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| Meldung |
|
Jeder
gegen jeden:
Kampf um Vorherrschaft im Internet Lieber
Geldanleger, schöne
neue
Welt? Facebook-Chef Mark Zuckerberg plant für 2012 die "totale
Echtzeitkommunikation" seiner Nutzer. Im Idealfall sollen die
User die
Plattform gar nicht mehr verlassen. Im April will der Social
Networking-König
an die Börse und dabei die Kriegskasse mit zehn Milliarden
US-Dollar auftanken. Das
wird
den Machtkampf um das World Wide Web weiter verschärfen. Lesen
Sie, wie
die vier Giganten sich gegenseitig bekämpfen... Obwohl
Facebook
zunächst nur ein Zehntel seiner Anteile an die Börse bringt,
wird es
der größte Internet-Börsengang aller Zeiten werden. Sogar der
2004er-Börsengang
von Google, der dem Suchmaschinen-Betreiber 1,7 Milliarden
US-Dollar
einbrachte, verblasst dagegen. Übrigens: Die Gesamtbewertung des
Unternehmens
lag damals bei 23 Milliarden US-Dollar. Heute sind es mehr als
200 Milliarden
US-Dollar. Kein
globales
Unternehmen kann es sich noch leisten, die "Dampfmaschine des
21.
Jahrhunderts" (Institut der Deutschen Wirtschaft über das
Internet) zu
vernachlässigen. Von einer Geldvernichtungsmaschine - welche das
Internet noch
vor Jahren war - ist das weltweite Netz heute zu einem
Multi-Milliardenmarkt mutiert. Google,
Amazon,
Facebook und Apple sind die "Big 4" der Branche, aber auch
Microsoft, Sony, Intel, IBM, Samsung, Ebay und mit Abstrichen
auch Yahoo und
SAP sowie einige andere, liefern sich einen darwinistischen
Kampf um
Marktanteile, Patente und Standards. Wer schwächelt, wird
ersetzt. Schauen
wir
auf die vier Giganten, die 2012 an vorderster Front nach der
ökonomischen
Weltherrschaft greifen: Amazon:
Angriff auf
den Thron - durch die Hintertür
Doch
das
stimmt nur oberflächlich betrachtet, denn zum einen ist Amazon
meiner
Ansicht nach in Punkto Geschwindigkeit, Versandkosten und
Zuverlässigkeit
unerreicht günstig. Deshalb wäre ein Wegfall ein herber
Qualitätsverlust. Zum
anderen avanciert Amazon seit Jahren quasi heimlich durch die
Hintertür zum
"zentralen Datengedächtnis" des WWW. Über
Amazon
Web Services (AWS) können Unternehmen Rechenleistung,
Speicherkapazität
und IT-Infrastruktur-Dienstleistungen beim E-Tail-King buchen.
Nur wegen der
hohen Investitionen in diesem Bereich, ging der Gewinn
kurzfristig so deutlich
zurück. Amazon macht sich so für viele Firmen unverzichtbar. Eine
Erfolgsgeschichte
ist auch der E-Book-Reader Kindle, der so gut läuft, dass die
Konkurrenz quasi in der Versenkung verschwunden ist. Mit dem in
den USA bereits
erhältlichen greift man nun auch Apple und
dessen iPad an. Mehr
zu
Amazon und AWS lesen Sie in der
lesen. Apple
im Jahr 1 nach
Steve Jobs - iPad 3 und iTV
Glänzende
Verkaufszahlen
des aktuellen iPads und die mit Spannung erwartete
Markteinführung eines ,
der Online-, PC- und Mediennutzung via Internet populär machen
soll, könnten
Apple schnell wieder in die alte Erfolgsspur bringen. Wegen des
Verfehlens
einiger Ziele bei den letzten Zahlen im September hatte das
Image zuletzt
Kratzer bekommen. Die ersten iTVs könnten bereits Ende September
auf den Markt
kommen. Auch
der
lästige Dauerzwist mit Samsung ärgerte die Anleger. Weltweit
überziehen
sich die verfeindeten Konkurrenten mit Prozessen. Dabei geht es
nicht nur um
Plagiatsvorwürfe, sondern auch um Patentrechtsverletzungen.
Dennoch: Apple
scheint anders als viele Mitbewerber nicht auf tönernen Füßen zu
stehen. Das
wird auch in der Aktienbewertung deutlich. Derzeit notiert die
Apple-Aktie fast
50% unter dem durchschnittlichen KGV der vergangenen fünf Jahre.
