Lufthansa


WKN: 823212 ISIN: DE0008232125
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Meldung
„Never buy airlines“ lautet eine bekannte Börsenregel. So ganz richtig ist der Leitsatz natürlich nicht, auch mit Aktien von Fluggesellschaften können Anleger hohe Gewinne erzielen. Entscheidend ist ein gutes Timing – vor allem auch bei der Lufthansa, deren Aktienkurs seit Oktober letzten Jahres stark zulegen konnte. Anleger können von weiteren steigenden Kursen der Airline beispielsweise mit dem Call-Optionsschein  profitieren. Wir schauen uns an, ob der Höhenflug ein Strohfeuer oder ein nachhaltiger Trend ist.
 

Keine Frage, der Jahresauftakt kann sich sehen lassen. Während der DAX seit Anfang Januar nur um gut drei Prozent zulegte, steht der Kranichwert 19 Prozent höher. Dies reicht derzeit für den dritten Platz im Performance-Ranking hinter Adidas und RWE. Nicht selten erweist sich die Entwicklung im ersten Quartal als Wegweiser für das Gesamtjahr, die Aussichten für die Aktie sind daher auf den ersten Blick gut (Lesen Sie hierzu auch: ). 

Die jüngsten Meldungen untermauern die positiven Signale. Im jahrelangen Tarifstreit mit der Pilotengewerkschaft Cockpit liegt endlich eine Grundsatzeinigung auf dem Tisch. Mit einer Laufzeit bis 2022 wären so neben Kostenvorteilen auch Tariffrieden hergestellt und langfristige Planungssicherheit für Kunden und den Konzern. Zudem spielte der vergleichsweise niedrige Ölpreis dem DAX-Mitglied in die Karten. Im vergangenen Jahr erzielte die Lufthansa trotz Pilotenstreik und Terrorangst erneut einen Rekordgewinn. Allerdings profitierte der Konzern auch kräftig von einem Sondereffekt, der zu Kosteneinsparungen von 652 Mio. Euro führte. Auch das nun erzielte Abkommen mit den Piloten dürfte einen Einmaleffekt in hoher dreistelliger Millionenhöhe bringen.

In unserer -Liste finden Sie viele interessante Anlageideen zur Lufthansa. Zum Beispiel die Aktienanleihe mit derr WKN . Diese bietet einen Kupon von 13 Prozent bei einem Basispreis von 13,50 Euro. Defensivere Anleger schauen sich den Discount Call mit der WKN  an (Basispreis: 12,50 Euro, Cap: 14,50 Euro).

Viele Baustellen

Neue Rekord in 2017 sollten Anleger allerdings nicht erwarten. Der Treibstoffaufwand dürfte um rund 350 Mio. Euro auf 5,2 Mrd. Euro steigen und so das Betriebsergebnis drücken. Zudem bleibt der Konkurrenzkampf in der Luft eine große Herausforderung. In Europa versucht man das Flugaufkommen schrittweise auf die Billigtochter Eurowings zu verschieben. Allerdings dürfte es sehr schwierig werden, hier dem Billigflug-Branchenprimus Ryanair ernsthaft Paroli zu bieten.

Das Preisniveau der Lufthansa-Tochter liegt deutlich höher, die Iren profitieren vor allem von ihrer Strategie, konsequent nur einen Flugzeugtyp zu fliegen. Damit verbunden sind massive Kosteneinsparungen bei Planung und Wartung sowie Rabatte beim Hauptlieferanten Airbus. Auf den Langstrecken ist die Konkurrenz ebenfalls stark aufgestellt. Die Flotte der arabischen Anbieter wie Qatar und Emirates sind hochmodern, auch die asiatischen Anbieter ziehen nach.

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Günstig aber unbeliebt

Analysten sind daher überwiegend skeptisch gestimmt, in den vergangenen Tagen sprachen DZ Bank, Morgan Stanley, UBS, Goldman Sachs und Kepler Cheuvreux Verkaufsempfehlungen aus und siedelten das Kursziel bei rund zwölf Euro an. Die Konsensschätzungen für das laufende Jahr liegen bei einem Gewinn je Aktie von 2,35 Euro, für 2018 werden 2,44 Euro veranschlagt. Trotz der jüngsten Kursgewinne liegt das KGV von rund sechs auf einem historisch geringen Niveau.

Einfache Regel

In der günstigen Bewertung spiegelt sich aber auch die große Vorsicht der Investoren wider. Zurückhaltung ist auch aus charttechnischer Sicht angebracht. Seit Anfang 2015 scheiterte die Aktie wiederholt an der Barriere bei rund 15,50 Euro. Auf jeden erfolglosen Test folgte mittelfristig ein Rücksetzer bis zehn/elf Euro. Wie die vergangenen Jahre eindrucksvoll zeigen ist die Lufthansa-Aktie für langfristige Anleger erst unterhalb von zehn Euro attraktiv. Zwischen 15 bis 20 Euro sollten hingegen Gewinne realisiert werden. An dieser einfachen Regel dürfte sich auch in den kommenden Jahren kaum etwas ändern.

 

 



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