnet jetzt meldet sich der US-Finanzinvestor Cerberus und stimmt einer Fusion zu. In der Vergangenheit hat sich Cerberus, der an beiden Banken beteiligt ist, immer gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen.

Möglicherweise verliert der Investor die Geduld, denn die Zahlen der Deutschen Bank sind mehr als ernüchternd. Im vergangenen Jahr hat der Konzern mit einem Gewinn von 267 Mio. Euro zwar die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Allerdings lag die Eigenkapitalrendite damit bei mickrigen 0,4 Prozent – früher hätte man dazu „Peanuts“ gesagt. „Das Kernproblem der Deutschen Bank ist die schwache Profitabilität“, schreiben die Analysten der UBS oder auch Mati Greenspan vom Aktienbroker eToro.

Gleichzeitig waren die Erträge im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen um 23 Prozent auf 786 Mio. Euro eingebrochen, damit lagen die Einnahmen deutlich unter den Schätzungen der Analysten von 992 Mio. Dollar. Die wichtigsten US-Banken hatten in dem Bereich ein Minus von „nur“ 17 Prozent verbucht. „Die Unfähigkeit der Deutschen Bank, im Anleihegeschäft die Trendwende zu schaffen, bereitet uns Sorgen“, sagt daher Kian Abouhossein, Analyst bei JPMorgan.

Kein Support von allen Seiten

Der Wettbewerber Commerzbank hat trotz eines Gewinnsprungs für 2018 die Erwartungen für das laufende Jahr gedämpft. „Die Richtung stimmt. Aber das Umfeld mit Negativzinsen und Preisdruck setzt der Profitabilität von Banken in Deutschland enge Grenzen“, sagte Vorstandschef Martin Zielke. Für 2018 sollen Anleger eine Dividende von 0,20 Euro bekommen, das wäre die zweite Ausschüttung seit der 2008er-Krise. Mit dieser Mini-Dividende ließe sich bei strukturierten Produkten eigentlich wenig holen, „doch die noch immer recht hohe Volatilität erlaubt beispielsweise mit Aktienanleihen ordentliche Renditen“, erklärt Sebastian Bleser, Derivateexperte der Hypovereinsbank Onemarkets. So zeigt das Produkt VF2RHB für Zinsjäger zehn Prozent Rendite pro Jahr, die WKN HX6RKH sieht ebenso aus.

Neue Ziele bei der Commerzbank

Dass die Commerzbank keine großen Kurssprünge machte im letzten halben Jahr lag primär, daran, dass man „Gegenwind vor allem im Firmenkundengeschäft, dessen Erträge im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro gesunken sind, bekam“, erklärt Carlo Alberto de Casa, Chefanalyst beim britischen Brokerhaus ActivTrades. „Hingegen hat das Privatkundengeschäft seit der Ausrufung der Strategie im Herbst 2016 ein Mio. neue Kunden gewonnen, bis 2020 soll eine weitere Million hinzukommen“, ergänzt de Casa. Zielke stellt für 2020 Konzernerträge von 9,2 Mrd. Euro in Aussicht, was einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von drei Prozent entspricht. Das ursprüngliche Ziel von 9,8 Mrd. Euro hat der Firmenlenker im November gekippt.

Mit Deutsche Bank und Commerzbank würden also zwei fusionieren, die auf der Krankenstation der Finanzbranche liegen. Für die Intensivstation ist man zu stark, für eine Erholungskur noch zu schwach. Die Politik in Deutschland hatte bisher kein Interesse daran, sich als Pfleger hervorzutun. Im Gegenteil. Deshalb sind alle Kommentare und guten Wünsche ein wenig vergiftet.



 

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