Südzucker


WKN: 729700 ISIN: DE0007297004
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Meldung
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT32145 / WKN DT3214 ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT3XVP3 / WKN DT3XVP ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Südzucker (ISIN DE0007297004 / WKN 729700 ) vor.


Die Südzucker-Aktie habe sich zuletzt deutlich erholt gezeigt, obwohl man dies für das Marktumfeld des Unternehmens nicht gerade behaupten könne. Daher bleibe es fraglich, ob der MDAX-Wert einen nachhaltigen Turnaround bewerkstelligen könne.

Anfang 2013 habe die Aktie des größten europäischen Zuckerproduzenten noch ein Allzeithoch markiert. Doch seitdem hätten verschiedene Probleme wie unter Druck geratene Weltmarktpreise für Zucker sowie die Turbulenzen am Bioethanol-Markt Umsatz und Gewinn des MDAX-Unternehmens einbrechen lassen. Dies habe wiederum dazu geführt, dass der Kurs der Südzucker-Aktie geradezu in die Tiefe gestürzt sei.

Obwohl das Unternehmen für das im März gestartete Geschäftsjahr 2015/16 weitere Umsatz- und Gewinnrückgänge prognostiziert habe, habe die Aktie in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Erholung verzeichnen können. Offenbar würden Investoren darauf setzen, dass die Negativschlagzeilen inzwischen eingepreist seien und die eingeleiteten Sparmaßnahmen im Laufe der Zeit ihre Wirkung entfalten würden. Allerdings könnten die Marktteilnehmer auch etwas voreilig gehandelt haben.

Bei der Präsentation der endgültigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2014/15 (Ende Februar) am 21. Mai habe Südzucker auch die Prognosen für 2015/16 bestätigt. Demnach sollten die Umsatzerlöse auf 6,0 bis 6,3 Mrd. Euro zurückgehen. Das operative Ergebnis solle weiter auf 50 bis 150 Mio. Euro schrumpfen. Für 2014/15 habe man Rückgänge um 9 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro bzw. 71 Prozent auf 181 Mio. Euro ausgewiesen. Zudem sei die Dividende auf 0,25 Euro je Aktie halbiert worden. Was bei Investoren jedoch für Optimismus gesorgt haben könnte, sei das Festhalten an der mittelfristigen Prognose, wonach das operative Konzernergebnis bei rund 550 Mio. Euro liegen solle.

Damit Südzucker wieder dahin komme, solle kräftig gespart werden. Bis zum Geschäftsjahr 2017/18 wolle man in etwa 120 Mio. Euro einsparen. Der Rotstift komme vor allem im Kerngeschäft Zucker zum Einsatz. Darüber hinaus habe Südzucker im Vorjahr dank Einsparungen einen Anstieg des operativen Ergebnisses im Segment Spezialitäten verbuchen können. Dort würden zum Beispiel Inhaltsstoffe für Lebensmittel, Tiernahrung oder die Pharmazie hergestellt. Außerdem habe man dort Tiefkühlpizzen und andere Fertiggerichte im Angebot.

Auch wenn Südzucker in einigen Bereichen wieder überzeugen sollte und sich die Sparanstrengungen bald bemerkbar machen sollten, könnten diese Anstrengungen übergeordneten Marktentwicklungen zum Opfer fallen. Im Vorjahr habe das Unternehmen mit einer Rekordrübenernte fertig werden müssen. Sollte das Angebot weiter hoch bleiben, dürfte eine Preiserholung nur schwer zu bewerkstelligen sein. Gleichzeitig stehe bis 2017 die Abschaffung der EU-Zuckermarktverordnung und damit der besondere Schutz heimischer Zuckerproduzenten aus. Daher könnten Anleger etwas zu vorschnell gehandelt haben, als sie der Südzucker-Aktie in den vergangenen Wochen zu einem deutlichen Kursanstieg verholfen hätten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Südzucker-Aktie erwarten würden, könnten mit dem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 2,83, die Knock-Out-Schwelle bei 9,85 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit dem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,83; Knock-Out-Schwelle bei 17,95 Euro) auf fallende Kurse der Südzucker-Aktie setzen. (Stand vom 01.06.2015) (03.06.2015/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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