Siemens


WKN: 723610 ISIN: DE0007236101
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Meldung

Während Siemens bei der Vorlage seiner Quartalszahlen einen zähen Geschäftsverlauf beklagte, sieht es beim französischen Mitbewerber Alstom offenbar wesentlich besser aus. Zwar hat Alstom im letzten Jahr extrem unter dem harten Wettbewerb gelitten, vor allem in den Schwellenländern sieht Alstom-Chef Patrick Kron aber nun bessere Zeiten anbrechen. So kann der Mischkonzern mit einer Reihe von zusätzlichen Aufträgen rechnen. Kron gab auf diese Weise zugleich den Startschuss für die lange darbende Alstom-Aktie.

Prognose bekräftigt
Die am 19. Januar vorgelegten Zahlen für das dritte Geschäftsquartal zeigten Verbesserungen beim Umsatz und den Auftragseingängen. Während aber die Aufträge im letzten Quartal um 20 Prozent auf 15 Milliarden Euro anstiegen, liegt der Umsatz trotz Verbesserung immer noch hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Umsätze sollen laut Patrick Kron  ihr Wachstum auch im vierten Quartal fortsetzen. Das klingt realistisch, denn die Aufträge werden naturgemäß irgendwann zu Umsätzen. Eine längerfristige Prognose ist jedoch mit einigen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Alstom hat ein sehr breites Produktportfolio. Das Unternehmen baut nicht nur den Hochgeschwindigkeitszug TGV, sondern ist auch im Energiebereich stark engagiert. So stellt das Unternehmen unter anderem Turbinen für Wind-, Wasser- und zahlreiche andere Kraftwerkstypen her. Transformatoren und Umspannwerke sowie die Netzinfrastruktur sind ebenfalls zu nennen. Damit wird deutlich: Alstom baut viele Produkte und Investitionsgüter, die man in einer modernen Industriegesellschaft benötigt, die aber auch stark von staatlichen Aufträgen abhängen. Auch in Frankreich herrscht bekanntlich Ebbe in der Staatskasse, so dass man mit Verzögerungen oder Sparmaßnahmen bei öffentlichen Aufträgen rechnen muss. Auf der anderen Seite könnte es sogar zusätzliche Aufträge geben, denn auch in Frankreich ist eine Art Energiewende festzustellen.

Frankreich investiert in Windkraft
Während man in Paris noch bis vor kurzem fast ausschließlich auf Atomenergie setzte, werden nun Milliardenbeträge in Windenergieanlagen vor den Küsten investiert. Bis 2020 werden vor der Küste der Normandie und der Bretagne Anlagen mit einer Leistung von sechs Gigawatt errichtet. Alstom zählt zu den Profiteuren dieser Investitionen. Zwar ist dies nur eine langfristige Perspektive für Alstom und das nicht einmal im größten Unternehmensbereich – das ist der Kraftwerksbau – dennoch werden die Entwicklungen am Aktienmarkt aufmerksam registriert. Die Alstom-Aktie zählte lange zu den Unterperformern in ihrem Sektor. Nicht nur Siemens, auch der Schweizer Mitbewerber ABB hat die Franzosen zuletzt mehr als abgehängt. Da es bei Alstom nun wieder besser läuft und die Aktie zudem auch von den Bewertungen her Potenzial verspricht, rechne ich mit einer Aufholjagd bei Alstom. Auch die Verschuldungssituation spricht nicht gegen diese These. Erst kürzlich konnte Alstom eine Milliarde Euro mit einem neuen fünfjährigen Bond problemlos refinanzieren.

Ausbruch über Widerstand bei 30 Euro
Die verbesserten Aussichten zeigen sich auch im Aktienkurs. Die Alstom-Aktie beendete in der letzten Woche mit dem Sprung über den Widerstand bei 30 Euro ihre mehrmonatige Seitwärtsphase. Aus charttechnischer Sicht besteht nun weiteres Aufwärtspotenzial bis auf 38 Euro. Selbst eine Rückkehr an die Marke von 40 Euro scheint langfristig nicht mehr utopisch.

Fazit
Die Saure-Gurken-Zeit bei Alstom-Aktie ist vorüber. Sowohl die Nachrichtenlage als auch die Charttechnik signalisieren bessere Zeiten.


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Erfolgreiche Investments wünscht

Ihr
Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor






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