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Meldung

Eine weitere Handelswoche ist inzwischen zu Ende gegangen. Viel bewegte erneut die Aktienmärkte. Unterm Strich kannten die Börsen, trotz eines versöhnlichen Freitags, jedoch wieder fast ausschließlich eine Richtung: nach unten.

Sorgenfelder wie die Konjunktur oder auch der schwelende Handelskonflikt führten weiterhin zu Verunsicherung. Der DAX notierte zwischenzeitlich sogar mal bei rund 11.300 Punkten und markierte ein Mehrmonatstief. Übel, übel, übel.

Doch auch aus Sicht einzelner Unternehmen gab es viele, viele Meldungen. Werfen wir in diesem Sinne nun einen Blick auf drei spannende Nachrichten, die du möglicherweise jedoch verpasst haben könntest.

Novo Nordisk wird von Aktionären verklagt

Eine bittere Pille mussten hierbei zunächst die Dänen von Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) verkraften. Wie zum Ende der letzten Woche bekannt geworden ist, wollen die eigenen Investoren wohl das Unternehmen verklagen, weil das Management seinen Sorgfaltspflichten rund um Adhoc-Meldungen nicht nachgekommen sei.

So soll das Unternehmen irreführende Aussagen gemacht und nicht rechtzeitig über die Entwicklung des Insulinmarktes in den USA informiert haben. Vorwürfe, die nicht neu erscheinen, denn immerhin beschäftigt das Thema bereits seit 2017 das Unternehmen, die jedoch teuer werden könnten. Bis zu 1,6 Mrd. Euro werden hier in einer Sammelklage gefordert. Kein Pappenstiel, gewiss nicht.

Nichtsdestoweniger könnten Investoren, trotz dieses Kapitels, noch immer gut beraten sein, sich auf die Big Points zu konzentrieren. Novo Nordisk wird voraussichtlich noch in diesem Jahr die Zulassung von Semaglutide in den USA verkünden, die orale Insulinvariante, die über kurz oder lang den gesamten Diabetesmarkt revolutionieren könnte. Auch wenn sich hier zum Ende der Woche kurzfristig einiges eingetrübt hat, könnte noch in diesem Jahr ein bedeutender und positiver Newsflow ins Haus der Dänen wehen.

Deutsche Euroshop mit gemischten Zahlen

Ebenfalls untergehen könnten die aktuellen Quartalszahlen der Deutschen Euroshop (WKN: 748020), einer wahren Dividendenperle, die möglicherweise nicht im Fokus vieler Investoren steht. Jedoch auch aktuell mit einigen operativen Baustellen zu kämpfen hat.

Mit einem Umsatzanstieg von lediglich 0,3 % auf 112 Mio. Euro sowie einem weitgehend unveränderten Ergebnis in Höhe von 98,2 Mio. Euro stehen die Zeichen hier nämlich eher auf Stagnation. Selbst die wichtigen Funds from Operations (FFO) nahmen leicht um 0,5 Mio. Euro auf 75 Mio. Euro oder aber 1,21 Euro je Aktie ab, wofür das Management steuerliche Gründe verantwortlich macht.

Investoren fürchten Stagnation, weil hier die Dividendenentwicklung der vergangenen Jahre in Gefahr sein könnte. Wobei man hier durchaus so einiges bedenken sollte: Einerseits ist die zuletzt gezahlte Dividende in Höhe von 1,50 Euro bei für 2019 geplanten Funds from Operations in einer stagnierenden Spanne zwischen 2,40 Euro und 2,44 Euro je Aktie weiterhin ausreichen von der operativen Entwicklung gedeckt. Zudem rechnet das Management in den kommenden Jahren mit moderat wachsenden Funds from Operations auf bis zu 2,47 Euro, was ebenfalls kleinere Erhöhungen rechtfertigen könnte.

Zudem möchte die Deutsche Euroshop auch für das kommende Jahr die Dividende auf 1,55 Euro erhöhen, was beim aktuellen Kursniveau von 22,64 Euro einer Dividendenrendite in Höhe von üppigen 6,84 % entsprechen würde. Möglicherweise ist die Deutsche Euroshop daher trotz Stagnation aktuell unterbewertet.

thyssenkrupp droht DAX-Abstieg

In den Reigen der schlechten Neuigkeiten reihte sich zu guter Letzt auch noch die Aktie von thyssenkrupp (WKN: 750000) ein. Hier könnte, gängigen Medienberichten zufolge, bereits im September der DAX-Abstieg drohen. Die aktuellen Probleme, die Schwierigkeiten beim Konzernumbau, die turbulente handelspolitische Lage und der dadurch resultierende Kursverfall hätten hier zu einer zu günstigen Bewertung geführt, weshalb der Ruhrpott-Stahlkonzern möglicherweise aus der ersten Börsenliga austreten könnte.

Smarte Foolishe Investoren wissen natürlich, dass ein solcher Schritt nix mit dem eigentlichen Unternehmen zu tun hat, sondern lediglich ein kosmetischer Fehler sein könnte. Nichtsdestoweniger führen Index-Anpassungen durch derartige Bewegungen häufig dazu, dass die jeweiligen Aktien weiter unter Druck geraten.

Der Aktie von thyssenkrupp könnten daher auch durch diesen Schritt möglicherweise weiterhin turbulente Zeiten bevorstehen. Ein Ende der aktuellen Verwerfungen scheint hier jedenfalls momentan nicht in Sicht zu sein.

Eine bewegende Handelswoche geht zu Ende

Wie wir daher unterm Strich sehen können, ging erneut eine bewegende Handelswoche zu Ende. Viele Schlagzeilen machte natürlich die generelle Dynamik der Aktienmärkte. Aber auch einzelne Unternehmen konnten mit Schlagzeilen, teilweise negativen, auf sich aufmerksam machen. Wobei einige in der medialen Fülle vielleicht untergehen könnten.

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Vincent besitzt Aktien der Deutsche Euroshop und von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Deutsche Euroshop und Novo Nordisk.

Motley Fool Deutschland 2019

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