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WKN: 514000 ISIN: DE0005140008
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Meldung
Nachdem die Aktie der Deutschen Bank auf die Zahlen zum ersten Quartal mit deutlichen Kursgewinnen reagiert hatte, gibt das Papier inzwischen einen Großteil der Gewinne wieder ab. Etliche Investoren dürften dennoch davon ausgehen, dass das Papier schon bald das Hoch vom März in Angriff nehmen könnte. Die Zuversicht könnte allerdings verfrüht sein.

Kurze Erleichterung bei den Investoren der Deutschen Bank: Deutschlands größtes Institut hat im ersten Quartal einen Gewinn von 236 Millionen Euro erwirtschaftet. Analysten waren von einem Verlust von 300 Millionen ausgegangen.

Dass das Ergebnis nicht ganz so schlecht ausgefallen ist wie befürchtet, dafür sind nicht zuletzt die Belastungen für Rechtsrisiken verantwortlich. Sie lagen mit lediglich 187 Millionen Euro meilenweit unter dem Wert des Vorjahresquartals von 1,54 Mrd. Euro. Dass sie derart niedrig bleiben werden, darf aber getrost bezweifelt werden.

Hingegen war die harte Kernkapitalquote von 11,1 Prozent auf 10,7 Prozent gesunken. Sie wird berechnet, indem man das Kernkapital durch die Risikogewichteten Aktiva dividiert. Durch den Verkauf der Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank soll der Wert um 0,5 Prozentpunkte gesteigert werden. Damit bliebe die Deutsche Bank aber weiterhin klar unter dem Vergleichswert der Commerzbank, der bei zwölf Prozent liegt.

Unser Kollege Egmond Haidt erwartet, dass die Erholung bei der Aktie der Deutschen Bank nur von kurzer Dauer sein wird, und das Papier wieder deutlich nach unten drehen wird. Sollte Egmond richtig liegen, würden Sie mit dem Knock-Out-Bear mit der WKN DL3KYU (Hebel 7) deutlich profitieren. Wir nehmen das Papier in unsere ISIN-Liste auf.

Hohe Abhängigkeit vom Kapitalmarkt

DeutscheBankOb die Kurserholung bei der Deutschen Bank weitergeht, wird vor allem von der Entwicklung des Finanzmarkts abhängen. Im ersten Quartal hatten die Turbulenzen am Finanzmarkt dazu geführt, dass das Handelsgeschäft mit Anleihen und Währungen, sowie mit Aktien um jeweils 29 Prozent eingebrochen war.

„Die Finanzmärkte waren im ersten Quartal schwierig“, sagte Vorstandschef John Cryan. „Deshalb hielten sich die Kunden an den Kapitalmärkten zurück, unsere Erträge waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, vor allem im Wertpapierhandel und bei Unternehmensfinanzierungen.“

In dem schwierigen Umfeld hatten die Unternehmen zudem weniger Kapitalerhöhungen und Anleihen am Markt platziert, was wiederum die Deutsche Bank deutlich belastet hatte. Nachdem sich der weltweite Aktienmarkt seit Mitte Februar aber deutlich erholt hatte, könnte nun aber wieder Gegenwind aufkommen. Grund: Nachdem die japanische Notenbank bei ihrer Sitzung am 28. April die Geldpolitik überraschend nicht gelockert hat, hat sich der Yen gegenüber dem Dollar weiter stark erholt. Das ist eine enorme Belastung für den weltweiten Aktienmarkt.

Im Gegensatz zu Egmond geht Daniel Saurenz davon aus, dass die Deutsche-Bank-Aktie weiter nach oben tendieren könnte. Er hat Ihnen in diesem Beitrag folgende Papiere ans Herz gelegt.

Discount-Call PB15MM

Aktienanleihe PB5N3C

Bonuspapier VS77R9

Memory Express SE3W7D

Turbo-Call CW8EBK

Weltweiter Aktienmarkt hängt am Währungsmarkt

Dollar-Yen auf ein Jahr

Dollar-Yen auf ein Jahr

Weil der Yen in den vergangenen Jahren stark gegenüber dem Dollar gesunken war, hatten Investoren verstärkt Kredite auf Yen- Basis aufgenommen, und das Geld beispielsweise in US- oder europäische Aktien gesteckt. Das nennt man Carry Trade.

Die Investoren haben dabei von zwei Seiten profitiert: Einerseits von Währungsgewinnen und andererseits von Kursgewinnen am Aktienmarkt. Das Spiel geht aber nur solange gut, wie der Yen fällt. Wenn er aber wie derzeit kräftig steigt, lösen die Investoren ihre Yen-Kredite auf und verkaufen ihre Aktien. In dem Umfeld dürfte das Geschäft der Deutschen Bank wieder unter Druck kommen, sei es im Handelsgeschäft, oder bei der Begleitung von Unternehmen bei Emissionen am Kapitalmarkt.

Zur Erinnerung: Das Engagement der Deutschen bei Derivaten im Währungsbereich lag Ende 2015 bei 6,37 Billionen Euro. Die Turbulenzen am Währungsmarkt drücken daher auf die Aktie der Deutschen Bank.

Cryans anhaltende Vorsicht für das Gesamtjahr 2016 ist daher mehr als berechtigt. „Es ist noch unklar, ob wir am Ende einen kleinen Gewinn der einen Verlust ausweisen“, sagte er. Grund sei nicht zuletzt die Beilegung möglichst vieler der juristischen Altlasten.

Wie groß die Skepsis der Investoren trotz der jüngsten, kräftigen Kurserholung ist, zeigt gerade ein Vergleich zwischen dem Aktienkurs und dem materiellen Eigenkapital je Aktie. Es wird berechnet, indem man vom Eigenkapital den Firmenwert aus Übernahmen abzieht und anschließend durch die Aktienanzahl dividiert. Der aktuelle Aktienkurs liegt mir rund 17,40 Euro meilenweit unter dem materiellen Eigenkapital je Aktie von 37,29 Euro. Das zeigt, wie skeptisch Investoren die Gewinnperspektiven der Deutschen Bank einschätzen.

Anleger sollten vor allem den Aktienmarkt genau im Auge behalten. Sollte er sich weiter erholen, dürften die Aktien der Deutschen Bank und die anderer Banken auf der Überholspur sein. Ansonsten dürften die Bankaktien deutlich schlechter laufen als der Gesamtmarkt.



 

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