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Meldung

Das langjährige Ziel: Europa soll zum weltweit wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum werden. Die Realität: Monstergesetze mit fragwürdigem Nutzen. Hier sind drei Beispiele mit ihren jeweiligen Folgen, die auch Investoren beunruhigen sollten.

MiFID II

Die unter dem Kürzel MiFID bekannte EU-Richtlinie (Markets in Financial Instruments Directive) trat im Januar in ihrer zweiten Version in Kraft und gilt im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum.

Die Absicht:
Die bessere Regelung des Wettbewerbs und mehr Verbraucherschutz rund um die Geldanlage.

Die Umsetzung:
Anlageberater müssen nun viel umfassender prüfen, ob ihre Empfehlungen für den individuellen Anleger geeignet sind. Er muss also unter anderem herausfinden, ob der Kunde, der vor ihm sitzt, das notwendige Verständnis mitbringt sowie ob Investitionsobjekt und Kundenerwartung zusammenpassen.

Broker wiederum müssen dafür sorgen, dass Kunden nicht durch die „falsche“ Wahl eines Handelsplatzes geschädigt werden und dazu auch nachvollziehbare Informationen archivieren.

Außerdem müssen Finanzdienstleister im Vorfeld einer Anlage umfassende Risikoinformationen über Derivate bereitstellen und danach jede einzelne Position überwachen. Tritt ein Verlust von 10 % oder mehr auf, muss der Kunde darüber noch am selben Tag in Kenntnis gesetzt werden.

Die Folgen:
Anlageberater schrecken möglicherweise davor zurück, komplexere Wertpapierkategorien zu empfehlen, selbst wenn diese ihrer jeweiligen Meinung nach höhere Renditen für den Kunden erzielen würden. Es liegt nahe, dass sie ihren Fokus stärker auf simple Produkte wie ETFs legen. Weil es dort aber kaum etwas zu erklären gibt, kann der Berater auch gleich eingespart werden. Genau das passiert bereits bei einigen Instituten.

Statt besserer Beratung gibt es gar keine mehr, was vor allem für unerfahrene Anleger schlecht ist. Aber auch die erfahrenen und eigenständig handelnden bekommen die neuen Regeln zu spüren. Selbst wer sein Depot nur mit Put-Optionsscheinen absichert, erhält gegebenenfalls alle paar Tage ein Schreiben seiner Bank, das zwangsweise über den Kursverlust informiert.

Die neuen Regeln gegen aggressive Vertriebsmethoden haben sicherlich auch ihre positiven Seiten, aber ob diese Materialschlacht auch nur einen einzigen übermütigen Anleger zur Räson bringt?

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung gilt ebenfalls im Europäischen Wirtschaftsraum und zwar für alle hier aktiven Unternehmen. Sie muss seit Mai angewendet werden.

Die Absicht:
Soziale Netzwerke wie Facebook (WKN:A1JWVX) und andere Online-Portale haben über die letzten Jahre viel Schindluder mit den persönlichen Daten der Nutzer und Kunden getrieben. Zudem hatten Konzerne wie die Deutsche Telekom (WKN:555750) ihre Datenskandale, während andererseits beispielsweise vom Playstation-Netzwerk von Sony (WKN:853687) millionenfach Daten gestohlen wurden. Der Sammelwut, dem unsachgemäßen Umgang und dem Missbrauch soll nun stärker der Kampf angesagt werden.

Die Umsetzung:
Jedes Unternehmen und jedes Medium das Daten seiner Nutzer und Kunden erfasst, muss nun exakt dokumentieren, warum und wofür gewisse personenbezogene Daten erfasst sowie wie sie gespeichert und mit wem sie geteilt werden. Bei Verstößen drohen erhöhte Geldbußen. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, informieren Websites beispielsweise gleich zu Beginn des Besuchs großflächig über das Setzen von Cookies.

