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Aber Discounter bringen attraktive Seitwärtsrenditen Die OMV-Aktie hat eine enttäuschende Kursentwicklung hinter sich. In den vergangenen drei Monaten verlor der Titel rund sechs Prozent; binnen Jahresfrist steht ein kleines Plus von knapp neun Prozent. Damit blieb der Mineralöl-, Erdgas- und Chemiekonzern hinter dem österreichischen Gesamtmarkt zurück. Denn der ATX liegt auf Drei-Monats-Sicht nur knapp im Minus und kann auf Jahressicht ein Plus von ca. zwölf Prozent aufweisen. Hauptgrund für die relativ schwache Performance waren zwei Kapitalmaßnahmen, die zum Monatsanfang erfolgreich abgeschlossen wurden. Dabei wurde das Kapital durch die Ausgabe von ca. 27 Mio. neuen Aktien zu einem Preis von 27,50 Euro erhöht. Dies brachte dem Öl- und Gas-Riesen rund 725 Mio. Euro an frischen Mitteln. Gar 750 Mio. Euro flossen kurz davor über eine neue Hybridanleihe. OMV benötigt das Geld. Denn der Konzern befindet sich auf Einkaufstour, beispielsweise zur Finanzierung der Übernahme des türkischen Tankstellenbetreibers Petrol Ofisi und neuer tunesischer Öl- und Gasfelder. Allerdings dient ein Teil der Mittel auch zur Senkung der Verschuldungsquote. Sie hatte im Vorfeld einen Grad von 47 Prozent erreicht, soll aber mittelfristig in den Bereich von 30 Prozent gesenkt werden. Gemessen am Umsatz ist die OMV weiterhin das mit Abstand größte österreichische Unternehmen. Im Jahr 2010 setzte das Unternehmen 23,2 Mrd. Euro um. Mit weitem Abstand folgt der Baukonzern Strabag (12,8 Mrd. Euro). Auch auf der Ertragsseite konnte der Energieriese zuletzt glänzen. Denn das EBIT stieg im ersten Quartal – im Vergleich zum Vorjahr – um rund 14 Prozent auf 807 Mio. Euro. Die politischen Unruhen in einigen Ländern Nordafrikas sowie im Mittleren Osten haben dabei für Belastungen gesorgt. Der deutlich erhöhte Ölpreis konnte dies aber überkompensieren. Trotzdem ist das Engagement in den Krisengebieten der zweite Grund für die durchwachsene Aktien-Perfor¬mance. Diese werden weiter anhalten. Dem steht jedoch gegenüber, dass die Ertragsseite – vor allem Dank der hohen Öl- und Gaspreise – sehr stabil ist. Daher sollten Anleger jetzt auf Produkte setzen, die eine attraktive Seitwärtsrendite abwerfen. Dazu bietet sich einen Discounter der RCB (ISIN AT0000A0MV53) mit einem Cap knapp „im Geld“ an. Es wirft maximal zwölf Prozent oder 10,9 Prozent p.a. ab. Dazu muss der Basiswert am Laufzeitende im Juli 2012 das Cap-Niveau von 28,00 Euro behaupten können. Vom aktuellen Aktienkurs bei 28,88 Euro ist daher sogar ein Abschlag von rund drei Prozent zulässig, ohne den Ertrag zu gefährden. Die offensivere Variante kommt von der Commerzbank (ISIN DE000CM52T32). Bei einer Laufzeit bis Juni 2012 ist eine maximale Rendite von 15,6 Prozent möglich, sofern sich die Aktie bis an die 30-Euro-Marke erholt. Dazu ist allerdings ein Kursplus von 3,8 Prozent bis zum Laufzeitende notwendig. |