Robeco Global Consumer Trends Equities D EUR


WKN: A0CA0W ISIN: LU0187079347
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Meldung
Rotterdam (www.fondscheck.de) - Der "digitale Verbraucher" wendet sich sprachgesteuerten Geräten zu, so Jack Neele und Richard Speetjens, Portfoliomanager des Robeco Global Consumer Trends Equities-Fonds (ISIN LU0187079347 / WKN A0CA0W ).


Die in Indien entstehenden Konsumgütermärkte böten attraktives Wachstum. Starke Marken wie Gesundheit und Wellness stünden zunehmend im Vordergrund. Diese Trends würden sich im Jahr 2019 als wichtige Anlagefaktoren auszeichnen.

Während sich einige kurzfristig orientierte Anleger im vierten Quartal von der Verkaufswelle im IT-Sektor und bei Wachstumsaktien im Allgemeinen hätten erschrecken lassen, würden längerfristig orientierte Anleger in dem niedrigeren Bewertungsniveau eine günstige Gelegenheit sehen, Positionen in den von ihnen bevorzugten Aktien aufzustocken. Die Experten würden sich deshalb auf Technologie-Unternehmen konzentrieren, die auf die enorme Verbrauchernachfrage nach sprachgesteuerten Geräten setzen würden.

Intelligente Lautsprecher wie Google Home und Alexa von Amazon seien ein wichtiger Bestandteil des Internets der Dinge, das im Haus vorhandene Geräte wie intelligente Fernseher, Kühlschränke, Heizkörperthermostate und Haussicherheitssysteme verbinde. Sprachsteuerung sei der neueste Schritt auf dem Weg, die Nutzung von Technologiesystemen zu erleichtern. Denn sie sei einfacher, schneller und intuitiver als das Tippen auf einer Tastatur.

Bei den Verbrauchern finde diese neue Technologie rasche Verbreitung. In den USA würden mittlerweile ca. 25 Prozent der Haushalte mindestens einen intelligenten Lautsprecher besitzen. Die Experten würden damit rechnen, dass dieser Trend, angeführt von den englischsprachigen Märkten, auch in anderen Ländern an Dynamik zunehmen werde. In absehbarer Zeit würden sie in anderen Ländern eine ähnlich starke Verbreitung wie in den USA erwarten. Chinesische Plattformen würden die Technologie bereits nachbilden, um das hier bestehende Wachstumspotenzial zu nutzen. In Unternehmen zu investieren, die sprachgesteuerte Technologien ermöglichen würden, sei nicht ohne Risiko. Zu berücksichtigen seien dabei regulatorische Faktoren wie die Verschärfung einschlägiger Vorschriften in der EU und die auf Umsatzerlöse erhobene Digitalsteuer.

Für die Experten sei klar, dass die Aufsichtsbehörden laufend überprüfen würden, wie die großen Anbieter mit Informationen umgehen würden, die von Geräten wie zum Beispiel dauernd eingeschalteten intelligenten Lautsprechern gesammelt würden. Um das Wachstumspotenzial voll auszuschöpfen, müssten Unternehmen deshalb ihre Investitionsausgaben in Bereichen wie der Datensicherheit aufrechterhalten und in einigen Fällen erhöhen. Doch ungeachtet der Anstrengungen, die Datennutzung stärker zu regulieren, würden die Experten die Wachstumsstory hinter sprachgesteuerten Technologien nach wie vor für überzeugend halten.

Trotz der Wachstumsverlangsamung in China gehe von Verbrauchern in den Schwellenländern nach Überzeugung der Experten enormes Wachstumspotenzial aus. In den letzten zehn Jahren sei China die große Wachstumsstory gewesen. Inzwischen seien die Konsumgütermärkte des Landes wesentlich weiter entwickelt und durch intensiven Wettbewerb geprägt. Die Experten würden ihren Blick deshalb zunehmend auf das Wachstum der Konsumgütermärkte in Indien richten.

Der Subkontinent, der China in Bezug auf Urbanisierung und Konsumfreudigkeit vielleicht zehn Jahre hinterherhinke, habe nach Überzeugung der beiden Anlageexperten inzwischen auch dank seines raschen Bevölkerungswachstums hervorragende Aussichten zu bieten, während Chinas Bevölkerung kaum noch zunehme. Viele der in den letzten zehn Jahren in China beobachteten Entwicklungen würden sich jetzt in Indien zeigen - angetrieben durch Faktoren wie die Verstädterung und die rasant steigende Verbrauchernachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln und nach Gütern des täglichen Bedarfs. Einzelhandelskanäle hingegen würden sich zunehmend zum Massenmarkt entwickeln.

