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WKN: 897200 ISIN: AT0000937503
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Meldung
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Deutsche Bahn AG und der Industriekonzern ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001 / WKN 750000 ) wussten einem Medienbericht zufolge schon länger über die Preisabsprachen auf dem Schienenmarkt Bescheid, als dies bislang bekannt war.


Bereits im Jahr 2000 war die Bahn bei der Aufarbeitung eines Schmiergeldfalls auf das Kartell gestoßen und hatte dieses bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt gemeldet, wie das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf interne Unterlagen des Staatskonzerns berichtet. Bislang hatten Deutsche Bahn und ThyssenKrupp beteuert, erst durch die Razzien des Kartellamts im letzten Jahr habe man Kenntnis von den Absprachen erhalten. Durch die späte Aufklärung wurde der Bund, der für Investitionen in das Schienennetz aufkommt, um rund 1 Mrd. Euro geschädigt, wie sich aus internen Unterlagen der Firmen berechnen lässt. Die Bahn muss nun um Schadenersatzansprüche bangen, schreibt die Wirtschaftszeitung.

In einem Brief vom 17. August 2000 an die Staatsanwaltschaft berichtet ein Anwalt der Deutschen Bahn, dass Unterlagen sichergestellt wurden, "die eindeutig auf Preisabsprachen zu dem Einkauf von Schienen hinweisen". In dem Schreiben nennt der Jurist laut dem Bericht die später überführten Kartellsünder ThyssenKrupp und die österreichische voestalpine AG (ISIN AT0000937503 / WKN 897200 ). Betroffen von den Absprachen war unter anderem die Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt-Köln, die insgesamt 6 Mrd. Euro gekostet hatte.

Die Bahn bestätigte die frühen Hinweise an die Staatsanwaltschaft. Diese hätten aber offensichtlich keine Notwendigkeit für Ermittlungen gesehen, erklärte ein Sprecher laut dem Bericht.

Die Aktie von ThyssenKrupp notiert derzeit mit einem Plus von 0,38 Prozent bei 16,29 Euro. (10.12.2012/ac/n/d)


 

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