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| Kolumnen | |
| 05.05.12 | Erste Group - Übertrifft mit 1Q12-Gewinn di. |
| 19.11.11 | Günther Artner, CFA - Erste Group Bank AG |
| 08.01.11 | Günther Artner, CFA - Erste Group Bank AG |
| 09.03.07 | Erste Bank: Auch im Osten die Nr.1 |
| Meldung |
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Mit einem Konzernüberschuss von EUR 346,5 Mio. im 1. Quartal 2012
konnte die Erste Group die Konsensus-Schätzungen um 12% überbieten.
Die nach EBA-Definition berechnete harte Kernkapitalquote liegt mit
9,7% bereits über der per Ende Juni 2012 erforderlichen 9%. Der
Zinsüberschuss verbesserte sich im 1Q12 um 2,7% y/y. Dies
resultierte vor allem aus der geänderten Zuordnung der Zinserträge
von Wertpapieren, die als Handelsaktiva bilanziert sind (EUR 21,6
Mio.), welche nunmehr im Zinsüberschuss statt im Handelsergebnis
enthalten sind. Der Provisionsüberschuss ging um 5,5% y/y zurück.
Diese Entwicklung war insbesondere auf Rückgänge im
Wertpapiergeschäft (vor allem in Österreich) sowie im
Bauspar-/Versicherungsvermittlungs- und im Investmentbankgeschäft
zurückzuführen. Positiv entwickelte sich das Ergebnis aus dem
Kreditgeschäft. Trotz eines zufriedenstellenden Ergebnisses aus den
Handelsaktivitäten sank das Handelsergebnis um 60,5% y/y. Diese
Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus deutlich niedrigeren
Bewertungserfolgen und einem niedrigeren Volumen an Handelsaktiva.
Die Verwaltungsaufwendungen sanken währungsbereinigt um 0,5% y/y.
Der Personalaufwand reduzierte sich um 1,0% y/y (währungsbereinigt:
+0,1%). Größere Kosteneinsparungen konnten im Sachaufwand, welcher
um 3,1% y/y (währungsbereinigt: -1,3%) sank, und bei den
Abschreibungen auf Sachanlagen, welche sich um 3,4% y/y
(währungsbereinigt: -1,8%) verringerten, erzielt werden. Die
Risikovorsorgen stiegen um 26% y/y auf EUR 580,6 Mio. Dieser Anstieg
war auf zusätzliche Vorsorgen in Ungarn im Ausmaß von EUR 75,6 Mio.
sowie in Rumänien im Ausmaß von EUR 98,6 Mio. zurückzuführen. Der
sonstige betriebliche Erfolg verbesserte sich von EUR -128,7 Mio. im
1Q11 auf EUR 131,2 Mio. Hauptverantwortlich dafür war der Rückkauf
von Tier 1- und Tier 2-Instrumenten, aus denen ein Einmalertrag von
EUR 250,6 Mio. resultierte. Der Gesamtsaldo aus allen Kategorien der
finanziellen Vermögenswerte verschlechterte sich um 28% y/y auf EUR
20,8 Mio. Ausblick. Für die meisten Kernmärkte der Erste Group wird für 2012 Wirtschaftswachstum prognostiziert, wenn auch im Vergleich zu 2011 auf einem niedrigeren Niveau. Vor diesem Hintergrund erwartet die Erste Group trotz des Abbaus von Nicht-Kernaktivitäten bei selektivem Kreditwachstum in den Kernmärkten und weiteren Kostensenkungen 2012 ein stabiles Betriebsergebnis. Die Risikokosten sollten 2012 auf etwa EUR 2 Mrd. zurückgehen, bleiben jedoch wegen des außerordentlichen Vorsorgebedarfs in Ungarn (1Q12: EUR 75,6 Mio.) und der schleppenden Konjunkturerholung in Rumänien belastet. Die Erste Group rechnet damit, dass sie sämtliche Kapitalanforderungen (EBA, Basel 3) problemlos, nachhaltig und termingerecht erfüllen wird. Das Nettoergebnis und die Kapitalausstattung werden im 2Q12 durch den Einmaleffekt aus dem Rückkauf von weiteren Tier 1- und Tier 2-Instrumenten |