Südzucker


WKN: 729700 ISIN: DE0007297004
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Meldung
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DB62ZX6 / WKN DB62ZX ) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DT3XVP3 / WKN DT3XVP ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Südzucker (ISIN DE0007297004 / WKN 729700 ) vor.


Die Südzucker-Aktie habe in den vergangenen Jahren eher zu den Erfolgsgeschichten am deutschen Aktienmarkt gehört. Nachdem sich die Anleger jedoch bereits im Jahr 2013 immer mehr von dem MDAX-Wert abgewendet hätten, sei nach einer schwachen Unternehmensprognose für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 (Ende Februar) jüngst ein regelrechter Ausverkauf gefolgt. Allerdings seien die Marktreaktionen zuletzt in Bezug auf Südzucker sehr radikal ausgefallen, sodass einige Investoren möglicherweise überreagiert haben könnten.

Vor allem die zuletzt ausgesprochene Gewinnwarnung habe die Anleger aufgeschreckt, nachdem das Unternehmen bereits im November die Erwartungen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 nach unten korrigiert habe. Jetzt rechne man auf Unternehmensseite für 2014/15 mit einem deutlichen Rückgang des operativen Konzernergebnisses auf rund 200 Mio. Euro. Dies habe Südzucker am 8. April bei der Präsentation der vorläufigen Geschäftszahlen für 2013/14 mitgeteilt. Dabei sei das operative Ergebnis schon im Vorjahr von 972 Mio. Euro auf 658 Mio. Euro stark rückläufig gewesen. Die nun ausgegebene Prognose würde ein weiteres Schrumpfen um fast 70 Prozent bedeuten.

Der Umsatz solle auf 7,0 Mrd. Euro fallen. Zuletzt sei bei den Erlösen ein etwas moderaterer Rückgang von 7,88 auf 7,74 Mrd. Euro ausgewiesen worden. Südzucker würden die sinkenden Preise für Zucker und Bioethanol zu schaffen machen. Gleichzeitig müsse Europas größter Zuckerproduzent mit höheren Rohstoffkosten fertig werden. Ab dem 1. Oktober 2017 könnte dem Unternehmen mit den Veränderungen im Rahmen der EU-Zuckerpolitik und dem Ende für die Zuckerquoten sogar weiteres Ungemach drohen. Aus diesem Grund werde derzeit laut Konzernangaben eine Überprüfung der Kostenstrukturen insbesondere im Segment Zucker durchgeführt. Gleichzeitig könnten die Anleger auch kurzfristig noch einige schlechte Nachrichten erwarten.

Laut Angaben des Finanzvorstands Thomas Kölbl in einem Interview mit der "Börsenzeitung" vom 9. April, müssten die Aktionäre nun mit einem "deutlichen Dividendenrückgang rechnen". Allerdings habe es dann auch einen kleinen Hoffnungsschimmer gegeben. Denn laut Kölbl könne sich das derzeit negative Umfeld auch schnell ändern. Mittel- und langfristig setze er vor allem darauf, dass die größeren Zuckerproduzenten aufgrund der niedrigeren Preise ihre Kapazitäten senken und Investitionen kürzen würden, was wiederum zu Angebotsverknappungen und einer Preiserholung am Zuckermarkt führen könnte.

Außerdem hätten nach Angaben Kölbls in den vergangenen vier Jahren die zum Teil "fantastischen Witterungsbedingungen mit rekordhohen Ernten" dafür gesorgt, dass die Zuckerproduktion über dem Verbrauch gelegen habe. Sollten sich die Witterungsbedingung normalisieren, würde dies möglicherweise auch eine für die Zuckerproduzenten wie Südzucker vorteilhafte Angebotsverknappung mit sich bringen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Südzucker-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,08, die Knock-Out-Schwelle bei 11,55 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,20; Knock-Out-Schwelle bei 19,00 Euro) auf fallende Kurse der Südzucker-Aktie setzen. (Stand vom 15.04.2014) (16.04.2014/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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