Gold


WKN: 965515 ISIN: XC0009655157
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Meldung
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst
Nachdem sich der DAX letzte Woche Donnerstag mit starken Abgaben* und
auch dem schwächsten zweiten Quartal** seit 2012 vorzeitig ins
Wochenende verabschiedet hatte, stehen die Sterne zu Beginn dieser Woche
etwas besser.
Am Donnerstag hat der DAX aufgrund der Enttäuschung der
Marktteilnehmer über nur wenige Stimuli liefernde EZB-Beschlüsse im Tief
bis auf unter 9.170 Zähler abgegeben. Eine am Freitag durch überraschend
starke US-Arbeitsmarktdaten ausgelöste Erholungsrallye in den USA sowie
an den anderen europäischen Märkten konnte der DAX aufgrund des
Feiertages „Tag der deutschen Einheit“ nicht nachvollziehen. Positive
Vorgaben aus Asien und den USA hoben den deutschen Leitindex heute
Morgen bereits vorbörslich wieder über die 9.300-Punkte-Marke, nachdem
der DAX am Donnerstag bei rund 9.196 Zählern aus dem Handel ging.

Aus charttechnischer Sicht stieß der deutsche Leitindex am Donnerstag um
das 23,6%-Fib-Retracement bei knapp 9.174 Punkten auf Nachfrage. Die
heutige Nachholjagd brachte den DAX wieder zurück an das
Durchbruchsniveau bei dem 38,2%-Fib-Retracement um 9.342 Zähler, wo der
Leitindex aktuell abprallte. Bis dieses charttechnische Niveau
zurückerobert werden kann, ist die aktuelle Erholung allerdings nur als
Zwischenerholung mit der Gefahr erneuter Abgaben zu werten. Auch eine
Schließung des heutigen Gaps ist nicht ausgeschlossen.

Am Freitag zeigten die US-Nonfarm-Payrolls einen stärkeren Anstieg der
neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im September, als
Analysten erwartet hatten. So hätten diese laut US Labour Department bei
248.000 statt der prognostizierten 215.000*** gelegen. Gleichzeitig
wurden auch die Zahlen für August auf 180.000 Stellen nach oben
korrigiert. Die Arbeitslosenquote fiel mit 5,9 Prozent zudem auf den
niedrigsten Stand seit 6 Jahren. Allerdings ging auch die
Partizipationsrate auf 62,7 Prozent und damit geringsten Stand seit 35
Jahren zurück. Da der durchschnittliche Lohn in dem Monat stagnierte,
hält sich der Inflationsdruck durch Löhne in Grenzen. Die amerikanische
Notenbank Fed macht den Zeitpunkt einer Zinswende nach dem in diesem
Monat auslaufenden Anleihekaufprogramm zu einem wesentlichen Teil von
der Arbeitsmarktentwicklung abhängig. Damit stehen diese Woche die am
Mittwoch geplanten Sitzungsprotokolle der letzten
Offenmarktausschuss-Sitzung im Fokus der Marktteilnehmer.

Die Belastungsfaktoren für die europäischen Märkte unter anderem in Form
der schwächeren europäischen Konjunkturdaten bleiben allerdings
erhalten. So veröffentlichte das deutsche Bundeswirtschaftsministerium
heute Morgen Zahlen zu den Auftragseingängen an die deutsche Industrie
im August, welche den stärksten Einbruch seit Januar 2009 zeigten. Statt
dem prognostizierten Rückgang von 2,5 Prozent*** wurde ein Minus von 5,7
Prozent vermeldet.

Aus charttechnischer Sicht zeigt der Kurs des Edelmetalls Gold aktuell
eine sehr interessante Konstellation. So ist die Notierung heute bis auf
wenige Punkte an die potenziell wichtige Unterstützung um 1.180
US-Dollar herangerückt. Im Wochenchart bildet sich aus diesem Kursniveau
als horizontale Linie und einer Abwärtstrendlinie von 2013 ein fallendes
Dreieck. Sollte der Kurs negativ ausbrechen, könnte dies das Chartbild
erheblich eintrüben und dadurch von weiteren größeren Kursverlusten
begleitet sein.

Die US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 handeln gegenwärtig vor
Eröffnung des Präsenzhandels über den Schlusskursen von Freitag und
deuten damit eine freundliche Eröffnung und Anknüpfung an die Erholung
von letzter Woche an.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider
Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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