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Meldung
München (www.aktiencheck.de) - Axel Springer-AktienAnalysevon "AnlegerPlus News":

Im dritten Anlauf hat die Axel Springer SE (ISIN: DE0005501357, WKN: 550135, Ticker-Symbol: SPR, Nasdaq-Symbol: AXELF) ihre Aktionäre nun für den 26.
November zur virtuellen Hauptversammlung (HV) eingeladen, wie Michael Kunert von der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. in der aktuellen Ausgabe des Online-Magazins "AnlegerPlus News" berichtet.

Der erste Versuch, die HV abzuhalten, sei im April gescheitert, als die Gesellschaft die schon eingeladene ordentliche Präsenz-HV in Berlin wegen der Coronapandemie kurzfristig wieder habe absagen müssen. Die erneute Einladung im Sommer sei abgesagt worden, nachdem der Großaktionär KKR der Gesellschaft mitgeteilt habe, nach dem Delisting im April nun noch einen Squeeze-out der letzten freien Aktionäre durchführen zu wollen. Am 15. Oktober seien die Aktionäre in einer Pressemeldung über das Verlangen zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin auf der kommenden Hauptversammlung informiert worden, also praktisch der Enteignung der Aktien gegen Barzahlung.

Nun sei für ein solches Squeeze-out-Verlangen nach § 327a Abs. 1 AktG ein Anteilsbesitz von mindestens 95% des Grundkapitals nötig. Doch KKR komme bei weitem nicht an diese Schwelle heran. Damit man den Streubesitz dennoch vor die Türe setzen könne, habe man sich eines "Taschenspielertricks" bedient, dazu heiße es in der oben erwähnten Pressemitteilung:

"Die Traviata B.V., eine Holdinggesellschaft im Besitz von Fonds, die durch KKR beraten werden, hat, um die für einen Squeeze-out erforderliche Position als Hauptaktionärin zu erlangen, auf Basis von Wertpapierdarlehen, u. a. mit von Friede Springer bzw. Mathias Döpfner kontrollierten Gesellschaften, vorübergehend das Eigentum an weiteren rund 51,5% der Aktien erworben; zusätzlich zu der von ihr bereits gehaltenen Beteiligung von rund 47,6%. Somit hält die Traviata B.V. derzeit Aktien in Höhe von rund 99,1% des Grundkapitals der Axel Springer SE. [...] Unmittelbar nach Wirksamwerden des Squeeze-out werden diese Aktien an die Darlehensgeber zurückübertragen."

Das heiße also, dass Springer und Döpfner, nachdem die anderen Aktionäre quasi enteignet worden seien, ihre Aktien wieder zurückbekommen und weiter Aktionäre bleiben würden. Es werde also keine neue Gesellschaft geschaffen, in der ihre Aktien aufgehen würden, wie dies in anderen Fällen schon üblich gewesen sei. Dieses Vorgehen möge nach dem BGH-Urteil in Sachen Lindner rechtmäßig sein. Moralisch erscheine dies jedoch nicht vertretbar, da dadurch Aktionäre unterschiedlich behandelt würden.

Der geplante Squeeze-out in dieser Form sei ein weiterer schwerer Schlag gegen die Aktienkultur in Deutschland. Und Berlin wäre nach dem kürzlich erfolgten Delisting bei Rocket Internet, als der Großaktionär Samwer sogar die Coronapandemie ausgenutzt habe, um den Aktionären einen indiskutablen Abfindungspreis bieten zu können, um einen aktionärsfeindlichen Vorgang "reicher". Leider habe weder der Fall Rocket noch der Fall Axel Springer bisher zu einem politischen Aufschrei geführt, um den Anlegerschutz in Deutschland zu stärken. Sei früher von den Unternehmen gerne über räuberische Kleinaktionäre geklagt worden, so liege das Problem in der Praxis doch eher bei räuberischen Großaktionären und mangelhaftem Anlegerschutz.