Die Experten hätten deshalb Positionen in ähnlichen Unternehmen aufgebaut wie denen, deren Aktien ihr Team vor zehn Jahren in China erworben habe. Dazu würden solche mit einzigartigen und effizienten Vertriebskanälen, Branchenführer in Bereichen wie Supermärkten und insbesondere Nahrungsmittelproduzenten (wie z. B. Keksfabriken) gehören. Unternehmen mit einer starken Präsenz, beispielsweise in Form zahlreicher Ladengeschäfte in den Haupteinkaufsstraßen und/oder einer beherrschenden Stellung im Online-Handel, würden ebenfalls ihre Aufmerksamkeit finden.

Auch wenn in Chinas Konsumgütermärkten ein harter Wettbewerb herrsche, seien sich die Experten einig, dass China nach wie vor ein riesiger Markt mit einigen interessanten Gelegenheiten sei, auch wenn diese heute seltener seien. Indien befinde sich in einer früheren Wachstumsphase - ein Faktor, der mit größeren Risiken, aber auch größeren Chancen verbunden sein könne. Während China dabei sei, den Schwerpunkt seiner Wirtschaft vom Export in Richtung des rasch wachsenden Binnenkonsums zu verlagern, sei Indien nach wie vor eine stärker nach innen ausgerichtete Volkswirtschaft mit relativ hohem Binnenkonsum. Das sei ein Faktor, der angesichts der wachsenden Schicht inländischer Konsumenten das Wachstumspotenzial unterstreiche.

Die Experten hätten Positionen in Unternehmen aufgebaut, die auf den langfristigen Trend zu größerem Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher setzen würden. Man denke nur an die große Beliebtheit von gesundheitsorientierten Smartwatches wie zum Beispiel FitBits oder das zunehmende Interesse der Verbraucher an der Zusammensetzung und Herkunft ihrer Nahrungsmittel.

Auch wenn dieser Trend nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt sei, seien es vor allem junge Leute, die heute mehr auf die Zutaten und Zusammensetzung ihrer Nahrungsmittel achten würden. Sie seien bereit, für natürlicher und unter Beachtung ethischer Kriterien hergestellte und/oder biologisch angebaute Lebensmittel, die bestimmte Anforderungen an die Ernährung erfüllen würden, mehr Geld auszugeben. Neben spezialisierten Nahrungsmittelherstellern, die direkt an gesundheitsbewusste Verbraucher verkaufen würden, könnten sich Anlagechancen auch bei auf bestimmte Zutaten spezialisierten Zulieferern größerer Nahrungsmittelkonzerne ergeben.

Allerdings werde es immer schwieriger, Anbieter zu finden, die den Vorgaben des Robecos Trend-Investing-Teams entsprechen würden, weil die größten Nahrungsmittelkonzerne, denen der zunehmende Trend zu Gesundheitsbewusstsein und Wellness unter den Verbrauchern nicht entgangen sei, Fusionen und Übernahmen durchführen würden. Zum Beispiel habe der französische Nahrungsmittelgigant Danone das US-Unternehmen WhiteWave Foods, das ökologisch hergestellte Milchprodukte und pflanzliche Milchersatzprodukte anbiete, übernommen, um den sich ändernden Vorlieben der Verbraucher Rechnung zu tragen.

Durch die Verkaufswelle im vierten Quartal seien die Marktrenditen für das Kalenderjahr 2018 in den negativen Bereich abgerutscht. Dennoch habe der Robeco Global Consumer Trends Equities eine gute relative Performance, und die Gewinne der Unternehmen, in die die Experten investiert hätten, würden weiter zweistellig wachsen. Das Bewertungsniveau liege jetzt wieder am unteren Rand der längerfristigen Bandbreite, was die betreffenden Aktien attraktiver mache - auch wenn man bei der Betrachtung drei bis vier Jahre zurückgehe.

Deshalb sei für die Aktien, die den Experten gefallen würden, das voraussichtliche Verhältnis von Gewinnwachstum zu Bewertungskennzahlen besser geworden. Und dies sei für sie der Grund, in Bezug auf ihre potenziellen Renditen optimistisch zu sein. Was die Zukunft angehe, seien die Experten bereit, über kurzfristige Marktschwankungen hinauszublicken; denn das Ziel sei es, von starken zugrunde liegenden Wachstumstrends an den Konsumgütermärkten zu profitieren. (06.02.2019/fc/a/f)


 

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