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Meldung

Wie oft mussten wir in der Vergangenheit schon negativ über die Deutsche Bank (WKN: 514000)-Aktie berichten, weil sie wieder einmal in einen Skandal verwickelt war? Und wie oft hat die Bank beteuert, dass sie alle Fälle ausgeräumt, stark in ihre Kontrollen investiert hat und sie sich zukünftig nicht mehr wiederholen werden?

FinCEN-Files werfen erneut schlechtes Licht

Wer nun allerdings den Bericht über die „FinCEN-Files“ lesen durfte, verliert den Glauben daran, dass die Deutsche Bank und viele weitere meist weltweit agierende Institute sich jemals ändern werden. So deckte das Journalisten-Netzwerk ICIJ, für das weltweit 110 Medien aus 88 Ländern arbeiten, für den Zeitraum zwischen 1999 bis 2017 mehr als 2.100 Geldwäsche-Verdachtsmeldungen auf, bei denen kriminelle Gelder im Wert von etwa 2 Billionen US-Dollar gewaschen wurden.

Ganz vorn mit dabei ist, nach Angaben der Journalisten, die Deutsche Bank. Sie fiel in ganzen 982 Fällen mit einem Volumen von 1,3 Billionen US-Dollar auf. So soll sie es über ihren Moskauer Standort Kunden ermöglicht haben, Aktien mit Russischen Rubel zu kaufen und an europäischen Handelsplätzen in der jeweiligen Währung wieder zu verkaufen. 10 Mrd. US-Dollar Schwarzgeld sollen so gewaschen worden sein.

Besonders brisant: Der heutige Vorstandsvorsitzende Christian Sewing leitete 2014 die Konzernrevision der Deutschen Bank und konnte nach monatelangen internen „Überprüfungen“ keine Auffälligkeiten feststellen.

Nutzung globaler Netzwerke und regionaler Gesetze

Der Glaube daran, dass es sich hierbei um Zufall, Unwissenheit oder Einzelfälle handelt, fällt sehr schwer, denn sie erstrecken sich über viele Jahre und konnten aufgrund des Volumens nicht übersehen werden. Vielmehr ist anzunehmen, dass die Deutsche Bank und weitere internationale Banken ihr globales Netz ganz bewusst nutzen.

So würde unter normalen Umständen niemand etwas davon erfahren, welche Transaktionen eine Bank in Russland oder in der Karibik abwickelt, wenn es kein Datenleck gegeben hätte. Zudem werden die Institute in den jeweiligen Ländern gedeckt, weil diese von den Geschäften profitieren. Diesen Umstand kennen und nutzen die Institute, zu denen auch JP Morgan Chase (WKN: 850628), HSBC Holdings (WKN: 923893), Bank of New York Mellon (WKN: A0MVKA) oder Standard Chartered (WKN: 859123) zählen.

Brisante Trump- und Epstein-Geschäfte

Weiterhin ist mittlerweile vollumfänglich bekannt, dass die Deutsche Bank seit mehr als 20 Jahren eng mit Donald Trump verwoben ist. Dieser kämpft bereits seit Jahren gegen die Veröffentlichung seiner Steuerunterlagen und Geschäfte mit der Deutschen Bank. Die Gründe dafür sind längst bekannt.

So wurden mit Krediten der Deutschen Bank Immobilienprojekte finanziert, die später unter anderem von russischen Oligarchen auch mithilfe krimineller Gelder erworben wurden. Anscheinend hat sich die Bank hier so sehr in die Abhängigkeit begeben, dass sie Trump sogar weiter Kredite gewährte, als sie durch ihn bereits Ausfälle zu beklagen hatte.

In den USA gibt es jedoch noch mehr Hinweise auf unsaubere Deutsche Bank-Geschäfte. So arbeitete sie mit dem wegen Sexualverbrechen an Minderjährigen angeklagten und inzwischen verstorbenen Milliardär Jeffrey Epstein zusammen. Obwohl sie dessen Historie kannte, stellte sie die Beziehung nicht ein. Zwar hat sie in diesem Fall bereits 150 Mio. US-Dollar Strafe gezahlt, wird nun jedoch wegen Verstößen gegen das US-Wertpapiergesetz weiter verklagt. Und wieder beteuert die Deutsche Bank, einen Fehler begangen zu haben, der nicht wieder vorkommen wird.

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