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WKN: CBK100 ISIN: DE000CBK1001
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Meldung

Ganze zehn Jahre ist es her, dass der Bund im Zuge der Finanzkrise bei der Commerzbank (WKN:CBK100) eingestiegen ist. Sein Eingreifen war damals nötig, um die Bank vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Dies ist zwar gelungen, aber die Commerzbank konnte nicht wieder an ihre alten Glanzzeiten anknüpfen.

Doch im März 2019 keimte neue Hoffnung auf, nachdem bekannt gegeben wurde, dass man in Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank (WKN:514000) eingetreten sei. Aber dies ist nun schon wieder Geschichte, da die Fusionsgespräche zwischen den beiden Instituten am 25.04.2019, schneller als erwartet, für beendet erklärt wurden.

Die Lage bleibt also unübersichtlich und gibt uns somit Grund genug, einmal auf die neuesten Nachrichten und Ereignisse zu schauen.

Die Commerzbank steht ganz schön unter Druck

Man kann klar erkennen, dass es bei der Commerzbank brodelt und auch die Nervosität ansteigt. Der Aufsichtsrat hat sich eingeschaltet und verlangt Klarheit über den künftigen Kurs des Geldhauses. Am 21.05.2019, einen Tag vor der Hauptversammlung, soll es dazu eine Sondersitzung des Aufsichtsrats geben. Dort muss der Vorstand erklären, warum die Gespräche mit der Deutschen Bank abgebrochen wurden. Auch will man erläutert haben, wie es jetzt weitergeht. Insider gehen jedoch davon aus, dass keine großen Neuigkeiten zu erwarten sind, denn das Management hat den Prozess zur Erarbeitung einer neuen Strategie gerade erst angestoßen.

Mittlerweile hat sich sogar unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort gemeldet. Hierbei geht es im Kern darum, wie der Bund als Miteigentümer zu Fusionen mit anderen Finanzinstituten steht. Laut Angela Merkel wird die Bundesregierung der Commerzbank für mögliche Fusions- oder Übernahmegespräche keine Vorgaben machen.

Alte Interessenten erscheinen wieder auf der Bühne

Da der Commerzbank anscheinend niemand zutraut, ohne einen Partner an ihrer Seite nachhaltig rentabel zu sein, gilt sie weiterhin als Übernahmekandidat. Und zwei Unternehmen werden immer wieder als mögliche Käufer ins Spiel gebracht.

Das sind zum einen die UniCredit (WKN:A2DJV6) und zum anderen die ING (WKN:A2ANV3), die als wahrscheinlichste Interessenten angesehen werden. Es gab Berichte, dass beide Institute Berater beauftragt hätten, ein mögliches Kaufangebot zu prüfen.

Allerdings hat die UniCredit noch am selben Tag diese Meldung dementiert. Sie ließ verlauten, dass es keine Mandatierung von Banken für die Übernahme gäbe. Vielmehr wolle man sich voll auf den hauseigenen Transformationsplan 2019 fokussieren.

Die italienische Großbank folgt damit auch der Meinung vieler Analysten. Die Experten der Citibank zum Beispiel meinen, dass der Vorteil einer solchen Transaktion vor allem darin bestünde, Kosten zu sparen. Doch solche Synergien müssten 20 bis 25 % erreichen, damit eine Übernahme sinnvoll erscheint. Sie sehen solch ein Vorhaben deshalb kritisch, weil sich so hohe Einsparungen vor allem durch Personalabbau realisieren lassen.

Die Chancen für die ING werden von den Citibank-Analysten wesentlich besser eingeschätzt. Der Grund klingt plausibel. Da die ING eine reine Direktbank ist und demzufolge keine Filialen in Deutschland unterhält, dürfte auch der mit einer Übernahme verbundene Personalabbau wesentlich geringer ausfallen.

Aber auch diese Transaktion geht mit großen Umsetzungsrisiken einher. Die ING verfügt derzeit nicht über ausreichende Mittel, um diese Übernahme zu stemmen. Sie müsste den Kaufpreis von bis zu 12 Mrd. Euro über eine Kapitalerhöhung aufbringen.

Die Aktie der Commerzbank als Spielball der Spekulanten

Im Moment sehen wohl viele die Commerzbank-Aktie eher als Spekulation, aber nicht als Investition an. Und das ist durchaus verständlich, denn der Kurs wird derzeit nicht durch fundamentale Daten, sondern allein durch die Übernahmegerüchte bewegt.

Die Aktie der Commerzbank notiert derzeit mit 7,67 Euro (17.05.2019) immerhin 33,11 % höher als noch Anfang des Jahres. Bewertet wird die Aktie mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9,81. Aber ich bleibe dabei, die Commerzbank-Aktie befindet sich weiter im Übernahmefieber und ist demzufolge auch nur etwas für ganz hart gesottene, stressresistente und vor allem spekulativ ausgerichtete Anleger.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

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