Da ist noch
Potenzial nach oben. Google
- die
Internet-Krake
Mit
einem
eigenen Produktvertrieb für Laptops, Bücher und mehr geht es
frontal
gegen Amazon. Versandkunden sollen eine spezielle „Flatfee“
erhalten: Einmal
bezahlen, immer beliefert werden, und zwar binnen 24 Stunden.
Mit Google+ wird
direkt Facebook ins Visier genommen. Mit dem Betriebssystem
Android wiederum wurde
der Markt für Smartphones im Sturm genommen. Und Apples
Online-Musik-Plattform
„iTunes“ bekommt seit November direkte Konkurrenz durch „Google
Music“. Wer
aber
an so vielen Fronten kämpft, dem könnte irgendwann die Puste
ausgehen.
Darauf baut Microsoft. Die halten mit ihren Milliarden Bing am
Leben und die
sind als Suchmaschine kaum schlechter als Google. Wäre Bing
bekannter –
Microsoft arbeitet daran – könnte es Google irgendwann so gehen
wie Altavista
oder Infoseek. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber ungefähr so
groß wie die,
dass Google+ Facebook verdrängt, also sehr gering. Börsengang
- Ein
Wagnis für Facebook
Zyngas
Sprung
aufs Parkett galt als Testlauf für Facebook. Beide Unternehmen
sind sehr
eng miteinander verbandelt. 223 Millionen Nutzer tummeln sich
bei Facebook im
Monat in Zynga-Titeln. Am erfolgreichsten laufen die
Simulationen „Cityville“,
„Castleville“ und „Farmville“. Durchschnittlich
um
47 Prozent legten Börsengänge von Internet-Unternehmen 2011 am
ersten
Handelstag zu, so der Finanzinformationsdienst Bloomberg. An
Zyngas erstem
Handelstag ging es gleich fünf Prozent nach unten, am zweiten
Handelstag lagen
Zeichner bereits um 12 Prozent hinten. Wird
Facebook
an der Börse floppen? Soweit wird es nicht kommen. Eventuell
kommt der
Börsengang einfach später. Das Unternehmen bietet Chancen – 850
Millionen
Mitglieder weltweit sind eine magische Zahl – und die
Rentabilität stimmt
ebenfalls bereits. Die
entscheidende
Frage für Anleger aber ist: Kann Facebook weiter so schnell
profitabel wachsen, um die bei einer prognostizierten
Marktkapitalisierung von
100 Milliarden US-Dollar entstehenden Bewertungsmultiples zu
rechtfertigen?
Selbige liegen bei 33 (Kurs-Umsatz-Verhältnis für 2011 bei ) und
>100 (Kurs-Gewinn-Verhältnis
für 2011 bei ).
Dazu kommt ein
Cashbestand von aktuell 3,5 Milliarden US-Dollar sowie weitere
ca. zehn
Milliarden durch den Börsengang. Für
quasi
jedes andere Unternehmen wäre diese Bewertung astronomisch hoch,
für
Facebook wäre sie zumindest sehr ambitioniert, wenn sie denn so
eintreten wird.
-
Das
Schlachtfeld wird
dabei immer unübersichtlicher, dennoch gibt es Favoriten: Von
den „Big 4“ ist
Apple mein ganz persönlicher Anlage-Tipp. Allerdings sollte das
Unternehmen
zunächst das Kriegsbeil mit Samsung begraben. Zudem muss es sich
noch zeigen,
ob Apple auch ohne Steve Jobs weiterhin so stark wachsen kann. -
Bei
dem anstehenden
Facebook-Börsengang wäre ich vorsichtig: Die angepeilte
Bewertung von 100
Milliarden Dollar ist atemberaubend. Zum Vergleich: Nicht einmal
Deutsche Bank,
Deutsche Post und Lufthansa zusammen sind so teuer. Und das bei
einem Jahresumsatz
von 3,3 Milliarden Dollar! Da droht noch keine Blase, aber Luft
ist da schon im
Spiel. -
Auch
Google und
Amazon erscheinen mir momentan ausreichend bewertet zu sein.
Google hat
beispielsweise bereits einen Börsenwert von über 200 Milliarden
Dollar erreicht
und ist dabei, selbst Microsoft zu überholen, dessen Aktien 215
Milliarden
Dollar kosten. Jetzt
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Ihnen Ihr Armin
Brack Chefredakteur
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