Die Folgen:
Es herrscht vielerorts Verunsicherung. Müssen Geschäftsleute sich jetzt gegenseitig dokumentieren, was sie mit ausgetauschten Visitenkarten anstellen? Auch viele kleinere Blogbetreiber haben genug. Anstatt sich an die neuen Anforderungen anzupassen, stellen sie das Publizieren lieber komplett ein. Das spielt den großen Portalen wie etwa von Axel Springer (WKN:550135) und Ströer (WKN:749399) in die Karten. Diese können sich spezialisierte Anwaltskanzleien und Systemadministratoren leisten und haben kaum Probleme mit der Umsetzung.

Ich persönlich bin jeden Tag auf Hundert verschiedenen Websites unterwegs und muss geschätzt 25 Cookie-Hinweise wegklicken. Wenn mich das jeweils nur 5 Sekunden kostet, dann sind es pro Tag 2 verlorene Minuten, also auf Monatssicht eine glatte Stunde, die ich mit diesem Unsinn beschäftigt bin. Hochgerechnet auf alle Menschen im deutschsprachigen Raum kommen auf Jahressicht wohl viele Millionen Manntage im Wert von über einer Milliarde Euro heraus – und da sind die Kosten auf Anbieterseite noch nicht mal eingerechnet.

WLTP

Die Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure ist ein neues Testverfahren zur Messung von Abgasemissionen samt neuem Prüfzyklus (WLTC), mit dem Anspruch des weltweit einheitlichen Einsatzes. In Europa müssen neue Modelle und neue Motorvarianten laut EU-Verordnung bereits seit dem 1. September 2017 die neuen Regeln beachten. Ab 1. September 2018 können neu zugelassene Fahrzeuge nur noch verkauft werden, wenn sie ein entsprechendes Zertifikat vorweisen können.

Die Absicht:
Reale Schadstoff- und Verbrauchsangaben wichen bisher häufig erheblich von Praxiswerten ab. Mit den neuen Prüfmethoden soll ein realistischeres Bild erzielt werden.

Die Umsetzung:
Neben einem angepassten Prüfzyklus müssen nun auch alle Ausstattungsvarianten berücksichtigt werden. Wird also beispielsweise statt simplen Stereo-Lautsprechern ein schwereres Surroundsystem eingebaut, dann muss der Hersteller das in die Kalkulation des Verbrauchs einbeziehen, genauso wie wenn durch ein Dachfenster der Windwiderstand vergrößert wird.

Die Folgen:
Die relativ kurze Umsetzungsfrist stellt die Autobauer vor große Probleme. Gerade deutsche Hersteller wie Volkswagen (WKN:766403), Daimler (WKN:710000) und BMW (WKN:519000) sind für ihre überaus große Produktvielfalt bekannt. Kunden können aus Tausenden oder gar zig Millionen Konfigurationsvarianten wählen.

Entsprechend müssen mit großem Aufwand die richtigen Parameter ermittelt werden und die verfügbaren Prüfstände sind völlig überlastet. Es drohen Produktionsstopps und Lieferengpässe, wie bereits in der Presse zu lesen war.

Gegenläufige Entwicklungen in Amerika und Europa

Während in den USA gnadenlos zu Lasten der Umwelt- und Sozialstandards dereguliert wird, zwingt Europa seinen Bürgern Gesetze auf, welche die Regulierungskosten deutlich in die Höhe treiben, zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit. Ich habe hier lediglich drei besonders auffällige Beispiele herausgegriffen.

Die Ziele der Brüsseler Bürokratie mögen redlich sein, aber was die Umsetzung angeht, muss man sich zum Teil schon Sorgen machen. Hier werden Milliardenwerte vernichtet, die woanders mehr Nutzen stiften würden. Auch wenn die Konzerne sicherlich damit umgehen können, kann es nichts schaden, als Anleger die weitere Entwicklung des Regulierungswahns im Auge zu behalten.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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