Lufthansa


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Meldung
Die Aktien von Lufthansa, Air Berlin und anderer europäischer Fluggesellschaften sind im freien Fall. Denn der Wettbewerbsdruck durch die Konkurrenten vom Persischen Golf nimmt ebenso zu wie durch die Billigflieger aus Europa. Die Quartalszahlen der Lufthansa können nicht beruhigen, die Aktie verliert am Tag der Zahlen in der Spitze fast sechs Prozent. Never buy Airlines wird wieder zum geflügelten Wort und wir hatten häufig genug die warum bei 19 oder 20 Euro fast alle auf Lufthansa gewesen sind. Bei 15 Euro haben wir dann selbst einen Einstieg probiert, doch auch dies war offenbar zu früh. Egmond Haidt analysiert den Status Quo in der Branche.†

Seit etlichen Tagen fliegen die Lufthansa und Air Berlin wieder nach Tel Aviv: Während viele Passagiere sich Sorgen um die Sicherheit im dortigen Luftraum angesichts der Kämpfe im Gazastreifen machen, fragen sich viele Aktionäre der Kranich-Airline, wie es mittelfristig operativ weitergehen soll. Denn der Wettbewerbsdruck in der Branche wird immer stärker. Entsprechend miserabel waren die Zahlen der Lufthansa zum zweiten Quartal. Wegen des Preiskampfs im Passagiergeschäft und des Pilotenstreiks hat die Airline einen überraschend starken Gewinnrückgang verbucht.

Der Konzern hatte bereits bei der Bekanntgabe der Gewinnwarnung im Juni eingeräumt, dass es sich um eine strukturelle Krise handle. Weil die stark wachsenden Konkurrenten vom Persischen Golf wie Etihad Airways und Emirates verstärkt in das Geschäft auf den Nordatlantikverbindungen einsteigen, führen die Überkapazitäten zu deutlichen Preisrückgängen. In Europa kommen Lufthansa und Air Berlin zusätzlich durch die Billigflieger wie Ryanair, dem Branchenprimus in Europa in dem Segment, unter Druck. Vorstandschef Michael OLeary gewinnt mit reservierten Sitzplätzen und neuen Gepäckregeln neue Kunden unter Geschäftsreisenden, Familien und älteren Menschen.

Lufthansa will mit eigenen Billigfliegern kontern

Den Angriff von Ryanair und Easyjet will der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit neuen Billig-Töchtern parieren. Bei der Präsentation der Restrukturierungspläne im Juli kündigte er an, dass der Konzern ab dem nächsten Frühjahr im Europa-Verkehr unter der Marke Eurowings günstigere Flüge anbieten wird. Die Kosten bei Eurowings sollen noch niedriger sein als bei der anderen Billig-Tochter Germanwings, etwa durch niedrigere Personalkosten und Basen im Ausland. Auf der Langstrecke soll ebenfalls eine Günstig-Marke etabliert werden, möglicherweise mit Hilfe eines Partners wie Turkish Airlines. Die Geschäfte der beiden Töchter würden unter einer eigenen Wings-Holding zusammengefasst. Wings hat das Potenzial der drittgrößte Billigflieger bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (Direktflügen) in Europa zu werden, betonte Spohr.

Air Berlin muss eine Nische finden

Mit den Plänen der Lufthansa wächst der Druck auf Air Berlin weiter. Der Konzern, der vor allem mit seinem Mallorca-Shuttle bekannt geworden ist, leidet unter hohen Schulden und tiefroten Zahlen. Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer muss eine Nische finden, um das Überleben langfristig zu sichern. Die Restrukturierungspläne will der Firmenchef im dritten Quartal vorlegen. Welche Alternativen der Konzern hauptsächlich hat, ist klar: Kostensenkungen und die Kooperation mit Etihad und One World intensivieren. One World ist das Flugbündnis, dem Air Berlin angehört.

Die Finanzspritze des Großaktionärs Etihad gibt Air Berlin die dringend nötige Luft, um den Konzernumbau voranzutreiben. Etihad hatte im Mai Wandelanleihen im Volumen von 300 Mio. Euro von Air Berlin gezeichnet. Zwei weitere Tranchen über jeweils 100 Mio. Euro sollen Ende August und im November folgen. Bei einer Wandlung könnte die Gesellschaft mit Sitz im Golf-Emirat Abu Dhabi ihren Anteil an Air Berlin theoretisch auf bis zu 70 Prozent aufstocken. Dass diese Option tatsächlich gezogen wird, erwarten Experten jedoch aus strategischen Gründen nicht. Denn dann würde Air Berlin die Startberechtigung auf wichtigen europäischen Flughäfen verlieren.

Der französische-niederländische Air France-KLM hatte im Juli Investoren mit einer Gewinnwarnung geschockt. Die größte Fluggesellschaft Europas arbeitet ebenfalls an weiteren Kürzungen. Die Pläne sollen im September vorgestellt werden.

Perspektiven trüben sich weiter ein

Nach dem Abschuss von MH17 nimmt der Gegenwind für die Airlines weiter zu. Bereits im Juni hatte Tony Tyler, der Chef des Branchenverbands International Air Transport Association (IATA) die Schätzung für den Gewinn der weltweiten Fluggesellschaften für 2014 auf 18 Mrd. Dollar gesenkt. Gemessen an den Umsätzen entspricht das einer Marge von lediglich 2,4 Prozent. Dabei geht es den US-Fluglinien wie Delta Air Lines nach der Konsolidierung der Branche in den USA und kräftigen Preiserhöhungen deutlich besser als früher. Im Dezember 2013 war Tyler noch von weltweit 19,7 Mrd. Dollar ausgegangen. Danach folgten aber die Krisen in der Ukraine, im Irak und zuletzt im Nahen Osten. Zudem haben Volkswirte ihre Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft immer weiter gesenkt. Mit der Verschärfung der Sanktionen gegen Russland† könnte selbst die neue Prognose der IATA zunehmend in Ferne rücken.

Solange die politischen Krisen und der Preisdruck in der Branche anhalten, könnte es den Aktien der europäischen Fluggesellschaften schwer fallen, nachhaltig nach oben zu drehen. Viele Anleger wären schon froh, wenn die Papiere aus dem Sink- in den Reiseflug übergehen würden.



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