Fresenius Medical Care


WKN: 578580 ISIN: DE0005785802
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Meldung
München (www.aktiencheck.de) - Fresenius-AktienAnalyseder Bank Vontobel Europe AG:

Aktien von Pharma-Unternehmen sind für Anleger inmitten der Corona-Pandemie zu einer interessanten Anlage geworden, auch die Papiere des Bad Homburger Fresenius-Konzerns (ISIN: DE0005785604, WKN: 578560, Ticker-Symbol: FRE, NASDAQ OTC-Symbol: FSNUF) werden stärker nachgefragt, so die Bank Vontobel Europe AG in einer aktuellen Veröffentlichung.


Die Gründe hierfür lägen weniger in der Hoffnung der Anleger, dass Fresenius einen Impfstoff gegen COVID-19 entwickle, sondern vielmehr darin, dass sich das Geschäftsmodell als äußerst krisenfest erweise.

Im Auftaktquartal habe die Fresenius SE den Umsatz auf rund EUR 9,1 Mrd. gesteigert, währungsbereinigt ein Plus von 7 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe EUR 1,125 Mrd. betragen und sei damit auf einem konstanten Niveau geblieben. Seitens des Unternehmens gebe man sich optimistisch, dass die Pandemie das Geschäftsergebnis nicht beeinflussen werde. Dieser Ansicht seien auch viele Analysten: Für Morgan Stanley sei das Unternehmen "grundsolide" aufgestellt und "größter Favorit in der europäischen Medizintechnik-Landschaft".

Um zu verstehen, wie der Pharma-Konzern sein operatives Geschäft betreibe, lohne es sich, die einzelnen Geschäftszweige genauer zu betrachten. Mit einem Umsatz von EUR 17,3 Mrd. im Jahr 2019 sei die Fresenius Medical Care (FMC) (ISIN / WKN ) der größte Geschäftsbereich von Fresenius. FMC habe sich auf Dienstleistungen für Dialysepatienten spezialisiert. In einem Netz von knapp 4.000 Dialysezentren würden rund 10% aller weltweiten Dialysepatienten von FMC behandelt. Neben den reinen Dienstleistungen sei FMC auch der weltweit führende Anbieter von Produkten für Dialysebehandlungen, wie zum Beispiel Geräte und Filter.

Neben der Bereitstellung von Dialysezentren betreibe Fresenius über die Tochter Helios Kliniken in ganz Europa. Allein in Deutschland und Spanien betreibe man zusammen 136 Krankenhäuser mit rund 1.500 Intensivbetten. Damit sei Helios der größte private Klinikbetreiber Europas. Aufgrund der aktuellen Coronakrise habe Helios seine Kapazitäten massiv aufgestockt. In Deutschland sei die Zahl der Intensivbetten auf ca. 1.500 gesteigert worden und in Spanien sei die Zahl der Intensivbetten auch massiv ausgebaut worden.

Das dritte große Geschäftsfeld sei die Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Die Tochtergesellschaft Fresenius Kabi verfüge über ein sehr breit diversifiziertes Produktportfolio und die meisten dieser Produkte würden auch trotz der Coronakrise von den Patienten benötigt.

Da es sich bei den Dialysepatienten um chronisch erkrankte Menschen handle, die ohne die regelmäßige Dialysebehandlung nicht leben könnten, werde der Umsatz von FMC auch durch die Coronakrise nicht komplett einbrechen. Mit Umsatzrückgängen sei zu rechnen, da Dialysepatienten auch der Risikogruppe für COVID-19 angehören würden, jedoch sollten diese Umsatzrückgänge für FMC nicht existenzbedrohend werden.

Für den Klinkenbetreiber Helios stelle die Corona-Pandemie operativ eine große Herausforderung dar. Besonders in Spanien würden die Krankenhäuser weit über ihrem Kapazitätslimit arbeiten. Helios arbeite in Spanien eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um die weitere Eindämmung des Coronavirus zu erreichen. Daher unterstütze Helios auch die Regelung, dass die spanische Regierung im Rahmen des Ausnahmezustandes alle Krankenhäuser des Landes unter ihren direkten Zugriff stellen könne. Nur durch diese zentrale Anlaufstelle könnten alle Ressourcen der spanischen Krankenhäuser gebündelt und möglichst effektiv auf die verschiedenen Teile des Landes verteilt werden.

Die Herstellung von Arzneimitteln durch die Tochter Fresenius Kabi habe auch trotz der Quarantänemaßnahmen aufrechterhalten werden können. Dadurch habe zum einen die Versorgung der chinesischen Bevölkerung mit wichtigen Arzneimitteln sichergestellt werden können und zum anderen sollten auch die Umsätze von Kabi nicht sehr stark unter den Maßnahmen in China gelitten haben.

Die eingangs dargelegten Zahlen zeugen von einem robusten Geschäftsmodell von Fresenius und die Berichte aus den jeweiligen Geschäftsfeldern scheinen das zu bestätigen, so die Bank Vontobel Europe AG. Für defensive Anleger stelle Fresenius eine interessante Alternative dar.

Die Aktie der Fresenius SE werde aktuell bei EUR 43,05 (26.05.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 51,03 (19.06.2019) und das Jahrestief bei EUR 25,65 (19.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 20 Analysten die Aktie auf "buy", sechs auf "hold" setzen und kein Analyst setze sie auf "sell" setzen. (Analyse vom 27.05.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Fresenius-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Fresenius-Aktie:
42,59 EUR -0,30% (28.05.2020, 09:11)

XETRA-Aktienkurs Fresenius-Aktie:
42,36 EUR -1,63% (27.05.2020, 17:35)

ISIN Fresenius-Aktie:
DE0005785604

WKN Fresenius-Aktie:
578560

Ticker-Symbol Fresenius-Aktie:
FRE

NASDAQ OTC Ticker Symbol Fresenius-Aktie:
FSNUF

Kurzprofil Fresenius SE & Co. KGaA:

Die Fresenius SE & Co. KGaA (ISIN: DE0005785604, WKN: 578560, Ticker-Symbol: FRE, NASDAQ OTC-Symbol: FSNUF) ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern mit Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, das Krankenhaus und die ambulante Versorgung. Zur Fresenius-Gruppe gehören vier eigenständig agierende Unternehmensbereiche, die Marktführer in Wachstumsbereichen des Gesundheitssektors sind: Fresenius Medical Care (weltweit führend bei der Behandlung von chronischem Nierenversagen), Fresenius Helios (Europas größte private Kliniken-Gruppe), Fresenius Kabi (bietet lebensnotwendige Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen für kritisch und chronisch Kranke) und Fresenius Vamed (spezialisiert auf das Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen). (28.05.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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