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FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Ende der wohl gewinnträchtigsten Woche des Jahres haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt einen Gang zurückgeschaltet. Der Dax kam nach seinem Durchmarsch an den Vortagen nur noch im Schneckentempo voran. Am Nachmittag lag der Leitindex mit 0,06 Prozent im Plus bei 11 185,96 Punkten. Etwas besser entwickelten sich der MDax der mittelgroßen Konzerne sowie der Technologiewerte-Index TecDax.

Es sei normal, dass die Märkte am Ende einer solche starken Woche Luft holten, erklärte Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets. Ein Problem wollte er darin nicht sehen: "Aktien halten sich ziemlich gut."

Auf Wochensicht liegt der deutsche Leitindex satte 6 Prozent im Plus - das ist der kräftigste Anstieg im bisherigen Jahr. Triebfeder ist die weiterhin lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, mit denen sie die Krisenherde in der Eurozone eindämmen will. So braucht Italien eine neue Regierung.

NEUES JAHRESHOCH

Am Vortag hatte der Dax dank der anhaltenden Geldflut der EZB erstmals seit einem Jahr die Marke von 11 000 Punkten übersprungen. Am Freitag gelang ihm dann noch ein neues Jahreshoch bei gut 11 213 Punkten, bevor er wieder etwas zurückfiel. "Die Jahresendrally hat in letzter Sekunde doch noch gezündet", sagte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

Die Charttechnik-Experten von Index-Radar rechnen ebenfalls grundsätzlich mit steigenden Kursen. Auf kurze Sicht könnten jedoch einige Anleger Kasse machen, warnten sie.

BREITER MARKT IST WEITER IM PLUS

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Freitag unbeirrt um weitere 0,64 Prozent auf 21 580,54 Punkte; für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,61 Prozent auf 1743,57 Punkte hoch.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 0,13 Prozent auf 3189,82 Punkte vor. Unterstützung kam dabei von der Wall Street, die ihren Rekordlauf der letzten Tage fortsetzen könnte. Marktbewegende Konjunkturdaten gab es nicht.

BANKEN FALLEN - BEWEGUNG IM TECDAX

Im Dax herrschte verkehrte Welt am Freitag: Die Ausreißer der Vortage fielen zurück, während die Nachzügler vorpreschten. Zu letzteren zählten die Gesundheitsfirmen Fresenius und Fresenius Medical Care sowie der Immobilienkonzern Vonovia mit Aufschlägen von bis zu 3 Prozent. Auch die Immobilienwerte in den kleineren Indizes legten teils deutlich zu. Dagegen knickten die Commerzbank , der Industriekonzern Thyssenkrupp sowie die Deutsche Bank um bis zu 3 Prozent ein.

Die Musik spielte allerdings im TecDax, wo die Aktien von Siltronic unter dem Abbruch von Verhandlungen mit chinesischen Investoren litten. Sie knickten zuletzt um 9 Prozent auf 40,705 Euro ein. Allerdings hatte sich der Wert der Papiere zuvor im Jahresverlauf auch verdoppelt und am Vortag bei 46,10 Euro ein Rekordhoch erreicht.

Anleger von SMA Solar wiederum haben am Freitag die Vertragsverlängerung des Vorstandschefs begrüßt mit einem Kursplus von anderthalb Prozent. Die Aktien des Biotechunternehmens Evotec profitierten von einer Kooperation mit dem US-Start-up Forge Therapeutics. Zuletzt betrug das Plus zweieinhalb Prozent. Gute Verkäufe in Asien im abgelaufenen Geschäftsjahr ließen die Aktie des Medizintechnik-Herstellers Carl Zeiss Meditec um anderthalb Prozent steigen./das/fbr



 

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