Südzucker


WKN: 729700 ISIN: DE0007297004
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Meldung
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DB62ZX6 / WKN DB62ZX ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT3XVN8 / WKN DT3XVN ) der Deutschen Bank bezogen auf die Aktie von Südzucker (ISIN DE0007297004 / WKN 729700 ) vor.


Auf den ersten Blick scheine die jüngste Kursschwäche der Südzucker-Aktie eine ideale Gelegenheit aufgetan zu haben. Allerdings bleibe es abzuwarten, ob das Schlimmste tatsächlich überstanden sei.

Noch herrsche Unsicherheit am Aktienmarkt, ob die schlechten Nachrichten rund um Europas größten Zuckerproduzenten inzwischen vollständig im Kurs des MDAX-Wertes eingepreist seien oder ob eine nachhaltige Bodenbildung noch auf sich warten lassen werde. Einerseits könnte sich angesichts der jüngsten Kursabschläge eine günstige Einstiegsgelegenheit ergeben haben. Allerdings sei es wegen der aktuellen Marktlage und des regulatorischen Umfeldes, vor allem mit Blick auf den Wegfall des Mindestpreises für Zuckerrüben in der EU ab Oktober 2017, noch nicht sicher, dass die Mannheimer nicht doch neue Negativschlagzeilen produzieren würden und die Kurse daher eventuell weiter unter Druck geraten würden.

Dem Unternehmen habe zuletzt insbesondere der Preisdruck an den Märkten für Zucker und Bioethanol zu schaffen gemacht. Gleichzeitig hätten sich höhere Rohstoffkosten bemerkbar gemacht, sodass das Unternehmen am 8. April angesichts der wachsenden Herausforderungen eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 habe aussprechen müssen. Das operative Konzernergebnis solle lediglich bei 200 Mio. Euro liegen, nachdem es im Vorjahr bereits um 32,3 Prozent auf 658 Mio. Euro geschrumpft sei. Der Umsatz solle wiederum mit 7,0 Mrd. Euro ins Ziel kommen. Im Geschäftsjahr 2013/14 (Ende Februar) seien die Erlöse noch um 1,8 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro gefallen. Schließlich hätten die jüngsten Ergebnisrückgänge und der enttäuschende Ausblick dazu geführt, dass Südzucker für das abgelaufene Geschäftsjahr nur noch 0,50 (Vorjahr: 0,90) Euro je Aktie ausschütten möchte.

Während sich immer mehr Anleger von ihren Südzucker-Papieren getrennt hätten, hätten viele Analysten ihre Erwartungen nach unten angepasst, während zuletzt auch die US-Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's mit Bonitätsabsenkungen für den MDAX-Konzern aufgewartet hätten. Wer nun als Anleger der Meinung sei, dass die Südzucker-Aktie damit genug Prügel bezogen haben dürfte, könnte am Ende eine negative Überraschung erleben. In der Vergangenheit hätten Quotenregelungen der EU dafür gesorgt, dass Südzucker nicht die niedrigeren Weltmarktpreise für Zucker voll zu spüren bekommen habe. In etwas mehr als drei Jahren sei es damit dann auch vorbei.

Es gebe jedoch auch einige Hoffnungsschimmer, die für eine Erholung der Weltmarktpreise und damit auch des Aktienkurses sorgen könnten. Angesichts der Überkapazitäten und des Preisdrucks am Zuckermarkt dürften sich Produzenten mit weiteren Investitionen in den Kapazitätsausbau zurückhalten und so möglicherweise für eine Angebotsverknappung sorgen. Gleichzeitig hoffe man bei Südzucker buchstäblich auf schlechteres Wetter, nachdem dieses in den vergangenen Jahren außergewöhnlich gut ausgefallen sei und die Zuckerproduktion damit sehr stark angekurbelt habe.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Südzucker-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,31, die Knock-Out-Schwelle bei 11,65 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,64; Knock-Out-Schwelle bei 17,90 Euro) auf fallende Kurse der Südzucker-Aktie setzen. (Stand vom 03.07.2014) (04.07.2014/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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