Die Wahrscheinlichkeit des Delistings beim Springer-Verlag, das Anfang April vollzogen worden sei, sei nach dem Einstieg von KKR von Anfang an bekannt gewesen. In der gemeinsamen Stellungnahme der Verwaltung im Juli letzten Jahres zum freiwilligen Übernahmeangebot habe es aber geheißen: "Der Umstand, dass die Bieterin ausweislich der Angebotsunterlage darüber hinaus keine Strukturmaßnahmen (wie z.B. [...] einen Squeeze-out [...]) anstrebt, steht aus Sicht des Vorstands und Aufsichtsrats einer Umsetzung der Wachstumsstrategie nicht entgegen. [...] Vor diesem Hintergrund bewerten Vor-stand und Aufsichtsrat [Anm. d. Red.: also auch Döpfner (CEO) und Springer (stellv. AR-Vorsitzende)] es positiv, dass die Bieterin keine grundsätzliche Änderung der Kapitalstruktur anstrebt."

In den Unterlagen für das Pflichtangebot zum Delisting im Februar dieses Jahres stehe ebenfalls ausdrücklich, dass die Bieterin (KKR) abgesehen vom Delisting keine weiteren Strukturmaßnahmen (wie z. B. einen Squeeze-out) beabsichtige. Dass Vorstand und Aufsichtsrat ihre diesbezügliche Meinung geändert hätten, habe man den Unterlagen an entsprechender Stelle nicht entnehmen können.

Die langfristig orientierten Aktionäre, die das Delisting mit der Gesellschaft hätten mitgehen wollen, um vielleicht nach der angekündigten Durststrecke wieder von einem Aufschwung zu profitieren, hätten also sehr wohl darauf vertrauen können, dass es kein Squeeze-out-Verfahren geben würde, bei dem der Abfindungspreis mit 60,24 Euro auch noch unter dem Preis der vorangegangenen Übernahme- bzw. Pflichtangebote von 63 Euro je Aktie liege.

Möge das Vertrauen der Privatanleger in KKR als Finanzinvestor - in den Finanzmedien auch gerne als Heuschrecke bezeichnet - vielleicht grundsätzlich nicht so hoch sein, so sei das aktive Mitwirken beim Rauswurf der Streubesitzaktionäre von Springer und Döpfner nach Meinung der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. unentschuldbar. (Ausgabe 11/2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Axel Springer-Aktie:

Börse Hamburg-Aktienkurs Axel Springer-Aktie:
63,70 EUR 0,00% (13.11.2020, 10:25)

ISIN Axel Springer-Aktie:
DE0005501357

WKN Axel Springer-Aktie:
550135

Ticker-Symbol Axel Springer-Aktie Deutschland:
SPR

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Axel Springer-Aktie:
AXELF

Eurex Optionskürzel Axel Springer-Aktienoption:
SPR

Kursprofil Axel Springer SE:

Die Axel Springer SE (ISIN: DE0005501357, WKN: 550135, Ticker-Symbol: SPR, Nasdaq-Symbol: AXELF) ist ein börsennotierter deutscher Medienkonzern und verlegt unter anderem die Tageszeitungen BILD und DIE WELT. Der Axel Springer Verlag wurde 1946 von Axel Springer gegründet; der Sitz der Axel Springer SE ist das Axel-Springer-Haus in Berlin. Ein zweiter Verlagsstandort der Axel Springer SE ist Hamburg. Der Axel Springer-Konzern hat Tochtergesellschaften in Frankreich, Spanien, der Schweiz und Russland.

Die Axel Springer SE will der führende digitale Verlag werden. Bereits heute tragen die digitalen Medienkanäle über ein Drittel zum Konzernumsatz bei, mehr als jeder andere Geschäftsbereich.

Durch konsequente Internationalisierung und Digitalisierung ist die Axel Springer SE heute nicht nur Marktführer im deutschen Printgeschäft, sondern auch mit Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Lizenzen in 44 Ländern aktiv. Die Axel Springer SE erwirtschaftet jeweils mehr als ein Drittel des Umsatzes mit internationalem Geschäft und mit digitalen Medien. (13.11.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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