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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Daimler-AktienAnalysevon "Der Aktionär":

Jochen Kauper vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Autobauers Daimler AG (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF) unter die Lupe.


Daimler-Vorstand Ola Källenius werde in den nächsten Wochen weitere Details zur Strategie bekannt geben. Daimlers Fokus solle komplett auf Elektroautos und stärker auf Luxus gelenkt werden. Die Richtung stimme, die Aktie bleibe aussichtsreich.

Die Erholung des schwäbischen Automobil-Herstellers nach dem corona-geplagten zweiten Quartal sehe nahezu märchenhaft aus. Die Stuttgarter hätten schon einen Blick in die Bücher gewährt - und im dritten Quartal mehr operativen Gewinn eingefahren als im Vorjahreszeitraum. Doch nach Ansicht von Källenius bleibe viel zu tun. Was das Unternehmen umtreibe, was Analysten sagen würden und wie die Aktie dastehe.

Rund 3,1 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern habe Daimler im dritten Quartal eingefahren - nach 2,7 Milliarden vor einem Jahr. Auch um Sondereffekte bereinigt sei diesmal (3,5 Milliarden) spürbar mehr als vor einem Jahr übrig geblieben (3,1 Milliarden).

Treiber der besseren Lage seien im dritten Jahresviertel eine deutlich schnellere Erholung des Marktes vor allem in China und Effizienzsteigerungen gewesen. Das Management wolle Ende der Woche (23. Oktober) zur Vorlage der detaillierten Zahlen nun die Jahresprognose des Konzerns konkretisieren.

Diese laute aktuell lediglich, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis wegen der Corona-Pandemie deutlich unter den Vorjahreswerten liegen dürften. Offen seien auch noch Angaben zum Umsatz und zur operativen Rendite der Geschäfte im dritten Quartal - Finanzchef Harald Wilhelm habe sich zur Margenentwicklung im abgelaufenen Quartal aber bereits "glücklich" gezeigt.

Ziel von Källenius sei, die Fixkosten bei Mercedes-Benz durch Kapazitätsreduktion und Personalabbau bis 2025 um mehr als 20 Prozent zu senken gegenüber 2019.

Der Manager schraube zudem weiter an der Strategie, wolle den Fokus komplett auf Elektroautos und zudem stärker auf Luxus und die jeweils oberen Enden der Segmente lenken, wo mehr Geld pro Auto zu verdienen sei. Es solle Ende kommenden Jahres Elektroautos in jedem Segment geben, wozu der Autobauer auch eine eigene Elektroplattform ins Leben rufe. Von neuen Modellen werde künftig nach Maßgabe des Schweden zuerst eine Elektroversion entwickelt, der Verbrenner müsse sich hinten anstellen. So wolle Daimler bei sportlichen Luxusautos auch Rückstand gegenüber dem US-Elektropionier Tesla aufholen.

Die Expertenschar traue dem Konzern bei der Neuaufstellung einiges zu.

Die Vorabzahlen des Autobauers zum dritten Quartal seien deutlich besser als erwartet ausgefallen, habe Patrick Hummel von UBS geschrieben. Die Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie in diesem Jahr könnten sich - wenn auch von einer sehr niedrigen Basis aus - mehr als verdoppeln. Ähnlich habe sich Marc-Rene Tonn von Warburg Research geäußert. Laut George Galliers von Goldman Sachs hätten sämtliche Sparten des Konzerns deutlich besser als erwartet abgeschnitten.

Jose Asumendi von J.P. Morgan habe geschrieben, die Autosparte dürfte wohl von der Preismacht des Unternehmens, einem starken Produktmix und Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe profitiert haben. Die Zahlen seien insgesamt auch ein positives Signal für die Branche. Die anderen deutschen Autobauer und Zulieferer könnten daher auch positiv mit ihren Zahlen überraschen.

Jefferies-Analyst Philippe Houchois habe als positive Überraschung vor allem auf den Free Cash Flow verwiesen. Daimler habe hier im Industriegeschäft 5,1 Milliarden Euro Zufluss ausgewiesen, während Analysten laut dem Konzern im Mittel mit 2 Milliarden weniger gerechnet hätten.

Die Daimler-Anteile hätten sich in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich von den Verlusten des Corona-Crashs im Frühjahr erholt. Seit dem Jahrestief von etwas mehr als 21 Euro Mitte März sei es inzwischen um rund 130 Prozent nach oben gegangen. Die Erholung sei damit deutlich besser ausgefallen als zum Beispiel bei den Anteilen des Erzrivalen BMW oder auch bei den VW-Aktien.

Mit dem rasanten Anstieg habe das Papier inzwischen fast die gesamten Jahresverluste aufgeholt. Aktuell lägen sie nur noch mit rund einem Prozent im Minus. Zum Vergleich: BMW-Anteile haben seit Ende 2019 rund zwölf Prozent verloren und die VW-Vorzugsaktien rund ein Fünftel.

Nach der guten Entwicklung in den letzten Wochen sei die Aktie in die Konsolidierung übergegangen. Die nächste Unterstützungszone liege im Bereich zwischen 44,50 Euro und 45,50 Euro. Ein weiterer Support liege im Bereich von 43,50 Euro. Auf diesem Kursniveau sei die Aktie auch für Neueinsteiger wieder interessant.

Grundsätzlich bleibe der Aufwärtstrend intakt. Das Kursziel für die Daimler-Aktie lautet nach wie vor 55,00 Euro, so Jochen Kauper von "Der Aktionär". (Analyse vom 22.10.2020)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.

Börsenplätze Daimler-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Daimler-Aktie:
48,065 EUR +0,40% (22.10.2020, 15:56)

Xetra-Aktienkurs Daimler-Aktie:
47,955 EUR -0,03% (22.10.2020, 15:41)

ISIN Daimler-Aktie:
DE0007100000

WKN Daimler-Aktie:
710000

Eurex Optionskürzel Daimler-Aktienoption:
DAI

Ticker-Symbol Daimler-Aktie:
DAI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Daimler-Aktie:
DDAIF

Kurzprofil Daimler AG:

Die Daimler AG (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF) mit Sitz in Stuttgart ist ein deutscher Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen Ihre bekannteste Marke ist Mercedes Benz. Die Daimler AG ist außerdem Anbieter von Finanzdienstleistungen und die erste global notierte Aktiengesellschaft.

Die Daimler AG ist eines der größten Automobilunternehmen der Welt. Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört die Daimler AG zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler Financial Services bietet Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen und innovative Mobilitätsdienstleistungen an. (22.10.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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